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Kommunikation im RD

Kommunikation im RD, nicht nur für NotSan interessant

Subject
Sciences / Medical science
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Kybernetisches Kommunikationsmodell nach Shannon und Weaver

Answer

Legen den Schwerpunkt auf die Fehlersuche z.B. bei Kanalwahl und Codierung/Decodierung der Information.

1) Sender hat die Absicht, eine Information aus einer bestimmten Quelle zu übertragen.
2) Er codiert.
3) Er sendet die codierte Nachricht über einen zur Verfügung stehenden Kanal.
4) Der Empfänger empfängt die Nachricht.
5) Er decodiert.
6) Er interpretiert die Bedeutung und versteht den Inhalt der Nachricht.

Dann folgt der Rückweg.

 

Beispiel:
Er sagt: "Bring mir bitte Rasierschaum mit."
Sie: nickt
Er sieht das und weiß: sie hat verstanden

Card 2

Question

Psychologie der Kommunikation nach Watzlawick 

- 5 Axiome

- mit Beispiel aus RD

Answer

1) Man kann nicht nicht kommunizieren.
z. B. LehrRettAss ignoriert Jahrespraktikanten

2) Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
z.B. Sie nehmen aber viel Medikamente - sie sind richtig krank.

3) Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.
(Teufelskreislauf: Frau nörgelt, Mann zieht sich zurück)
z.B. Wie begegne ich dem Pat? Verständnisvoll oder fordernd / Druck aufbauend?

4) Menschliche Kommunikation bedient sich analoger (z.B. Zeichnung, Schrift, non-verbales) und digitaler (Sprache, paraverbales) Modalitäten.
z.B. Ich zeige und erkläre dem Pat. SpO2 bzw. EKG Werte


5) Kommunikation ist symmetrisch (Gleichgewicht der Partner) oder komplementär (Partner ergänzen sich, Versuch der Annäherung in Mitte).
z.B. RettAss und RettAss bzw. NA und RettSan

Card 3

Question

Transaktionsanalyse nach Eric Berne
Darstellung der 3 Persönlichkeitsebenen mit kurzer Erklärung

Answer

Jeder Mensch trägt 3 Persönlichkeitsebenen (Denken, Fühlen, Verhalten in jedem ICH enthalten) in sich:

Kind-ICH:

  • Verhalten wie es Vater/Mutter erwarten ohne eigene Reflexion des Verhaltens
  • trotzig und spielerisch, spontan, unüberlegt, kreativ

 

Eltern-ICH:

  • geprägt von den Eltern, erlernte Verhaltensweisen, Vorurteile und Gewohnheiten
  • bestimmend, autoritär, fürsorglich

 

Erwachsenen-ICH:

  • rational, respektvoll, vernünftig und logisch denkende Teil.
  • Das Erwachsenen-ICH kann das Eltern-ICH und das Kind-ICH auf deren Entscheidungen und Angemessenheit überprüfen und abwägen
  • im Hier und Jetzt

Card 4

Question

Distanzzonen nach Hall
und ein Beispiel aus dem RD dazu

Answer

  • 0-0,50m Intimdistanz
    - jede Berührung/Maßnahme vorher ankündigen
    - Behandlung und Körperkontakt möglich
     
  • 0,50-1,20m persönliche Distanz
    - schöne Möglichkeit die Anamnese zu erheben
     
  • 1,20-3,60m gesellschaftliche Distanz
    - Kommunikation erschwert
    - kein privates Gespräch mehr mgl.
     
  • über 3,60m öffentliche Distanz
    - Kommunikation kaum mgl.
    - nur über Handzeichen o.ä.

Card 5

Question

Erläutere die

symmetrische und die asymmetrische Kommunikation

Answer

  • symmetrische Kommunkation
    Beide Partner sind auf gleicher Ebene
    z.B. RettAss und RettAss
  • asymmetrische Kommunikation
    Ein Partner ist "superior" und einer ist "inferior"
    z.B. NA und RettSan

Card 6

Question

Aktives Zuhören
- verbale Komponenten
- nonverbale Komponenten

Answer

Verbal:

  • paraphrasieren (also mit eigenen Worten wiederholen/spiegeln)
  • verbalisieren
  • nachfragen
  • Zusammenfassen
  • Unklares klären
  • weiterführen
  • abwägen
  • Bestätigungslaute (ah, mhm, ach)
     

Nonverbal:

  • Blickkontakt
  • Nicken
  • Gestik / Hände & Arme
  • Mimik
  • Hinwendung des Oberkörpers und des Kopfes

Card 7

Question

Warum kann es zu ungeduldigen und evtl. aggressivem Verhalten von Patienten gegenüber dem RD kommen?

