Card 21
Question
Was versteht man unter dem Satz: „Personen sind die Subjekte unserer Rechtsordnung“?
Answer
D.h. die Personen nehmen am Rechtsleben teil und sind Träger von Rechten und Pflichten.
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Was versteht man unter dem Satz: „Personen sind die Subjekte unserer Rechtsordnung“?
D.h. die Personen nehmen am Rechtsleben teil und sind Träger von Rechten und Pflichten.
Definieren Sie die Begriffe „natürliche und „juristische“ Person.
Natürliche Personen sind Menschen aus Fleisch und Blut;
juristische Personen sind vom Recht geschaffene, künstliche Gebilde.
Wer ist rechtsfähig?
Jedermann ist rechtsfähig, d.h. jeder Mensch hat die Fähigkeit, Rechte und Pflichten zu haben (ZGB 11).
Wer ist handlungsfähig?
Damit eine Person Rechte und Pflichten begründen kann, muss sie volljährig und urteilsfähig sein. Volljährig ist man mit Vollendung des 18. Lebensjahres (ZGB 14), urteilsfähig, wenn man vernunftsgemäss handeln kann (ZGB 16).
Welche Stufen der Handlungsfähigkeit kennen wir?
Wir unterscheiden:
Volle Handlungsfähigkeit (ZGB 12 und 13)
Beschränkte Handlungsunfähigkeit (ZGB 19)
Volle Handlungsunfähigkeit (ZGB 17 und 18)
Unter welchen Bedingungen sind juristische Personen rechts- und handlungsfähig?
Wie die natürlichen Personen sind auch juristische Personen rechtsfähig.
Handlungsfähig sind sie dann (ZGB 54), wenn sie natürliche Personen als sog. Organe eingesetzt haben. Die Organe handeln dann für die juristische Person.
Welche der folgenden Phasen in einer ehelichen Gemeinschaft sind gesetzlich geregelt:
Freundschaft
Verlobung
Ziviltrauung
Kirchliche Trauung
Ehe
Scheidung
Gesetzliche Regelungen:
| Freundschaft: | nein |
| Verlobung: | ja |
| Ziviltrauung: | ja |
| Kirchliche Trauung: | nein |
| Ehe: | ja |
| Scheidung: | ja |
Beschreiben Sie unser Namensrecht anhand eines Beispiels:
Peter Müller und Sandra Keller heiraten. Wie heissen die Eheleute in Zukunft? Und wie ihre Kinder?
Was ist ein Konkubinat und welche Wirkung entfaltet es?
Eine eheähnliche Lebensgemeinschaft von zwei Personen.
Im Gegensatz zu einer Ehe besteht bei einem Konkubinatsver-hältnis kein gesetzlicher Erbanspruch.
Kinder eines Konkubinatpaares haben die gleiche Stellung wie nicht eheliche Kinder.
Trennt sich das Paar, so besteht kein Unterhaltsanspruch (vgl. ZGB 125 ff.).
Auf welche Arten kann eine Scheidung eingeleitet werden?
Wir kennen die
Scheidung auf gemeinsames Begehren
sowie die
Scheidung auf Klage.
Welche Alternativen zur Ehescheidung kennen Sie?
Neben der Scheidung gibt es die:
Aufhebung des gemeinsamen Haushalts
Ehetrennung
Welches ist der gesetzliche Güterstand?
Welche weiteren Güterstände sind (vertraglich) möglich?
Der gesetzliche oder ordentliche Güterstand ist die Errungenschaftsbeteiligung.
Daneben kennen wir die:
Gütergemeinschaft und
Gütertrennung.
Beschreiben Sie in eigenen Worten die Grundsätze der Errungenschaftsbeteiligung.
Die Errungenschaftsbeteiligung (ZGB 196 – 220):
Beschreiben Sie in eigenen Worten die Grundsätze der Gütergemeinschaft.
Gütergemeinschaft (ZGB 221 ff.):
Beschreiben Sie in eigenen Worten die Grundsätze der Gütertrennung.
Gütertrennung (ZGB 247 ff.):
Welche Arten der Beistandschaft unterscheidet das neue Erwachsenenschutzrecht?
Erklären Sie in eigenen Worten das Schweizer Parentel-System der Erbfolge.
Wie lauten wesentliche Grundsätze der Erbteilung?
Die Erben bilden eine Erbengemeinschaft, wo Entscheidungen einstimmig zu treffen sind.
Die Zuteilung erfolgt zu Verkehrswerten.
Jeder Erbe kann grundsätzlich jederzeit die Teilung verlangen.
Eine Sonderregelung besteht zugunsten des Ehegatten für die Absicherung seiner Wohnsituation.
Was heisst „auf den Pflichtteil setzen“?
Auf den Pflichtteil setzen heisst:
Gewissen Erben nur das gesetzliche Minimum am Erbteil zu belassen.
Der Pflichtteil kann immer von den Erben gefordert werden. Das Erbrecht anerkennt dem nahen Verwandtenkreis einen Pflichtteilsschutz zu.
Den nicht pflichtteilsgeschützten Teil des Erbes nennen wir die frei verfügbare Quote.
Die frei verfügbare Quote kann mit einem Testament oder Erbvertrag (letztwillige Verfügung) geregelt werden.
Wie gross sind die Pflichtteile für die einzelnen Erben? Nennen Sie mindestens zwei Beispiele.
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