Programmtheorie - 2. Bereichsspezifische Risiko- und Schutzfaktoren (Entwicklungspsychopathologie)
Beispiele (Biologisch, Psychologisch, Sozial) [3]
Probleme [2]
Answer
Bereichsspezifische Risiko- und Schutzfaktoren
Biologisch
genetische Prädispo
Geschlecht
bio-psychologische Parameter (Cortisol, HRV)
Psychologisch
Impulsivität
Soziale Kompetenz
Intelligenz
Sozial
niedriger SöS
Psychopathologie der Eltern
kritische Lebensereignisse
Probleme:
meist nur geringe Korrelationen mit Problem (~.20)
selbst wenn Kausalität gegeben und Faktor veränderbar durch niedr. Korr. nur geringe Beeinflussbarkeit
Card 82
Question
Programmtheorie - Entwicklungspfade/ Problemtypen
Überblick [3]
Problem [1]
Answer
Entwicklungspfade/ Problemtypen
Personen-/ Fallorientierte Forschung
erklären Gesamtentwicklung und spezifizieren definierte Subgruppen
Subgruppen untersch. sich hinsichtlich ihres EW-Verlaufs bei einem best. Problem
bieten heuristischen Bezugsrahmen für Ableitung von Interventionsinhalten
==> Identifikation einzelner Entwicklungspfade z.B. innerhalb des Bio-psycho-sozialen Entwicklungsmodells einer best. Erkrankung
(Interindividuelle Unterschiede: Weg zu persistent delinquentem Verhalten über schwieriges Temperament --> Ablehnung durch Peers vs. Genetische Faktoren --> verzerrte Infoverarbeitung)
Problem:
Identifikation von Typen schwierig --> Existenz von Mischtypen (z.B. Komorbidität)
Card 83
Question
Programmtheorie - Ätiologische Theorien kurzer bis mittlerer Reichweite
Überblick [3]
Probleme [2]
Answer
Ätiologische Theorien kurzer bis mittlerer Reichweite
hfg. GruLa von Interventionstheorien im klinischen Bereich (z.B. Theorie der Depression v. Beck)
erklären spezif. Elemente eines Entwicklungs-/ Ätiologiemodells
Ableitung von Interventionsinhalten direkt mgl.
Probleme:
Theorien müssen empirisch geprüft sein
enthaltene Konstrukte müssen veränderbar sein
Card 84
Question
Programmtheorie - Beurteilungskriterien für Risiko-/Schutzfaktoren, Entwicklungsmodelle/Ätiologische Theorien
Answer
Beurteilungskriterien für Risiko-/Schutzfaktoren, Entwicklungsmodelle/Ätiologische Theorien
überzeugender empir. Nachweis einer Risiko-/ Schutzfaktorenwirkung
mind. Überlegungen, besser empir. Nachweis/ gestützte Theorie der Wirkweise von Risiko- & Schutzfaktoren
überzeugende Einordnung in Gesamtkonzept der EW
Ätiologische Faktoren unwichtig wenn:
nicht durch Intervention zugänglich (z.B. Genetik) oder rel. stabil
Zeitpunkt der Wirkung lang zurück liegt/ Wirkung irreversibel
Card 85
Question
Programmtheorie - Bedingungen positiver Entwicklung
Beschreibung
Ziel
Problem
Answer
Ansätze positiver Entwicklung spezifizieren notwendige Elemente einer gesunden Entwicklung (Salutogenese)
Interventionsinhalte unmittelbar ableitbar (Soziale Kompetenz führt zu Salutogenese ==> Soziale Kompetenz fördern)
Ziel:
Allgemeine Förderung der EW
Problem:
relativ unspezifischer Ansatz
Card 86
Question
Programmtheorie - Modell der Developmental Assets (Beispiel für Ansätze positiver EW)
Faktoren [2]
Facetten [4]
Answer
Developmental Assets
Internal Assets
Lernbereitschaft, Leistungsmotivation
Positive Werte (Gleichheit, Ehrlichkeit)
Soziale Kompetenzen (Konfliktlösung)
Positive Identität (z.B. Kunst, Freunde, Musik)
==> Internal Assets meist Ansatzpunkt von Interventionen
frontal, interaktiv, selbstgesteuert, offen vs. strukturiert
Rolle des Interventions-Administrators
aktiv vs. passiv
Zeitliche Struktur der Interventionseinheiten
Aufeinanderfolgen von Methoden, Phasen
bspw. Aufwärm-, Wiederholungs- oder Entspannungsphasen
Abfolge der Einheiten
z.B. aufeinander aufbauend, Baukastenprinzip
Gestaltung des Settings
Grundvoraussetzungen, natürliches vs. geschaffenes Setting
Einbezug von Materialien
z.B. Identifikationsfiguren, Tagebücher etc.
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