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Psychologische Intervention

Discover Psychologische Intervention : 144 flashcards with questions and answers.

Subject
Humanities / Psychology
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 81

Question

Programmtheorie - 2. Bereichsspezifische Risiko- und Schutzfaktoren (Entwicklungspsychopathologie)

  • Beispiele (Biologisch, Psychologisch, Sozial) [3]
  • Probleme [2]

Answer

Bereichsspezifische Risiko- und Schutzfaktoren 

Biologisch

  • genetische Prädispo 
  • Geschlecht 
  • bio-psychologische Parameter (Cortisol, HRV) 

Psychologisch 

  • Impulsivität
  • Soziale Kompetenz
  • Intelligenz  

Sozial

  • niedriger SöS
  • Psychopathologie der Eltern 
  • kritische Lebensereignisse 

Probleme:

  • meist nur geringe Korrelationen mit Problem (~.20)
  • selbst wenn Kausalität gegeben und Faktor veränderbar durch niedr. Korr. nur geringe Beeinflussbarkeit 

Card 82

Question

Programmtheorie - Entwicklungspfade/ Problemtypen 

  • Überblick [3]
  • Problem [1]

Answer

Entwicklungspfade/ Problemtypen 

  • Personen-/ Fallorientierte Forschung 
  • erklären Gesamtentwicklung und spezifizieren definierte Subgruppen 
    • Subgruppen untersch. sich hinsichtlich ihres EW-Verlaufs bei einem best. Problem 
  • bieten heuristischen Bezugsrahmen für Ableitung von Interventionsinhalten

==> Identifikation einzelner Entwicklungspfade z.B. innerhalb des Bio-psycho-sozialen Entwicklungsmodells einer best. Erkrankung 

(Interindividuelle Unterschiede: Weg zu persistent delinquentem Verhalten über schwieriges Temperament --> Ablehnung durch Peers vs. Genetische Faktoren --> verzerrte Infoverarbeitung)  

Problem:

  • Identifikation von Typen schwierig --> Existenz von Mischtypen (z.B. Komorbidität) 

Card 83

Question

Programmtheorie - Ätiologische Theorien kurzer bis mittlerer Reichweite 

  • Überblick [3]
  • Probleme [2]

Answer

Ätiologische Theorien kurzer bis mittlerer Reichweite 

  • hfg. GruLa von Interventionstheorien im klinischen Bereich (z.B. Theorie der Depression v. Beck) 
  • erklären spezif. Elemente eines Entwicklungs-/ Ätiologiemodells 
  • Ableitung von Interventionsinhalten direkt mgl.

Probleme:

  • Theorien müssen empirisch geprüft sein 
  • enthaltene Konstrukte müssen veränderbar sein 

Card 84

Question

Programmtheorie - Beurteilungskriterien für Risiko-/Schutzfaktoren, Entwicklungsmodelle/Ätiologische Theorien

Answer

Beurteilungskriterien für Risiko-/Schutzfaktoren, Entwicklungsmodelle/Ätiologische Theorien

  1. überzeugender empir. Nachweis einer Risiko-/ Schutzfaktorenwirkung 
  2. mind. Überlegungen, besser empir. Nachweis/  gestützte Theorie der Wirkweise von Risiko- & Schutzfaktoren 
  3. überzeugende Einordnung in Gesamtkonzept der EW
  4. Ätiologische Faktoren unwichtig wenn: 
    1. nicht durch Intervention zugänglich (z.B. Genetik) oder rel. stabil 
    2. Zeitpunkt der Wirkung lang zurück liegt/ Wirkung irreversibel

Card 85

Question

Programmtheorie - Bedingungen positiver Entwicklung

  • Beschreibung 
  • Ziel 
  • Problem 

Answer

  • Ansätze positiver Entwicklung spezifizieren notwendige Elemente einer gesunden Entwicklung (Salutogenese)
  • Interventionsinhalte unmittelbar ableitbar (Soziale Kompetenz führt zu Salutogenese ==> Soziale Kompetenz fördern) 

