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Psychologische Intervention

Discover Psychologische Intervention : 144 flashcards with questions and answers.

Subject
Humanities / Psychology
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 101

Question

Interventionstheorie - Grundvoraussetzungen beim Interventions-Administrator 

  • Grundvoraussetzungen [3]
  • Facette [3 bzw. 4]

Answer

Grundvoraussetzungen beim Interventions-Administrator 

  1. Ausbildung & Erfahrung 
    1. Erklärungswissen (Theorien) 
    2. Handlungswissen (Theorien + Übung) 
    3. Handeln (Übung) 
  2. Inhalte des Erklärungs- & Handlungswissens
    1. allg. EW-Wissen 
    2. Wissen über Methodik & Didaktik 
    3. GruLa menschl. Kommunikation & Interaktion 
  3. Persönliche Kompetenzen (Handeln) 
    1. prof. Handlungskompetenzen (Umsetzung von Interventionsmethoden) 
    2. Soziale Kompetenz 
    3. Drei Grundlagenbedingungen psychologischer Experten n. Rogers: 
      1. Empathie 
      2. unbedingte pos. Wertschätzung 
      3. Kongruenz/ Echtheit 
    4. Aufbau einer tragfähigen Arbeitsbeziehung 

Card 102

Question

Interventionstheorie - Rahmenbedingungen und Implementationsqualität 

  • Phasen der Etablierung von Implementationssystemen [3]

Answer

Phasen der Etablierung von Implementationssystemen 

  1. Einstiegsphase 
    1. Need- und Readiness-Assessment
    2. Schaffung von Implementationsvoraussetzungen (Verantwortlichkeiten, Training) 
  2. Aufbau einer Implementationsstruktur 
    1. Teambildung
    2. Implementationsstrategie 
  3. Monitoring und Feedback 
    1. Unterstützung und Supervision 
    2. Prozessevaluation 
    3. Qualitätssicherung 

Card 103

Question

Interventionstheorie - Rahmenbedingungen und Implementationsqualität 

  • Implikationen für die Interventionsentwicklung [5]

Answer

  1. theoretische/ empirische Begründung von Interventionsintensität, -methoden und -didaktik bedeutsam (jedoch kaum erforscht)
  2.  Wissen über grundl. Kompetenzen in zwischenmenschl. Kommunikation & Interaktion 
  3. Nutzung eines breiten Spektrums methodischer Handlungsalternativen und didaktischer Varianten (bestenf. klientenorientiert) 
  4. Prof. Erfahrung, Soziale Kompetenz, Lebenserfahrung nicht durch Wissen ersetzbar
  5. Implementationsgüte abh. von vielfältigen Faktoren und beeinflusst Effektivität 
    1. desh. Implementationskonzept inkl. Readiness (Analyse der Bereitschaft)
    2. kontinuierliche Überprüfung der Umsetzung (QS) 

Card 104

Question

Systematische Evaluation - Empirische und praktische Bewährung 

  • Wirksamkeitsbegriffe [3]

Answer

Wirksamkeitsbegriffe

  1. efficacy 
    1. nachgewiesene Wirksamkeit in hochwertigen wissensch. Untersuchungen (Labor, artifizielle Umgebung) 
  2. effectiveness 
    1. nachgewiesene Wirksamkeit in praktisch repräsentativen Settings (reale praktisch relevante Kontexte) 
  3. dissemenation 
    1. Wirksamkeit nach Verbreitung/ Implementation in soziale Versorgungssysteme (sehr selten) 

==> Wirksamkeit abfallend (efficacy > effectivenes > dissemenation) 

Card 105

Question

Systematische Evaluation - Methodische Grundfragen der Evaluation [6]

Answer

Methodische Grundfragen der Evaluation

  1. Fragen der Untersuchungskonzeption (Design)
  2. Stichprobenfragen (Repräsentativität, Selektion)
  3. Fragen der Interventionsdurchführung (Implementation)
  4. Fragen der Effektmessung (Breite der Wirkungen)
  5. Zusammenfassende methodische Bewertung (Validität)
  6. Zusammenfassende Ergebnisbewertung
    1. Meta-analytische Daten
    2. Verzeichnisse wirksamer Interventionen

==> Erfolgsbilanz stark abh. von zugrundeliegenden Kriterien 

 

