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QM und Recht im RD

nicht nur für den NotSan relevant

Subject
Sciences / Medical science
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Definition Qualität

Answer

Beschaffenheit, Merkmale und Eigenschaften von Produkten oder Dienstleistungen zum Erfüllen der Anforderungen (die werden von unterschiedlichen Seiten (Kh, Träger, ich an mich selbst, Pat, Ärzte) gestellt)

Card 2

Question

Definition Qualitätsmanagementsystem inkl. 3 Säulen des QM-Systems

Answer

Maßnahmen zur Verbesserung von Dienstleistungen und Produkten

  • schriftlich fixierte Ordnungsysteme eines Unternehmen
  • dient dazu, Qualitätsansprüche zu erfüllen
     

3 Säulen des QM-Systems

  • regelt Verantwortlichkeiten und Befugnisse
    z. B. Organigram  (Organisationsstruktur=Aufbauorganisation) 
  • legt fest, wie einzelne Tätigkeiten auszuführen sind und wie diese ineinandergreifen
    (Verfahren und Prozesse=Ablauforganisation)
  • definiert, welches Personal, welche Anlagen, Einrichtungen, Techniken und Methoden eingesetzt werden (Mittel=Ressourcen)

Card 3

Question

Handlungsvorschriften
alle 5 nur aufzählen

Answer

  • SOP
  • Algorithmus
  • Richtlinie
  • Leitlinie
  • Empfehlung

Card 4

Question

Definition
Handlungsvorschrift
SOP
und rechtliche Besonderheit

Answer

  • formuliert vorgeschriebenen Ablauf als Arbeitsanweisung in Textform
     
  • schützt nicht vor zivilrechtlichen Angriffen
  • Maßnahmen geschehen immer unter Mitwirkung, auch wenn sie freigegeben sind, da der Arzt mitgewirkt hat

Card 5

Question

Definition
Handlungsvorschrift
Algorithmus
und rechtliche Besonderheit

Answer

  • grafische Darstellung des Ablaufs eines Arbeitsprozesses mit Verknüpfungen zu verschiedenen Möglichkeiten
     
  • schützt nicht vor zivilrechtlichen Angriffen
  • Maßnahmen geschehen immer unter Mitwirkung, auch wenn sie freigegeben sind, da der Arzt mitgewirkt hat

Card 6

Question

Definition
Handlungsvorschrift
Richtlinie

und Beispiele

Answer

  • haben Rechtsnormcharakter 
  • Herausgabe durch gesetzlich legitimierte Institutionen (z.B. RKI) oder Behörden
  • haben sehr hohen Bindungscharakter
  • häufig vom gemeinsamen Bundesausschuss entwickelt

    Beispiele:
  • Hilfsfristen
  • Ausrückeordnung

Card 7

Question

Definition
Handlungsvorschrift
Leitlinie

und Beispiel für präklinischen Bereich

Answer

  • definieren in Textform den aktuellen Stand der med. Versorgung, herausgegeben durch med. Fachgesellschaften
  • haben eine höhere Bindungswirkung 
  • werden klassifiziert in:

    S1: Handlungsempfehlung von mehreren anerkannten Experten

    S2: formaler Konsensprozess der Experten wird mit wissenschaftlich erarbeiteten Fakten unterlegt 

    S3: Konsens der Experten; Studien belegen Wirksamkeit der Handlungsempfehlung; daher sehr hohe Bindungswirkung
     
  • Beispiel: S3 Leitlinie Polytrauma

Card 8

Question

Definition
Handlungsvorschrift
Empfehlung

Answer

  • von fachkompetenten Personen / Vereinigungen oder Institutionen herausgegeben
  • haben eine geringe Bindungswirkung 
  • Fachgesellschaften (AHA, ERC) haben Empfehlungsklassen beschrieben:

    Klasse I: wird empfohlen, nach Evidenz und Expertenmeinung; Nutzen und Wirksamkeit gegeben

    Klasse IIa: Evidenz und Expertenmeinung zwar widersprüchlich, aber die Sachlage spricht eher für Nutzen und Wirksamkeit

    Klasse IIb: wird nicht empfohlen

    Klasse III: wird nicht empfohlen, eher schädlich

Card 9

Question

Ausbildungsziel nach NotSanG §4

Answer

  • allgemein anerkannter Wissenstand (rettungsdienstlich, med., wissenschaftlich)
  • Kompetenzen (fachlich, sozial, personal, methodisch)
  • Teamfähigkeit (notfallmed. Versorgung / Pat-Transport)
  • Einbeziehung einsatzbedingter Faktoren (Lebenssituation des Pat, Sit. am Einsatzort, Recht auf Selbstbestimmung des Pat.)