Ziel:

  • Allgemeine Förderung der EW

Problem: 

  • relativ unspezifischer Ansatz 

 

Card 86

Question

Programmtheorie - Modell der Developmental Assets (Beispiel für Ansätze positiver EW) 

  • Faktoren [2]
  • Facetten [4]

Answer

Developmental Assets

Internal Assets

  1. Lernbereitschaft, Leistungsmotivation 
  2. Positive Werte (Gleichheit, Ehrlichkeit) 
  3. Soziale Kompetenzen (Konfliktlösung) 
  4. Positive Identität (z.B. Kunst, Freunde, Musik) 

==> Internal Assets meist Ansatzpunkt von Interventionen 

External Assets: 

  1. Support (Familie, Schule) 
  2. Empowerment (Wertschätzung)
  3. Bindungen (Familie, Peers, Soziale Modelle & Vorbilder) 
  4. Kreative Freizeit 

Card 87

Question

Programmtheorie - Bisherige Interventionen und Interventionsforschung 

Aus welchen Fragen zu bisherigen Interventionen kann man die Inhalte für die Interventionsforschung ableiten?

  • Fragen [5]
  • Problem [1]

Answer

Aus welchen Fragen zu bisherigen Interventionen kann man die Inhalte für die Interventionsforschung ableiten?

  1. Welche Interventionn gibt es bereits? Was wurde beabsichtigt? 
  2. Welche Interventionen haben sich bewährt? 
    • Effektstärken in Meta-Analysen 
  3. Welche Elemente sollten übernommen werden? 
  4. Welche Anpassungen sind nötig und möglich? 
    • z.B. unwirksame Teilaspekte, spezif. Klientel 

==> Ableitung von Inhalten i.d.R. unmittelbar möglich 

Problem: 

  • Daten müssen verfügbar sein 

Card 88

Question

Interventionstheorie (WIE) - Grundlegende Annahmen zum Einfluss zielgerichteten professionellen Handelns [4]

WAS SIND 4 GRUNDLEGENDE ANNAHMEN ZUM EINFLUSS ZIELGERICHTETEN PROFESSIONELLEN HANDELNS?

Answer

  1. Vier Grundeinheiten: Timing, Intensität (z.B. Länge der Int.), Methode, Didaktik (z.B. Setting) 
  2. Grundvoraussetzungen bei Interventionsadministrator*innen (Ausbildung, prof. Kompetenzen) 
  3. Rahmenbedingungen & Implementationsqualität (tats. Umsetzung der Intervention in Praxis) 
  4. Implikationen für Interventionsentwicklung & -durchführung 

Card 89

Question

Interventionstheorie - 1. Grundeinheiten - Timing 

  • korrespondiert mit? [2]
  • Beispiel [1]

Answer

1. Timing (altersbezogener Beginn, sit. Gelegenheiten) 

  • korrespondiert v.a. mit entwicklungsbezogenen Überlegungen und mit Art der Intervention (Präv, Thera, Reha) 
  • z.B. Drogenprävention in welchem Alter oder in welchem Stadium des (Risiko-) Konsums? 
    • Orientierung an EW-Stand

Card 90

Question

Interventionstheorie - 1. Grundeinheiten - Intensität 

  • Überblick 
  • Zusammenhang mit Effektivität 
  • Alternative Bereitstellungs- und Intensitätsmodelle [4]

Answer

Intensität 

  • (Gesamtdauer, Frequenz, Dauer der Sitzungen) 
  • bislang kaum Forschung hierzu 
  • keinesfalls intuitiver Zusammenhang mit Effektivität (sinkende Motivation, Verhältnis Aufwand/ wahrgenommener Ertrag)  
    • optimale Intensität bei mittlerer Anzahl an Einheiten (5-10) 
    • jedoch auch abh. vom Interventionskonzept und verfügb. Ressourcen 

Bereitstellungs- und Intensitätsmodelle:

  1. kontinuierlich-entwicklungsbegleitend
  2. intensiv-punktuell
  3. intensiv-phasenbezogen
  4. zyklisch (mit intensivem Beginn)

 

Card 91

Question

Interventionstheorie - 1. Grundeinheiten - Methodik

  • Beispiele [3] (sehr allgemein) 

Answer

Methoden (Art der interventiven Arbeit) 

  • breite Palette methodischer Vorgehensweisen/ Techniken mit untersch. Klassifikationssystemen und -level
    • Menschliche Kommunikation und Interaktion 
    • Methodische Typen (Aufklärung, Beratung, Training, Psychotherapie, Krisenintervention)
    • Spezielle methodische Einzeltechniken (z.B. Rollenspiel, Konfrontation) 

Card 92

Question

Interventionstheorie - Menschliche Kommunikation und Interaktion 

Pragmatische Axiome menschlicher Kommunikation (Watzlawik) [6]

Answer

Pragmatische Axiome menschlicher Kommunikation (Watzlawik) 

  1. man kann nicht nicht kommunizieren
  2. Jede Kommunikation hat Inhalts- und Beziehungsaspekt 
    1. sowie Selbstoffenbarungs- und Appellaspekt 
  3. Natur einer Beziehung ist durch Kommunikationsabläufe beider Partner geprägt (Art der Interaktion) 
  4. Menschliche Kommunikation bedient sich: 
    1. digitaler Modalitäten (Sprache) 
    2. analoger Modalitäten (non- und paraverbal)
  5. Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder:
    1. symmetrisch (Gleichheit der Interaktionspartner) 
    2. komplementär (auf Unterschiedlichkeit) 
  6. Paradoxe Kommunikation und Teufelskreise der Interpunktion
    1. sei spontan-Paradoxie) 
    2. Meta-Kommunikation als Lösung kommunikativer Probleme 

Card 93

Question

Interventionstheorie - Soziale Interaktion 

  • Personenwahrnehmung und Einschätzungsverzerrungen - Beispiele [4]

Answer

Personenwahrnehmung und Einschätzungsverzerrungen

  1. Primacy/ Recency Effekte
  2. Halo Effekte 
  3. implizite oder subjektive Theorien 
  4. stabile Einstellungsmuster (z.B. Vorurteile) 

Card 94

Question

Interventionstheorie - Soziale Interaktion 

  • Persuasive Kommunikation
    • Bedingungen und Befunde [5]
    • Modell nennen [1]

Answer

Persuasive Kommunikation

= Kommunikation, die auf Einstellungsänderung ausgerichtet ist 

  1. Aufmerksamkeit und Motivation notwendig, sonst Qualität der Argumentation nicht bedeutsam (Elaboration-Likelihood-Modell) 
  2. bei geringer Aufmerksamkeit werden Oberflächenmerkmale der Kommunikation wichtiger (z.B. Glaubwürdigkeit und Attraktivität) 
  3. Grad der Bedrohung der Identität des Empfängers (z.B. Elterntraining könnte Identität als Eltern gefährden) 
  4. Art der Botschaften (indirekte Botschaften wirksamer) 
  5. Doppelseitige Argumentation wirksamer 

 

Card 95

Question

Interventionstheorie - Soziale Interaktion 

  • Persuasive Kommunikation
    • Elaboration-Likelihood-Modell (Petty et al., 1986)
      • Wege der Persuasion [2]

Answer

Elaboration-Likelihood-Modell

Zwei Wege: 

  1. Zentraler Weg der Persuasion -> Motivation und Aufmerksamkeit vorhanden 
  • Peruasion über Qualität der Argumente
    ==> langanhaltende, veränderungsresistente Einstellungsänderung 
  1. Peripherer Weg der Persuasion -> Keine Motivation und Aufmerksamkeit vorhanden 
  • Persuasion über überzeugende periphere Hinweisreize ==> vorausgehende Einstellungsänderung, anfällig für weitere Veränderung

