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Pädagogik 5KB

Discover Pädagogik 5KB: 47 flashcards with questions and answers.

Subject
Humanities / Pedagogy
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 21

Question

Sprachliche Disziplin

Answer

Sprache schafft Wirklichkeit, auch in Interaktion mit Kind; à davor hüten, Verhaltensbeschreibungen zu Eigenschaften zu machen (Kind ist nicht aggressiv, verhält sich nur so, und das auch nicht immer gleich); deshalb: Situationsbezogenheit von Verhalten in Formulierungen deutlich werden lassen (er verhält sich aggressiv, zeigt sich wütend, verhält sich bei den Hausaufgaben aufmerksamkeitsgestört, …) à Botschaft: es gibt für die Person auch andere Möglichkeiten des Verhaltens

Card 22

Question

Spielregeln ändern

Answer

Für selbst Beteiligte oft schwer, Spielregeln und Verhaltensmuster zu erkennen, die eigenem Verhalten und auffälligem Verhalten des Kindes zugrunde liegen; wenn es gelingt: Möglichkeit, Spielregeln zu besprechen; neue Regeln, die besser zur Situation passen, Chance eröffnen, dass unerwünschtes Verhalten weniger wird bis hin zu verschwindet; oftmals Hilfe von Familientherapeutin notwendig, um Spielregeln und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern

Card 23

Question

Sinn oder Funktion des Verhaltens

Answer

Hypothesen über Sinn und Funktion des Verhaltens aufstellen, Bedürfnisse hinterfragen à evtl. Ideen entwickeln, was das Kind oder man selbst anders machen kann, damit Bedürfnis ohne störendes Verhalten befriedigt werden kann

Card 24

Question

Lösungsdialoge

Answer

Auch wenn man die eine wahre Ursache nicht finden kann, kann man trotzdem bedingende Faktoren erarbeiten; noch wichtiger: Ideen entwickeln, was ein Kind stattdessen tun kann; meist wissen Kinder sehr gut, was sie falsch machen, aber nicht was sie tun müssen, um es richtig zu machen; Mensch kann negativ gewertetes Verhalten am ehesten aufgeben, wenn er weiß, wie er sich verhält, wenn Problemverhalten verschwunden ist -> gemeinsam mit Kind überlegen, welches konkrete Zielverhalten anstelle des unerwünschten treten könnte, gleichzeitig darüber nachdenken, wie man sich selbst verhält, wenn Kind Zielverhalten zeigt (je genauer, desto wahrscheinlicher und schneller die Zielerreichung); eröffnet auch Möglichkeit, in Zukunft Dialoge über erwünschtes Verhalten zu führen, statt Problemdialoge; Lösungsdialoge: was schon erreicht wurde, was es noch für den Rest braucht -> erwünschtes Verhalten herbeireden

Card 25

Question

Phasen der Jugend

Answer

  • Frühe Adoleszenz: 11 – 14 Jahre – Pubertäre Beschleunigung
  • Mittlere Adoleszenz: 14 – 16 Jahre – Pubertät vor Abschluss
  • Späte Adoleszenz: 16 – 18 Jahre – Ende der Pubertät und Rollenfindung

Card 26

Question

Pubertät - Entwicklung einer Identität - Fragen

Answer

  • Was sind meine Rechte und Pflichten?
  • Wo ist meine Verantwortung?
  • Was sind meine Werte?
  • Wie komme ich bei anderen an?
  • Was ist mein Geschlecht, welches finde ich attraktiv?
  • Wie fühlt sich ein fremder Körper, meine Erregung an?
  • Wie will ich meine Beziehungen (Eltern, Gleichaltrige) gestalten?
  • Was prägt mich, wovon bin ich abhängig? Wie bekomme ich Unabhängigkeit/Autonomie?
  • Was will ich beruflich machen?