Card 106

Question

Systematische Evaluation - Ergebnisse meta-analytischer Studien

  • Effektstärken Universelle Prävention, Gezielte Prävention, Psychotherapie & Rehabilitation (efficacy, effectiveness, dissemenation) 

Answer

Card 107

Question

Systematische Evaluation - Effektstärken Interpretationshilfen 

 

Answer

Effektstärken Interpretationshilfen 

Card 108

Question

Systematische Evaluation - Übersicht zu Ergebnissen psychologischer Intervention
Allgemeine Ergebnisse (Lipsey & Wilson, 1993)

  • Überblick 
  • Ergebnis 

Answer

Übersicht zu Ergebnissen psychologischer Intervention
Allgemeine Ergebnisse (Lipsey & Wilson, 1993)

  • Zsmf. von 302 Meta-Analysen 
  • d= .50 
  • alle mgl. Formen von Interventionen (PT, Beratung, Prävention, Frühförderung) 

 

Card 109

Question

Systematische Evaluation - Metaanalytische Ergebnisse zu Präventionsmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen (Beelmann, 2006, 2016)

  • grob Effektstärken oder Rangreihe der versch. Interventionsmaßnahmen kennen (barplot) 

Answer

Rangreihe Effektstärken: 

  1. Sexuellem Missbrauch
  2. Externalisierenden Problemen
  3. Allg. Entwicklungsförderung 
  4. Internalisierende Probleme --> geringe Effektstärken 
  5. Drogen --> sehr geringe Effektstärken 

==> Insg. große Variabilität 

 

Card 110

Question

Systematische Evaluation - Wirksamkeit nach Art der Prävention

  • Universell, selektiv, indiziert 

Answer

  • Selektive Prävention --> größter Effekt auf Post-Prävention 
  • Universelle Prävention --> niedriger (weil nicht alle betroffen) 

Card 111

Question

Empirische und praktische Bewährung - Ergebniszusammenfassungen - Review Organisationen

  • Beispiele [2]

Answer

Review Organisationen 

  • Cochrane Collaboration (Medizin, Psychologie, Gesundheitswissenschaften) 
  • Campbell Collaboration (Psychologie, Sozialwissenschaften) 

==> Erstellung und Verbreitung qualitativ hochwertiger Ergebniszusammenfassungen mit strengen Begutachtungsverfahren  

Card 112

Question

Empirische und praktische Bewährung - Evidenzbasierte Verzeichnisse

Kriterien angeben für: 

  1. well-established Treatments [3]

(task force der APA) 

Answer

Well-Established Treatments 

  • mind. 2 gute experimentelle Gruppenstudien durch untersch. Forschungsgruppen, die Wirksamkeit durch folgende Strategien nachweisen: 
    • Medikamentöser oder anderer Behandlung oder Placebo überlegen 
    • Vergleichbar mit Wirkung einer bereits anerkannten Behandlung mit adäquater stat. Power (n > 30) 

oder

  • Große Anzahl von Einzelfallstudien (>9) mit demonstrierter Wirksamkeit und experimentellem Design und/oder Vergleich mit anderer Behandlung wie o.g. 

 

  • Studien müssen mit Treatment Manual durchgeführt worden sein 
  • Merkmale der Klientel müssen klar beschrieben sein 

Card 113

Question

Empirische und praktische Bewährung - Evidenzbasierte Verzeichnisse

Kriterien angeben für: 

  1. Probably Efficacious Treatments [4]

(task force der APA) 

Answer

Probably Efficacious Treatments

  • Zwei Gruppenstudien, die zeigen dass Behandl. wirksamer als "Warteliste-Kontrollgruppe"

oder

  • Zwei Studien, die Kriterien für "well-established" erfüllen, aber nur durch eine Forschungsgruppe durchgeführt wurde oder eine gute experimentelle Studie 

oder

  • Mind. zwei gute experimentelle Studien, aber Heterogenität der Klientel

oder

  • kleine Anzahl von Fallstudien, die Kriterien für well-established erfüllen 

Card 114

Question

Empirische und praktische Bewährung - Levels of Evidence [5]

Answer

 Levels of Evidence

 

Level I - Meta-Analysis or systematic review of level II studies incl. quantitative analysis

Level II - study of test accuracy (double blinded, independent, valid reference standard) 

Level III-1 - pseudorandomized controlled trial 

Level III-2 - comparative study with concurrent controls 

Level IV - Case series with either post test or pretest/ posttest outcomes 

Card 115

Question

Grundlagen der Interventionsplanung - Konkrete Anwendung psych. Interventionen im Einzelfall [5]