Answer

  • Intoxikation, Stoffwechselstörung
  • Sprachbarriere
  • arrogantes Auftreten
  • nicht erfüllte Erwartungen
  • schlechte Erfahrungen

Card 8

Question

Mit welchen Maßnahmen kann man Wut reduzieren?
Die eigene Wut, aber auch die des Patienten

Answer

  • Einfühlsamkeit
  • Stimmlage
  • sich der eigenen Wut bewusst werden
  • Aufklärung
  • mögliche Richtung vorgeben
  • sich der Situation entziehen
    (mit Vorankündigung raus gehen)
  • 3x tief durchatmen

Card 9

Question

Besonderheiten bei der Kommunikation mit adipösen Patienten

Answer

  • keine Beleidigungen
  • nicht lustig drüber machen
  • Aufklärung (z.B. Tragehilfe kommt)
  • vor Blicken Umstehender schützen
  • Toleranz
  • Geduld, also Zeit lassen

Card 10

Question

Eisbergmodell von Sigmund Freud

Answer

  • 20% sind sichtbar, für mich in Komunikation erkennbar

    z.B. Aussehen
    Körperhaltung, Mimik, Gestik
    Sprache
    Auffindesituation
     
  • 80% sind nicht sichtbar, für mich in Kommunikation nicht erkennbar

    z.B. Erwartungen
    Ängste, Vorurteile
    Vita (bisherige Geschichte)
    Substanzen (Alk, Drogen)
    Erfahrungen
    Werte
    Wertschätzung
    Stress
    Zeiten
    soziales Umfeld
    Familie

 

Beispiel für Patient: Oma sucht blutdrucksenkendes Gespräch

Card 11

Question

Besonderheiten der Kommunikation mit werdenden Müttern

Answer

  • beruhigen
  • Bedürfnis orientiert (welches Kh gewünscht)
  • Arbeitsweise erklären
  • (sie sind schwanger, nicht krank)
  • Angehörige vor allem Vater mit einbeziehen

Card 12

Question

Besonderheiten bei der Kommunikation mit Ausländern

Answer

  • vereinfachte Formulierung
  • Hilfsmittel nutzen
    (Dolmetscher, TipDoc, Smartphone)
  • Kultur beachten
  • für eine entspannte Situation sorgen

Card 13

Question

Merkmale von ICH Botschaften sind

und Beispiel aus RD

Answer

  • Beobachtung formulieren,
    ohne diese zu bewerten
  • mein Gefühl ausdrücken
  • eigenes Bedürfnis benennen
  • eine Bitte äußern
  • keine DU-Botschaft senden
  • keine Anklage an den anderen
  • wirken de-eskalierend

Beispiel:

  • Mir ist es wichtig, dass wir nichts übersehen.
  • Mir ist es wichtig, dass wir beide gleich aussehen
    (Hose hochgekrempelt).

Card 14

Question

In welchem Zusammenhang stehen Angst und Aggression?

Answer

  • Fehlinterpretation
  • Verständnisschwierigkeiten
  • Tonlage
  • Lautstärke
  • Ursache erfassen
  • Angst kann Aggression auslösen
  • Aggression kann Angst auslösen

Card 15

Question

Situationen / Ursachen in welchen Patienten nicht mit dem RD kommunizieren wollen oder können und mgl. Maßnahmen unsererseits

Answer

Ursache / Situation Lösung

alk. Patient
Sprache
bewusstlos
Angst
Aggression
Alarmierung über 3te

in Lage versetzen
Dolm., TipDoc, Zeichenspr.
Mutmaßungen
ruhiges Auftreten
Aufklärung
Situation klären

 

Card 16

Question

4 Seiten einer Nachricht von
Friedemann Schulz von Thun
und Beispiel dazu

Answer

  • Sachebene
  • Appellebene
  • Beziehungsebene
  • Selbstoffenbahrung

Beispiel:
LRA zu JP: Das Auto muss noch aufgefüllt werden.

  • Das Auto ist noch nicht fertig
  • DU machst das
  • Ich traue dir das zu
  • Ich habe es schon oft genug gemacht

Card 17

Question

Was versteht man unter paraverbaler Kommunikation?

Answer

  • Tonlage
  • Lautstärke
  • Gesprächspausen
  • Geschwindigkeit
  • Zittern der Stimme

Card 18

Question

Der personenzentrierte Ansatz in der Psychotherapie nach Carl Rogers weißt folgende drei wichtige Grundhaltungen gg. dem Patienten auf

und die Vorteile für uns daraus

Answer

  • Empathie
    = zuhören, ohne zu (ver)urteilen
  • Akzeptanz
    = Wertschätzung, Achtung des Gegenüber
  • Kongruenz
    = autentisch sein (für jemanden da sein)

Vorteile daraus:

- "bessere" Kommunikation
- Entspannung (für beide)
- Empathie empfangen und senden
- Einfühlungsvermögen
- Stress sinkt
- Aggressionen werden abgebaut
- Kooperation nimmt zu

Card 19

Question

Was versteht man unter non-verbaler Kommunikation?

Answer

  • Gestik
  • Mimik
  • Aussehen
    z.B. Frisur, Flecken auf Kleidung
  • Geruch / Duft
  • Körperkontakt

Card 20

Question

Wie können sich Vorurteile und Vorbehalte negativ auf die Kommunikation auswirken?

Answer

  • Umgang
  • Lautstärke
  • Tonfall
  • ablehnende Körpersprache
  • meine Erwartungshaltungen
    (gg. Patient oder Einsatz allgemein)

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