Card 27

Question

Entwicklungsbereiche

Answer

  • Körperlich
  • Kognitiv
  • Sozial-Emotional
  • Kontextbezogen

Card 28

Question

Körperliche Entwicklung - allgemein

Answer

Äußerlich: hormonelle Prozesse bewirken Körperwachstum und Reifung der Geschlechtsmerkmale

Im Gehirn: Neuronale Plastizität

Card 29

Question

Gehirnentwicklung

Answer

Graue Substanz wird abgebaut – Nervenzellen, die nicht genutzt sind, werden abgebaut

Weiße Substanz nimmt zu (Myelinisierung), dadurch werden die Verbindungen schneller

Gehirnveränderungen laufen nicht simultan ab, sondern in verschiedenen Bereichen unterschiedlich schnell

Das limbische System und das Belohnungssystem reifen früher, Kontrollsystem später -> Diskrepanz zwischen Fühlen und Wollen (System der Gefühle) und einem noch nicht voll ausgereiften präfrontalen Agieren/Umsetzen (System der Selbstregulation und Handlungskontrolle)

Die neuronale Plastizität des Gehirns bedeutet starke Beeinflussbarkeit durch die Umwelt

Negativ: erhöhte Vulnerabilität (z.B. schlechte Umwelteinflüsse, z.B. Drogenkonsum)

Positiv: Hohe Bereitschaft für Lernerfahrungen, die in einem positiven emotionalen Kontext stattfinden

Card 30

Question

Kognitive Entwicklung - zunehmend kognitive Reife

Answer

Erhöhtes:

  • Abstraktes Denken
  • Planerisches Denken
  • Reflektierendes Denken
  • Metakognition (Denken über Denken)
  •  

… kann auch Formen der Überforderung enthalten

Card 31

Question

Effekte zunehmender Selbstreflexion

Answer

  • Glaube an imaginäres Publikum löst große Befangenheit aus
  • Übertriebene Vorstellung der eigenen Wichtigkeit (persönliche Legende)
  • Nicht Resultat von Egozentrismus, sondern eher Vervollkommnung der (sozialen) Kognitionsleistungen

Abstraktionsfähigkeit führt zu Idealismus und Kritik

  • Erweiterung von Denkmustern, Denken in Alternativen, Utopien
  • Eltern – Kind – Spannung (Realismus vs. Idealismus)

Entscheidungsfindung

  • Trotz effektiverem Denken Entscheidungen oft irrational
  • Überforderung durch erweitertes Denkvermögen

Card 32

Question

Sozial-emotionale Entwicklung

Answer

Jugendalter als Phase der Stabilisierung von Selbstkonzept und Selbstwert

  • Erkenntnis vielfältiger Persönlichkeit
  • Selbstwert eher hoch und stabil
  • Risikogruppe mit niedrigem Selbstwert

Die emotionale Kompetenz ist meist recht ausgeprägt

Verständnis von Emotionen nimmt zu:

  • Trennung zwischen momentanem Affekt und Persönlichkeit
  • Ursachen und Folgen von Emotionen

Eigene Emotionen sind aber häufig:

  • Extrem, schwankend, insgesamt negativer
  • Geringer kontrolliert

Card 33

Question

Dynamik der Familie im Jugendalter:

Answer

  • Unabhängigkeits- und Autonomiestreben der Kinder
  • Eltern werden ent-idealisiert, Beziehung auf Augenhöhe
  • Veränderung elterlicher Rollenmuster (z.B. Autonomiegewährung)
  •  
  • --> Loslösung von der Kernfamilie

Card 34

Question

Peerbeziehungen im Jugendalter

Answer

  • Peers werden wichtiger
  • Wertschätzung durch Gleichaltrige
  • Auseinandersetzung mit Werten und Normen, die sich von denen der Eltern unterscheiden
  • Dazuzugehören hat hohen Stellenwert
  • Bedürfnis der Anerkennung durch Peers kann zu Konformität und Autonomieverlust führen
  • Gruppenzwang durch Cliquen

Card 35

Question

Entwicklungsfelder allgemein

Answer

- körperlich

- kognitiv

- sozial - emotional

- im sozialen Kontext

... alle im Zusammenspiel

Card 36

Question

Positive Youth Developement

Answer

NICHT Krise/Konzentration auf Störung und Abweichung SONDERN Ressourcenorientierung

5 Cs

Connection: Positive Beziehungen und Bindungen zu Mitmenschen

Charakter: Entwicklung eines gefestigten Charakters samt Wertehaltung

Competence: Förderung interpersonaler Kompetenzen

Confidence: Vertrauen in eigene Kompetenzen und zu anderen Personen

Caring: Fürsorge bzw. Empathie für andere Personen

6. C = Contribution

Beitrag, Beteiligung

  • An Entscheidungsfindungsprozessen
  • Durch Freiwilligenarbeit
  • Durch Möglichkeit, sich öffentlich zu äußern