(Anpassung von Beelmann's Modell auf den Einzelfall) 

Answer

  1. Individuelle Indikation (Legitimation der Maßnahmen) 
    1. Prognose- & Risikobeurteilung
    2. Screening & syst. Diagnostik  
  2. Veränderungsbezogen Rahmenbedingungen (EW-/ veränderungsbezogene Rahmenbed.)
    1. Entwicklungsdynamik 
    2. motivationale Ausgangsbedingungen  
  3. Inhaltliche Planung (Inhalte: Problem- & Förderbereiche) 
    1. Was soll verändert werden?
  4. Planung zur Durchführung und Implementation (Durchführung: Problem- & Förderbereiche) 
    1. Wie sollen die Ziele erreicht werden? 
  5. Umsetzung und Evaluation im Einzelfall/ Qualitätssicherung (konkrete Umsetzung & Eval.) 

Card 116

Question

Interventionsplanung in der Praxis

  • Drei Schritte [3.3 bzw. 3.4]

 

Answer

Interventionsplanung in der Praxis

  1. Screening/ Diagnostik (Erfassen von Basisparametern)  
    1. Identifikation relev. Gruppen & Personen (BZP?) 
    2. Personenbezogene (allg./ spezielle) Indikation 
    3. Feststellung des Vorinterventions-Zustandes & Erarbeitung von Interventionszielen 
  2. Implementation (Umsetzung der Intervention im Einzelfall) 
    1. Analyse des Handlungsfeldes (Auswahl geeign. Intervention, Festlegen der Umsetzungsbedingungen) 
    2. Schaffung günstiger Ausgangsbedingungen 
    3. Durchführung der Maßnahme indiv. Feinjustierung 
  3. Qualitätssicherung (Fortlaufende Kontrolle & Optimierung der Interv.-Implemetation und -erfolge ) 
    1. Überprüfung von Struktur-, Prozess und Ergebnisqualität 
    2. Supervision & Qualitätszirkel 
    3. Rückmeldung an Forschungskontexte 
    4. Förderung individueller prof. Qualität durch Fort- und Weiterbildungen 

Card 117

Question

Gesundheitsförderung und Prävention - Unterschiede zwischen Gesundheitsförderung & Prävention

Answer

Unterschiede zwischen Gesundheitsförderung & Prävention

--> Begriffe werden hfg. synonym verwendet, obwohl sie untersch. Konzepte & Strategien umfassen  

Card 118

Question

Gesundheitsförderung und Prävention - Kontinuität Health ease–Healthdisease (HE-DE-Konzept)

  • Schaubild

Answer

Card 119

Question

Gesundheitsförderung und Prävention - Definition Gesundheit (Franke) 

Answer

Definition Gesundheit (n. Franke; 2006)

  1. Störungsfreiheit 
    1. Abwesenheit von KH (v.a. im westlichen Medizinsystem) 
    2. Zustand der Schmerzfreiheit, nicht-behindertseins im Gebrauch der "Lebenskräfte" 
  2. Wohlbefinden 
    1. bekannteste Begriffsbestimmung (WHO, 1946)
    2.  Zustand vollst., körperlichen geistigen 6 sozialen Wohlbefindens, nicht nur Freisein von KH 
  3. Leistungsfähigkeit und Rollenerfüllung 
    1. Zustand optimaler Leistungsfähigkeitfür wirksame Erfüllung der Rollen & Aufgaben, für die es sozialisiert worden ist 
  4. Gleichgewichtszustand (Homöostase) 
    1. ​Zustand von Ausgeglichenheit, Ausgewogenheit & Gleichgewicht 
  5. Flexibilität (Heterostase) 
    1. Fähigkeit, mit Störungen aktiv umzugehen und sie zu überwinden

Card 120

Question

Gesundheitsförderung und Prävention - Salutogenesekonzept (Antonovsky) 

  • Zentrale Frage
  • Zwei grundannahmen 

Answer

Salutogenesekonzept (Antonovsky) 

Zentrale Frage

  • Was hält Menschen trotz Risiken & Belastungen gesund? 

Grundannahmen

  1. Krankheiten = normale Erscheinungen im Leben 
  2. Gesundheit-Krankheit-Kontinuum (HEDE-Kontinuum) 

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