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Prüfungsfragen Vertiefung Störungslehre Tu Chemnitz

Discover Prüfungsfragen Vertiefung Störungslehre Tu Chemnitz: 101 flashcards with questions and answers.

Subject
Humanities / Psychology
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 21

Question

Was wissen Sie über Polygene und welche Ergebnisse gibt es dazu in Bezug auf Schizophrenie?

 

Answer

Was wissen Sie über Polygene und welche Ergebnisse gibt es dazu in Bezug auf Schizophrenie?

Wahrscheinlich multifaktoriell-polygene Erkrankung, d.h. zur Entstehung tragen mehr als zwei relevante Gene sowie mehrere relevante Umweltfaktoren bei Kennzeichen polygene Verursachung: nicht seltenes Auftreten in der Bevölkerung, Abstufungen des Schweregrades von leicht bis schwer, schwer kranke Patienten haben mehr betroffene Verwandte als leichter erkrankte, Erkrankungsrisiko der nachfolgenden Generation steigt in Abhängigkeit von der Anzahl insgesamt erkrankter Verwandter im Stammbaum, sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits, Erkrankungsrisiko fällt steiler ab als in 50%-Schritten mit Abnahme des Grades der Verwandtschaft

Card 22

Question

Nenne die Häufigkeiten der Symptome der Schizophrenie in Prozent (Wahn, Halluzinationen, Denkstörungen)


 

Answer

Nenne die Häufigkeiten der Symptome der Schizophrenie in Prozent (Wahn, Halluzinationen, Denkstörungen)


Wahn 96%, Halluzinationen 69%, Denkstörungen 36,2%

Card 23

Question

Was ist Schizophasie?
 

Answer

Was ist Schizophasie?
Triff auf bei inkohärentem oder zerfahrenem Denken (S/F): Die einzelnen Gedanken und Gesprächsteile bleiben ohne Zusammenhang, sind unlogisch, bruchstückhaft und zerfahren; teilweise bestehen Gedanken nur noch aus einzelnen Wörtern oder Wortfetzen (Schizophasie, „Wortsalat“ als extreme formale Denkstörung bei Schizophrenie

Card 24

Question

Welche zwei Arten von Stupor gibt es?
 

Answer

Welche zwei Arten von Stupor gibt es?
katatone Erkrankung bei Schizophrenie, aber auch dissoziativer Stupor möglich, der durch traumatische Erfahrung hätte auftreten können (ist nicht durch Schizophrenie verursacht; hierbei wäre es schädlich, wenn man ihm ein hochdosiertes Neuroleptikum verabreicht)

 

Card 25

Question

Welche Medikamente sollten bei Negativsymptomatik vergeben werden?

 

Answer

Welche Medikamente sollten bei Negativsymptomatik vergeben werden?

„Atypika“ (Clozapin, Olanzapin, Sulpirid, Risperidon, Zotepin): wirken mindestens auf die Positivsymptomatik und verbessern Negativsymptomatik und kognitive Symptome, aber vermehrt vegetative Nebenwirkungen!

Card 26

Question

Wann gibt man zwei Diagnosen und wann sollte man die Diagnose einer Schizoaffektiven Störung?
 

Answer

Wann gibt man zwei Diagnosen und wann sollte man die Diagnose einer Schizoaffektiven Störung?
Mischdiagnose gibt man nur dann, wenn nicht alle Symptome durch eine der beiden Störungen subsumiert werden können, beide Diagnosen würde man getrennt voneinander geben, wenn sie zeitlich getrennt voneinander auftreten,

Mischdiagnose nur dann, wenn sie zeitgleich auftreten und sie sich in ihrem Ausmaß in etwa die Waage halten und beide etwa gleich stark auftreten

Card 27

Question

schädlicher Gebrauch –Was ist ein Merkmal

a) Toleranzentwicklung

b) Entzugssymptomatik

c) Gesundheitsschädigung infolge des Konsums

d) Wunsch Substanz zu konsumieren

e) vergessen

Answer

schädlicher Gebrauch –Was ist ein Merkmal

a) Toleranzentwicklung

b) Entzugssymptomatik

c) Gesundheitsschädigung infolge des Konsums

d) Wunsch Substanz zu konsumieren

e) vergessen

Card 28

Question

2) Pathogenese mit welchem diag. Verfahren

A)CIDI2

B)DIPS

die anderen weiß ich nichtmehr

Answer

2) Pathogenese mit welchem diag. Verfahren

A)CIDI2

B)DIPS

die anderen weiß ich nichtmehr

Card 29

Question

Welche Besonderheiten gibt es bei der Kodierung von Substanzkonsumstörungen im DSM-5? (2 richtige Antworten)