Wichtig dabei: Begleitung durch hoch qualifiziertes Personal und Ehrenamtliche

Card 37

Question

Entwicklungsaufgaben im Jugendalter - Eric Erikson

Answer

Erwachsenwerden ist voller Gegensätze; Eric Erikson (Modell der psychosozialen Krisen bei Adoleszenz): Identität vs. Identitätskonfusion –

„die Grundmuster der Identität müssen aber aus der selektiven Anerkennung und Nichtanerkennung des Individuums aus der Kindheit hervorgehen und aus der Art und Weise, in der der soziale Prozess der erlebten Zeit junge Menschen identifiziert – im Besten Fall ihrer Anerkennung als Personen, die so werden mussten, wie sie sind und denen man, so wie sie sind, vertrauen kann“.

Card 38

Question

Einführung Entwicklungsaufgaben im Jugendalter

Answer

Heranwachsende & Umwelt müssen aktive Integrationsarbeit leisten, damit notwendige Entwicklungsfortschritte für Persönlichkeits- und Identitätsbildung gesichert sind … kann ge- oder misslingen, so dass Heranwachsende gesellschaftlich angebahnte Wege verlassen und wenig integrierbare Lebenspläne entwickeln (in Form von Opposition; Folge: Ablehnung durch Gesellschaft)

Gesellschaftliche Integration beinhaltet Fähigkeit, lebensbeeinflussende Faktoren zu beeinflussen, mitzubestimmen; Gegensatz: Gesellschaft als unabänderbar sehen, passiv und fatalistisch unterordnen

Jugendliche entwickeln eigenen Lebensstil, Wertmaßstäbe bzgl. Bedürfnisgerechtem Leben (inkl. Bewertung von Freizeitformen, Unterhaltungselemente, kulturelle Erfahrungen etc.)

Entfaltung von eigener und stabiler Identität herausfordernd; Freizeit- und Konsumbereich meist kommerziell gesteuert, bietet viele Möglichkeiten ABER oft Überforderung

Peers besondere Bedeutung bei Gestaltung des Lebensentwurfs – bietet zahlreiche Chancen (Ausloten von Rollen- und Identitätsmustern) ABER nicht konflikt- und risikofrei;

Nicht zur von Medien propagierten Jugendkultur zu gehören ruft Gefühl des Am Rande Stehens aus, führt zu Anschluss an ebenfalls ausgegrenzte zur Identitätsfindung

Erwachsenwerden ist Wechselspiel vom Erfahren von Grenzen; Selbstfindung verlangt, Neues zu forschen; Jugend = Zeit des Abschieds

Abgrenzung = wichtiger Schritt der Ablösung von der Familie; wachsen vermehrt in Peer-Group hinein

Benötigen Zuwendung, gleichzeitig oft sehr konfrontierend; brauchen eigene Reviere;

Müssen sich von Eltern abgrenzen, dürfen nicht mehr alles wissen; (eigenes Zimmer, Tagebuch etc.)

Oftmals Fehler: Reviere nicht akzeptieren

Spannung für Erwachsenen: nicht alles wissen

Mit Kindheit gehen Rituale verloren

Card 39

Question

Wichtige Entwicklungsaufgaben

Answer

  • Neue und reifere Beziehungen zu Altersgenossen beiderlei Geschlechts aufbauen
  • Übernahme der eigenen Geschlechtsrolle
  • Akzeptieren der eigenen körperlichen Erscheinung und effektive Nutzung des Körpers
  • Emotionale Unabhängigkeit von Eltern / anderen Erwachsenen
  • Vorbereitung auf Ehe/Familienleben
  • Vorbereitung auf berufliche Karriere
  • Werte und ethisches System erlangen, die als Leitfaden für Verhalten dient – Ideologie
  • Sozial verantwortliches Verhalten erstreben und erreichen
  • --> Grundlagen für zukünftige Entwicklungen

Card 40

Question

Zeitliche Zuordnung – Havighurst

Answer

Zeiträume innerhalt der Lebensspanne, die für bestimmte Aufgaben besonders geeignet sind (bedeutet nicht, dass es nachgeholt werden kann – geht dann aber schwieriger); unterscheidet auch zwischen Aufgaben, die zeitlich abgeschlossen sind und welchen, die sich über mehrere Perioden der Lebensspanne erstrecken

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