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Grundwissen Versicherungswesen - Schatz Verlag GmbH

Discover Grundwissen Versicherungswesen - Schatz Verlag GmbH: 41 flashcards with questions and answers.

Subject
Economy / Grundwissen
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 21

Question

Wie hoch sind im Angestelltenverhältnis die Abgaben an die AHV in Prozent und wer bezahlt sie?

Answer

8,4% des Lohnes, je zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer einbezahlt

Card 22

Question

Nennen Sie nebst der Altersrente zwei weitere Leistungen der AHV.

Answer

  • Witwen-/Witwerrente
  • Waisenrente
  • Kinderrenten (mindestens ein Elternteil muss pensioniert sein)
  • Hilflosenentschädigung

Card 23

Question

Erklären Sie, warum die demografische Entwicklung in der Schweiz die Finanzierung der AHV problematisch macht.

Answer

Die niedrige Geburtenrate und die immer höhere Lebenserwartung führen dazu, dass in Bezug auf die Altersrenten der 1. Säule ein immer kleiner werdender Anteil Erwerbstätiger für einen immer grösseren Anteil Pensionierter aufkommen muss.

Card 24

Question

Erklären Sie das sogenannte Splitting zur Berechnung der AHV-Rente.

Unter welchen Bedingungen wird es durchgeführt?
 

Answer

Die während der Ehe erzielten Einkommen und die Gutschriften für Erziehung und Betreuung von Angehörigen werden auf beide Ehepartner je hälftig aufgeteilt.

Diese Berechnung wird nur gemacht, wenn

  • beide Ehepartner rentenberechtigt sind
  • die Ehe geschieden worden ist
  • ein Ehegatte gestorben ist und der andere eine Rente hat

Card 25

Question

Nennen Sie die beiden Hauptleistungsbereiche der IV.

Answer

  • Eingliederungsmassnahmen (z.B. Umschulung, Hilfsmittel, Arbeitsvermittlung)
  • Invalidenrente nach dem Grad der Invalidität

Card 26

Question

Erklären Sie den Begriff Invalidität.

Answer

Eine Invalidität gilt dann, wenn eine voraussichtlich bleibende oder für längere Zeit andauernde oder eine teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Krankheit, Unfall oder Geburtsgebrechen vorliegt.

Card 27

Question

Wer hat Anspruch auf EL?

Answer

Auf Ergänzungsleistung hat Anspruch wer von der AHV- oder IV-Rente nicht leben kann.

Card 28

Question

Wer hat Anspruch auf EO?

Answer

Personen, die Militärdienst oder Zivildienst absolvieren, haben Anspruch. Die Erwerbsersatzordnung deckt einen Teil des Erwerbsausfalls.

Card 29

Question

Nennen Sie die Situationen, bei welchen die ALV Entschädi-gungen zahlt.

Answer

  • Arbeitslosigkeit
  • Kurzarbeit
  • Schlechtwetterentschädigung
  • Insolvenzentschädigung (Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers)

Card 30

Question

Nennen Sie die Bedingungen, die für den Bezug von Arbeitslosenunterstützung erfüllt sein müssen.

Answer

  • in der Schweiz wohnhaft und angemeldet
  • ganz oder teilweise arbeitslos
  • vermittlungsfähig (arbeitsfähig) und bereit, zumutbare Arbeit anzunehmen
  • die Beitragszeit erfüllt oder beitragsbefreit
  • kein AHV-Rentenbezug

Card 31

Question

Nennen Sie die beiden Vorsorgebereiche, bei welchen Sie Beitragslücken unbedingt vermeiden sollten.

Erklären Sie weshalb und was dagegen unternommen werden kann.

Answer

  • AHV
  • obligatorische Pensionskasse (BVG)
  • bei Beitragslücken verhältnismässig starke Rentenkürzung
  • Zahlung von freiwilligen (Minimal-)Beiträgen

Card 32

Question

Nennen Sie eine Möglichkeit, wie Sie sich für den Fall einer Invalidität durch Krankheit zusätzlich zu den gesetzlichen Sozialversicherungen gegen die finanziell negativen Folgen absichern können.

Answer

Abschluss einer privaten Erwerbsausfallversicherung

Card 33

Question

Nennen Sie die beiden hauptsächlichen Arten der Lebensversicherungen.

Answer

  • die gemischte Lebensversicherung
  • die Risiko-Todesfallversicherung

Card 34

Question

Erklären Sie den Begriff „gemischte Versicherung“.

Nennen Sie die Wirkung auf die Verwendung der einbezahlten Prämie.

