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Kommunikations Klausur

Alle Fragen

Subject
Humanities / Others
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 41

Question

Gleichzeitig weisen einige Forschungen [26, 27] darauf hin, dass trotz dieser programmatischen Forderungen in der interaktiven Praxis der „informierte“ und „empowerte“ Patient wenig zu beobachten ist und häufig und gerne dem Arzt die Kontrolle über Entscheidungen überlassen wird.“

Was könnte ein Grund für dieses Verhalten sein?

Answer

  • Patientinnen und Patienten sind oft sehr schlecht motiviert in Fragen ihren Gesundheit mitentscheiden zu wollen.
  • Die Patientinnen und Patienten sind schon älter und haben es von Kind auf gelernt, den Professionellen die Entscheidung zu überlassen.
  • Patientinnen und Patienten haben einen geringen Bildungsstand, und trauen sich nicht ihre Unwissenheit in dieser Interaktion preiszugeben.
  • Patientinnen und Patienten haben insgesamt zu wenig Mut, um sich für eine Mitentscheiden zu entschließen.
  • Patientinnen und Patienten sind nicht genug „empowert“ worden im Laufe ihres Lebens.

Card 42

Question

„Dahinter fehlt auch eine interdisziplinär geführte Theoriediskussion, die Interaktion, Partizipation und Empowerment als komplexe soziale Prozesse aus linguistischer, psychologischer und soziologischer Perspektive ausreichend erklären kann.“

Was müsste die Theoriediskussion also alles bieten können?

Answer

  • Sie müsste einen interdisziplinären Ansatz verfolgen.
  • Sie müsste eine starke naturwissenschaftlichen Ausrichtung haben.
  • Sie müsste für die theoretischen Konzepte der Psychologie, der Linguistik und der Soziologie offen sein.
  • Sie müsste auch die epidemiologischen Theorie-Konzeptionen für solch einen Theoriediskussion mit berücksichtigen.
  • Sie müsste das medizinische Wissen als theorieleitendes Wissen in den Mittelpunkt der Theoriediskussion stellen.

Card 43

Question

„Eine gute Arzt-Patient-Kommunikation bewirkt nicht nur, dass Patienten besser informiert sind, was wiederum zur Folge haben könnte, dass den Patienten das Gefühl vermittelt wird, Kontrolle zurückgewonnen zu haben und bewirken könnte, dass sie die Behandlung besser verstehen und die Behandlungsvorschriften besser einhalten. Sie bewirkt auch, dass die Patienten der Ärztin/dem Arzt vertrauen, dass sie das Gefühl haben, ihre Interessen würden angemessen gewahrt und dass sie mit der Behandlung zufriedener sind (Maguire & Pitceathly, 2002; Ong et al., 1995).“

Was sind die Folgen guter Arzt-Patienten-Kommunikation nach J. Kerr?

Answer

  • Die Patientinnen und Patienten vertrauen ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt mehr.
  • Die Patientinnen und Patienten nehmen ihre Medikamente regelmäßiger ein
  • Die Patientinnen und Patienten könnten das Gefühl entwickeln, wieder mehr Kontrolle zurück zu gewinnen.
  • Die Patientinnen und Patienten gehen gerne und weniger ängstlich zu ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt.
  • Die Ärztin bzw. der Arzt fühlen sich weniger gestresst.

Card 44

Question

„In diesem Zusammenhang ist auch auffällig, dass das öffentlich im Zusammenhang mit Krebs verwendete Vokabular offen kriegerisch ausfällt, etwa, indem vom „Kampf gegen den Krebs„ gesprochen wird, man den Krebs „ besiegen" will, einen „Krieg" gegen die Krankheit führt etc. Viele Patienten sind daher zunächst erschrocken und ängstlich, wenn sie eine Krebsdiagnose erhalten, wodurch die Informationsverarbeitung beeinträchtigt sein kann. So vergessen die Patienten mehr als die Hälfte von dem, was ihnen mitgeteilt wurde (Mossmann, Boudioni & Slevin, 1999).

Was sind die Folgen dieser Kriegsmetaphorik für die Patientinnen und Patienten?

Answer

  • Sie fühlen sich herausgefordert tapfer zu kämpfen.
  • Ihre Erinnerungsfähigkeit wird stark eingeschränkt.
  • Sie reagieren mit Angst und Schrecken auf die Mitteilung der Diagnose.
  • Sie sind bereit auch Rückschläge und Verluste hin zu nehmen.
  • Sie stellen sich darauf ein, dem Arzt oder der Ärztin unbedingt zu gehorchen.

Card 45

Question

„Darüber hinaus kann die Behandlung von Krebs ein langwieriger Prozess sein, bei dem sich die Patienten im Laufe der Behandlung kranker fühlen als zum Zeitpunkt der Diagnose. Eine Reihe von Nebenwirkungen kann zu erheblichen Behinderungen führen, die auch sichtbar sind, wie z.B. im Falle von Haarverlust. Die Patienten können ihren Zustand in der Öffentlichkeit u.U. kaum verbergen. Unglücklicherweise ist mit Krebs immer noch ein Stigma verbunden, und die Familie und Freunde sind häufig unsicher, wie sie reagieren sollen: Sollen sie über die Krankheit sprechen, sollen sie sie herunterspielen, oder sollen sie das Gespräch darüber völlig vermeiden, um optimistisch zu bleiben? Viele Menschen im Umfeld der Patienten vermeiden es, sich ihren eigenen Ängsten vor dem Tod zu stellen, mit der Folge, dass sich die Patienten isoliert und ausgeschlossen fühlen (Amir & Kalemkerian, 2003).“

Welche Veränderungen in der Kommunikation mit den Mitmenschen bringt Krebs mit sich?

Answer

  • Familienangehörige und Freunde reden jetzt entspannter über die Erkrankung und die möglichen Folgen.
  • Familienangehörige und Freunde reden ganz offen über die körperlichen Veränderungen, die der Krebs mit sich bringt.
  • Familienangehörige und Freunde sind jetzt viel einfühlsamer als sonst.
  • Familienangehörige und Freunde wissen nicht, wie sie über die Krankheit sprechen sollen.
  • Familienangehörige und Freunde vermeiden es über einen möglichen, bevorstehenden Tod zu sprechen.

Card 46

Question

„Tatsächlich hatten die Ärzte nach dem Training subjektiv mehr Selbstvertrauen. Videoaufzeichnungen ihres Gesprächsverhaltens, die drei Monate nach dem Training angefertigt wurden, zeigten, dass die WorkshopTeilnehmer häufiger fokussierte Fragen stellten, mehr Empathie zeigten, auf Hinweisreize angemessener reagierten und insgesamt weniger zentrale gesprächsleitende Fragen stellten als die Teilnehmer der Kontrollgruppe, die kein Training erhalten hatten (Fallowfield et al., 2002).“

Was haben diese „communication skill trainings“ für Vorteile?

Answer

  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschreiben nach dem Training mehr Medikamente
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen nach dem Training eine bessere Achtsamkeit der eigenen Gesundheit gegenüber.
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen nach dem Training eine verbesserte Einfühlsamkeit.
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen nach dem Training weniger arbeitsbedingte Stressreaktionen.
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen nach dem Training mehr fokussierte Fragen.

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