Card 96

Question

Interventionstheorie - Soziale Interaktion 

  • Merkmale Professioneller Kommunikation [4]

Answer

Merkmale Professioneller Kommunikation

  1. Klare Rollenverteilung (bds. Erwartungen an Interaktion & Kommunikation) 
  2. Klare Aufgabenverteilung (entspr. der Rolle formulierte Handlungsziele) 
  3. zumeist komplementäre Beziehung und Interaktionsmuster (selten symmetrisch) 
  4. Formale, z.T. Rechtlich verankerte Rahmenbedingungen (institut. Hintergrund [Ausbildung], besondere Strukturierung nach Raum/ Zeit) 

Card 97

Question

Interventionstheorie - Breitbandmethoden Psychologischer Intervention (einf gängige Methoden wie PT) 

  • nennen [6]
  • kurz erklären 
  • Beispiel nennen (konkrete Anwendung/ Methode) 

Answer

Breitbandmethoden Psychologischer Intervention

  1. Aufklärung 
    1. Veränderung kognitiver Repräsentationen/ Psychoedukation 
    2. z.B. über Gesundheitsverhalten in Schule 
  2. Beratung 
    1. Verbesserung der Handlungsgrundlagen
    2. Informationsvermittlung v.a. bzgl. Handlungswissen 
    3. z.B. Schwangerschafts-, Erziehungsberatung 
  3. Training 
    1. Veränderung/ Einüben konkreten Verhaltens
    2. z.B. mentales Training (Kompetenzerwerb)
  4. Psychotherapie 
    1. Aktive Problembewältigung 
    2. Nutzung unterschiedlichster Techniken & Methoden 
    3. z.B. einsichts- oder bewältigungsorientiert 
  5. Umgebungskontrolle 
    1. Sicherung psychosozialer/ materieller und sozio-kultureller Grundgüter 
    2. z.B. Verbesserung der Wohnsituation, Unterstützung bei Antrag von Sozialleistungen 
  6. Krisenintervention 
    1. Hilfe bei kritischen Lebensereignissen 
    2. z.B. Stabilisierung, Aktivierung sozialer Ressourcen 

Card 98

Question

Interventionstheorie - Methoden und Strategien der Intervention

  • Einfluss auf individuelles Verhalten und Grad der Zielerreichung

Answer

Methoden und Strategien der Intervention – Einfluss auf individuelles Verhalten und Grad der Zielerreichung

​

Card 99

Question

Interventionstheorie - Klassifikation psychologischer Methoden [2.3]

 

Answer

Klassifikation psychologischer Methoden 

  • Einzelmethodiken
    • Wissensorientierte Verfahren (über Gespräche, Informations- und Aufklärungsmaterial) 
    • Übende Verfahren (Rollenspiel, Exposition, erfahrungsbasiertes Lernen) 
    • Bewältigungsorientierte Verfahren (sokratischer Dialog, Konfrontation, kognitive Umstrukturierung) 
  • Weitere Klassifikationen 
    • verbale vs. handlungsorientierte 
    • individuelle vs. systemische 
    • aktive vs. passive 

Card 100

Question

Interventionstheorie - Didaktik 

  • Aspekte [6]
  • Beispiele 

Answer

Aspekte:

  1. Art der Administration 
    1. frontal, interaktiv, selbstgesteuert, offen vs. strukturiert  
  2. Rolle des Interventions-Administrators 
    1. aktiv vs. passiv
  3. Zeitliche Struktur der Interventionseinheiten 
    1. Aufeinanderfolgen von Methoden, Phasen 
    2. bspw. Aufwärm-, Wiederholungs- oder Entspannungsphasen 
  4. Abfolge der Einheiten 
    1. z.B. aufeinander aufbauend, Baukastenprinzip
  5. Gestaltung des Settings 
    1. Grundvoraussetzungen, natürliches vs. geschaffenes Setting 
  6. Einbezug von Materialien 
    1. z.B. Identifikationsfiguren, Tagebücher etc. 

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