Answer

Von einer gemischten Versicherung wird gesprochen, wenn eine Sparversicherung mit einer Risiko-Todesfallversicherung kombiniert wird.

Die Prämien sind zwar wesentlich höher als bei einer reinen Risiko-Todesfallversicherung, dafür wird die vereinbarte Versicherungssumme auf jeden Fall ausbezahlt – also im Erlebens- oder auch im Todesfall. Für den Erlebensfall wird das entsprechende Kapital mit Zinsen angespart.

Card 35

Question

Nennen Sie drei Vorteile der gebundenen Vorsorge 3a

Answer

  • Die Beiträge können vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Erwerbstätige können jährlich maximal CHF 6‘768.- abziehen (Stand 2016).
  • Die Police kann für die Finanzierung von selbstbewohntem Wohneigentum verpfändet werden.
  • Der vorzeitige Bezug des Kapitals für die Amortisation von Eigenheim-Hypotheken ist möglich.
  • Das Kapital fällt im Todesfall nicht in den Nachlass, sondern wird den Begünstigten direkt ausbezahlt.
  • Eine klare Begünstigungsregelung bietet für die gesetzlichen Erben einen umfassenden Schutz.

Card 36

Question

Erklären Sie, zu welchem Wert Gegenstände in einer Sachversicherung in der Regel versichert werden. Begründen Sie.

Answer

In der Regel werden Sachen, z.B. Hausrat zum Neuwert versichert, damit man als Ersatz bei Verlust oder Beschädigung den am Schadentag gültigen Wiederbeschaffungspreis von der Versicherung voll bezahlt bekommt. Wegen der Teuerung kann dieser höher sein als der seinerzeitige Kaufpreis.

Wird ein Gebäude zum Neuwert versichert, orientiert man sich bei der Entschädigung am Wert, der für den Wiederaufbau benötigt würde.

Beim sogenannten Zeitwert wird im Schadenfall bei der Entschä-digung die Wertverminderung in Folge Alter oder Abnützung berücksichtigt.

Card 37

Question

Erklären Sie, warum beim Abschluss einer Sachversicherung eine Über- und eine Unterversicherung zu vermeiden ist.

Answer

Bei der Überversicherung ist die vereinbarte Versicherungssumme höher als der effektive Neuwert. Im Schadenfall wird höchstens der tatsächliche Wert der Sache bezahlt. Man bezahlt also zuviel Prämie.

Bei der Unterversicherung ist die vereinbarte Versicherungssumme niedriger als der Neuwert. Bei Totalschaden wird maximal die vereinbarte Versicherungssumme bezahlt und im Teilschadenfall wird die Entschädigung proportional gekürzt.

Card 38

Question

Erklären Sie den Unterschied zwischen einer Verschuldens-haftung und einer Kausalhaftung.

Answer

  • Verschuldenshaftung

Haftung für Schäden, die man durch Verschulden einem Dritten zufügt, z.B:

  • aus Unachtsamkeit verschüttetes Weinglas verursacht Flecken auf dem Kleid des Tischnachbarn

 

  • Kausalhaftung

Haftung ohne eigenes Verschulden, z.B:

  • Eltern: Die fünfjährige Tochter verursacht einen Schaden  Dritten gegenüber.
  • Werkeigentümer: Eis fällt vom Dach auf das Auto eines Dritten:
  • Arbeitgeber: Er haftet für Schäden, welche die Arbeitnehmer unabsichtlich gegenüber Dritten verursachen.
  • Tierhalter:  Der Hund beisst das Kind des Nachbarn.

Card 39

Question

Nennen Sie die vier Elemente der Verschuldenshaftung.

Answer

  • Schaden

Der Geschädigte hat einen finanziellen Schaden.

  • Verschulden

Dem Schädiger ist ein Verschulden bei der Verursachung des Schadens vorzuwerfen.

  • Widerrechtlichkeit

Die schädigende Handlung ist widerrechtlich.

  • Adäquater Kausalzusammenhang

Die schädigende Handlung muss geeignet sein, den erlittenen Schaden verursacht zu haben. Das Verhältnis zwischen dem Schaden und der schädigenden Handlung besteht = Kausalität.

Card 40

Question

Erklären Sie das Bonus- Malus-System bei einer Vollkaskoversicherung für ein Auto.

Answer

  • Malus

Bei jedem Schadenereignis, das die Versicherung zu bezahlen hat, steigt die Prämie um einige Stufen.

  • Bonus

Bei jedem unfallfreien Jahr profitiert der Kunde von einer Prämienreduktion bis zur Mindestgrenze.

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