a) Klasse „Polysubstanzkonsum“ wird komplett aufgegeben

b) Schweregrad wird nach Anzahl erfüllter Kriterien vergeben

c) Unterscheidung in „substanzinduzierte Störungen“, „Abhängigkeit“ und „Missbrauch“

d) … e) …

Answer

Welche Besonderheiten gibt es bei der Kodierung von Substanzkonsumstörungen im DSM-5? (2 richtige Antworten)

a) Klasse „Polysubstanzkonsum“ wird komplett aufgegeben

b) Schweregrad wird nach Anzahl erfüllter Kriterien vergeben

c) Unterscheidung in „substanzinduzierte Störungen“, „Abhängigkeit“ und „Missbrauch“

d) … e) …

Card 30

Question

Ablauf Expo auf Alkoholabhängigkeit beschreiben

 

Answer

Ablauf Expo auf Alkoholabhängigkeit beschreiben

Zunächst Vorbereitung: Psychoedukation bezüglich Craving, individuelle Erfahrungen Sammeln; Modell erarbeiten, Rational erklären

- Dann Durchführung Cue exposure: In geschütztem Setting Craving induzieren (auf möglichst hohes Niveau bringen)

-> Beispielsweise mit sinnlich-konkreter Beschreibung des Suchtstoffes beginnen („Wie riecht das?“ „Wie hört sich das an?“); In der Situation solange bleiben, bis eine deutliche Habituation eintritt, und schrittweise die Distanz zum Auslöser immer mehr Verringern, um das Craving wieder zu steigern (Konfrontation mit Suchtstoff: Flasche öffnen; direkter Kontakt: Einschenken durch Patienten selbst; Rückfallrisiko durch Distanzverminderung zum Auslöser: Zur Nase führen; Eigene Versuche machen lassen)

-> Dann: Habituation generalisieren: Exposition mit Stimmungsinduktion (Musik hören, allein im Zimmer)

Ziel: Aufmerksamkeit nach Innen richten: wenn Craving sinkt, experimentieren, wie es gesteigert werden kann

! während der Übung Risikokurve zeichnen lassen

- dann: Einsatz zusätzlicher Trigger (Salzstangen)

Abschluss: Exposition unter alltagsnahen Bedingungen (eigenständig)

- Training von kognitiven Bewältigungsstrategien in inneren Risikosituationen sowie Verhaltensstrategien in sozialen Risikosituationen

- Erhöhung der Selbstwirkramkeitserwartung durch Mastery-Erfahrungen

Card 31

Question

Was ist Teil des Primärziels „harm-reduction“ bei den Zielen der Suchtkrankenhilfe?

 

 

Answer

Was ist Teil des Primärziels „harm-reduction“ bei den Zielen der Suchtkrankenhilfe?

 

Sicherung des Überlebens, Verhinderung körperlicher Folgeschäden, Soziale Sicherung (Wohnung, Partnerschaft), Verhinderung sozialer Desintegration

Card 32

Question

Auf Basis des Dual-Prozessmodells: Welche drei Formen von cognitive biases gibt es? Aufzählen und Definieren

 

Answer

Auf Basis des Dual-Prozessmodells: Welche drei Formen von cognitive biases gibt es? Aufzählen und Definieren

attention bias: selektive Aufmerksamkeit auf suchtassoziierte Reize
interpretation bias: Neigung, suchtrelevante Reize als überwertig zu interpretieren
memory bias: Tendenz, suchtassoziierte Reize besser zu erinnern

Card 33

Question

Was versteht man bei der Substanzabhängigkeit unter positiver Verstärkung, was unter negativer Verstärkung?
 

Answer

Was versteht man bei der Substanzabhängigkeit unter positiver Verstärkung, was unter negativer Verstärkung?
1. positive Verstärkung: spez. Substanzwirkung: zentralnervöse Wirkung der Psychotropen Substanz --> Aktivierung Belohnungssystem --> angenehme Zustände der Euphorie und Wohlseins (= primärer positiver Verstärker) verhängnisvolle Assoziation zw. Reiz (Drogeneinnahme) + anschließenden „Kick“ (Reaktion) prägt sich in kurzer Zeit dauerhaft ins Gedächtnis ein („Suchtgedächtnis“)
2. negative Verstärkung: Drogeneinnahme zur Vermeidung unangenehmer Zustände und Dysphorie (Problemflucht, „Selbstmedikation“) später: Vermeidung von Entzugssymptomatik --> erneuter Konsum --> Linderung --> langfristige Aufrechterhaltung d. Abhängigkeit