Card 10

Question

JuSchuG

Answer

Beschäftigungszeit:

  • Jugendliche dürfen nur in der Zeit von 06:00 bis 20:00 Uhr beschäftigt werden ==> keine Nachtdienste
  • keine Arbeit an Sonn- und Feiertagen
  • tgl. Höchstarbeitsdauer: 8 Stunden

Card 11

Question

MuSchuG

Answer

  • Beschäftigungsverbot aus div. Gründen (Gewicht, gef. Stoffe, Infektion, Gewalt gg. Mitarbeiter, Berufskrankheiten etc.)
  • Mutterschaftsurlaub: 6 Wochen vor und 8 bzw. 12 Wochen nach Geburt

Card 12

Question

MPG aktive Medizinprodukte ...

Answer

... (EKG, AED, Spritzenpumpe, Beatmungsgeräte, Kühlsysteme, Inkubatoren) unterliegen noch einmal speziellen Vorschriften ==> Einweisung muss im MP-Buch mit Unterschrift dokumentiert werden

Card 13

Question

Aufgabe ÄLRD nach NotSanG §4 Abs. 2 Nr. 2c

Answer

Er hat eine Organisations- und Überwachungsverantwortung bezüglich der heilkundlichen Maßnahmen der NotSan und gibt (nach Eignungsfeststellung) med. Maßnahmen und Medikamente über SOP und Algorithmen frei und trägt dafür eine Mitverantwortung.

Card 14

Question

StGB Entbindung von Schweigepflicht

Answer

Entbindung von Schweigepflicht bei

  • es liegt eine ausdrückliche Einverständnis des Betroffenen vor
  • es liegt die mutmaßliche Einwilligung des Betroffenen vor
  • es besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht (z.B. anzeigepflichtige Erkrankung, Kindeswohlgefährdung nach BundesKinderSchutzG)
  • es liegt ein rechtfertigender Notstand gemäß §34 StGB vor
  • es wird eine Straftat geplant, die nach §138 StGB anzeigepflichtig ist

Card 15

Question

KHG § 30 Abs. 1 (betreffend Zielklinik)

Answer

Das Krankenhaus ist verpflichtet, eine seiner Aufgabenstellung entsprechende Dienst- und Aufnahmebereitschaft zu gewährleisten. Unbeschadet der Aufnahmekapazität ist das Krankenhaus verpflichtet, Notfallpatienten zum Zwecke einer qualifizierten ärztlichen Erstversorgung aufzunehmen und gegebenfalls die anschließende Weiterleitung zu veranlassen.

Card 16

Question

Schmerzbehandlung

Answer

  • jeder Mensch mit Schmerzen hat einen Anspruch auf eine angemessene Schmerzbehandlung
  • inkl. sorgfältiger und umfassender Untersuchung der Schmerzursache sowie Diagnostik und Therapie unter Einschluss psychologischer, psychiatrischer und sozialer Aspekte
  • Anspruch auf Schmerztherapie basiert auf dem GG: Artikel 1 garantiert die Unantastbarkeit der Würde des Menschen und Artikel 2 das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit 
  • es besteht kein Anspruch auf Schmerzfreiheit, sondern nur auf eine Schmerzbehandlung

Card 17

Question

Finanzierungsmodelle im RD:

- wo geregelt

- welche 2 Modelle gibt es

Answer

Die Finanzierung des RD regelt das SGB V und das Landesrettungsdienstgesetz.

  • Submissionsmodell: Träger des RD schreibt aus, Kosten werden bei Zuschlag in Höhe des abgegebenen Angebotes finanziert
  • Konzessionsmodell: Träger des RD vergibt Leistung, Leistungserbringer rechnet direkt über erbrachte Leistungen mit Krankenkasse ab

Card 18

Question

Was ist Qualitätsmanagment im Rettungsdienst?

Answer

  • Qualitätssicherung
    - von Trägern verlangt
    - SGB V §135
  • Verbesserung der Versorgungsleistung
  • Erhöhung der Zufriedenheit von
    - Kunden
    - Mitarbeitern und Kooperationspartnern
  • Steigerung der Wirtschaftlichkeit
  • Handlungsvorschriften
  • Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter

Card 19

Question

Vorteile von Algorithmen

Answer

  • Rechtssicherheit (trotzdem Übernahmeverschulden)
  • Qualitätssteigerung
  • Qualitätsstandard
  • verlässliche Vorgaben (Ablaufplan)
  • Zeitersparnis
  • Handlungssicherheit
  • vereinfachte Arbeitsabläufe
  • Behandungssicherheit

Card 20

Question

Nachteile von Algorithmen

Answer

  • Routine schleicht sich ein
  • zum Teil unübersichtlich
  • starr geregelt
  • Abweichungen schwierig
  • deckt nicht alles ab
  • engt ein / individuelles Arbeiten wird eingeschränkt
  • regional unterschiedlich

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