Card 34

Question

Zählen sie die 8 Kriterien des ICD-10 für das Abhängigkeitssyndrom auf

Answer

Card 35

Question

Prävalenzen Suchterkrankungen/ Angsterkrankungen/ Depressionen:

 

Answer

Prävalenzen Suchterkrankungen/ Angsterkrankungen/ Depressionen:

Angst 15,3%, unipolare Depression 7,9%, Alkoholstörungen 4,3%, bzw. 12-Monatsprävalenz: Angst 15,3 %, Affekt 9,3%, Substanzstörungen 5,7%

(DEGS1-MH)

DEGS-Studie: Irgendeine Störung durch Substanzmissbrauch: 16,6% 12 Monatsprävalenz

Card 36

Question

Operante Konditionierungsprozesse bei Sucht:

 

Answer

Operante Konditionierungsprozesse bei Sucht:

Verstärker-Lernen (Klassisch ist Reiz-Reaktion)

 

1. positive Verstärkung: spez. Substanzwirkung (psychotrope Substanzen mit zentralnervöser Wirkung) + Aktivierung Belohnungssystem à angenehme Zustände: Wohlsein Euphorie (= primärer positiver Verstärker) verhängnisvolle Assoziation zw. Reiz (Drogeneinnahme) + anschließenden „Kick“ (Reaktion) prägt sich in kurzer Zeit

dauerhaft ins Gedächtnis ein („Suchtgedächtnis“)

Card 37

Question

Approach-Avoidance-Trainingsprogram

 

Answer

Approach-Avoidance-Trainingsprogram

Im Rahmen der Cognitive Bias Modification

Einfache Handlungsaufgabe zur Abschwächung einer automatisierten Annäherungsreaktion durch und an rauch(sucht-)assoziierte Stimuli

PC und Joystick: Aufgabe: „Das Bild mit Joystick entweder heranziehen (Annäherungsreaktion) oder wegschieben (Vermeidungsreaktion)“

UV A: Hoch- oder Querformat

UV B: substanzassoziierte vs. nicht substanzassoziierte Inhalte

AV: RT

--> nur UV A ist aufgabenrelevant

--> RT als Indikator für Reaktionsdominanz (Annäherung oder Vermeidung)

 

!!! UV A und B sind nicht unabhängig: Wenn hochformat, dan z.B. immer neutraler Stimulus

Querformat (also alle, wo Alkohol drauf ist) sind wegzuschieben --> also Vermeidungstendenz trainieren! bzw. neutrales an sich heranziehen

Card 38

Question

4 Kategorien DSM5: Sucht

Answer

4 Kategorien DSM5: Kontrollverlust, soziale Beeinträchtigung, riskanter Konsum, pharmakologische Kriterien

Card 39

Question

11 Kriterien DSM 5

Answer

  1. Konsum in größeren Mengen und über längere Zeiträume als beabsichtigt
  2. Anhaltender Wunsch, den Konsum zu beenden bzw. zu kontrollieren und erfolglose Versuche der Konsumreduktion
  3. Großer Zeitaufwand für Erwerb, Konsum der Substanz oder Erholung von deren Konsum
  4. Craving (Suchtverlangen)
  5. Versagen bei Rollenaufgaben
  6. Fortsetzung des Konsums trotz andauernder oder wiederkehrender sozialer oder zwischenmenschlicher Probleme
  7. Aufgabe oder Einschränkung wichtiger sozialer, beruflicher oder Freizeitaktivitäten aufgrund des Substanzkonsums
  8. Wiederholter Konsum in Situationen mit körperlicher Gefährdung
  9. Fortführung des Konsums trotz andauernder oder wiederkehrender psychischer oder körperlicher substanzassoziierter Probleme
  10. Toleranzentwicklung
  11. Entwicklung eines Entzugssyndroms

Card 40

Question

Dual-Process-Theorie: Cognitive biases:

 

Answer

Dual-Process-Theorie: Cognitive biases:

 Attention, Memory, Interpretation; Dual Prozess-Modell: Zusammenwirken gesteigerter störungsspezifischer impulsiver Reaktionen einerseits („horse“) + geschwächter Fähigkeit zur exekutiven Kontrolle dieser Impulsivität („horseman“) andererseits, jeweils durch chronischen Substanzkonsum bedingt machen anfällig für Rückfälle

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