Card 61
Question
Zuchtmethoden
Hybridzuchtprogramm
Vorteil
Answer
o systematische Zucht auf Kreuzungseignung
o mehrere Vater- und Sauenlinien
o Vermehrungszuchtbetriebe erzeugen die Elterntiere für die Mastferkel
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Zuchtmethoden
Hybridzuchtprogramm
Vorteil
o systematische Zucht auf Kreuzungseignung
o mehrere Vater- und Sauenlinien
o Vermehrungszuchtbetriebe erzeugen die Elterntiere für die Mastferkel
Zuchtmethoden
Hybridzuchtprogramm
Ablauf
o Basis Zuchtbetrieb: züchtet Eberlinie A und C sowie Sauenlinie B und D
o Vermehrungsbetrieb: kreuzt A x B und C x D
o Ferkelerzeuger: kreuzt Kreuzungseber AB x Kreuzungssau CD
▪ AB: Mastleistung, Konstitution, Magerfleischanteil, Flesichqualität
▪ CD: Fruchtbarkeit, Aufzuchtsleistung, Mastleistung, Schlachtleistung
o Mastbetrieb: mästet Mastferkel ABCD
▪ Sehr gute Mastleistung, hoher Magerfleischanteil, sehr gute Fleischqualität, besondere Stressresistenz, geringe Verluste
Zuchtmethoden
Herdbuchzucht
Vorteil
o Reinzuchtprogramm
o Zuchttiere für Zwei- und Dreirassenkreuzungen
o Ausnutzen von additiven Rassenpositionseffekten
Zuchtmethoden
Herdbuchzucht
Ablauf
▪ Selektion in mehreren Stufen (KO-System)
▪ 1. Stufe: Jungsau
▪ 2. Stufe: Zuchtleistung
▪ 3. Stufe: Zuchtsau
▪ 4. Stufe: Ebermutter
Zuchtmethoden
Herdbuchzucht
Art der Prüfungen
▪ Feldprüfungen im Betrieb oder bei der Auktion
▪ Stationsprüfungen auf Mastprüfanstalten (MPAs)
Zuchtmethoden
Herdbuchzucht
Zuchtleistung der Sauen
▪ lebend-, totgeborene, aufgezogene und abgesetzte Ferkel/Sau und Wurf
▪ zu leicht geborene Ferkel (< 1 kg Geburtsgewicht)
▪ Nutzungsdauer der Sau
▪ Akzessorische Schleimbeutel (Grad 0-3)
Zuchtmethoden
Herdbuchzucht
Selektion
Arten
Zuchtmethoden
Herdbuchzucht
Selektion
Geschwister- und Nachkommensprüfung
in MPAs
zw. 30-105 kg
Zuchtmethoden
Herdbuchzucht
Selektion
Prüfung von Jungsauen
• Eigenleistungsprüfung im Feld
• Gewichtbereich: 85-95kg
• Merkmale: Lebenstagzunahmen, Speck- und Muskeldickenmessung
• Zusammenfassung zu einem Zuchtwert
• Exterieurbewertung mindestens Note 4
Zuchtmethoden
Herdbuchzucht
Selektion
Prüfung von Jungebern
• Altersgrenze: 180-300Tage
• Zuchtleistung der Mutter
• MHS-Test: NN
• BLUP-Zuchtwert für Fleischleistung und Zuchtleistung
• Eigenleistungsprüfung (Auktion/Betrieb) (ELP)
o Lebenstagzunahmen
o Speckdicke, Muskeldicke
o Bemuskelung
• Kör-Zuchtert aus BLUP-ZW und ELP
• Äußere Erscheinung mit Mindestanforderungen
Zuchtmethoden
Herdbuchzucht
Selektion
Prüfung von Besamungsebern
• Erste Selektionsstufe: Auswahl von Prüfebern
o Kör-Zuchtwert
o Zuchtleistung der Mutter
o Äußere Erscheinung
o MHS-Test
• Zweite Selektionsstufe:
o Anomalienprüfung der Nachkommen (etwa 30 Würfe)
• Dritte Selektionsstufe: Nachkommensprüfung auf MPAs
o 8 Vollgeschwistergruppen
o Mastleistung
o Fleischleistung
o Fleischbeschaffenheit
• Weitere Selektionsstufen: jährliche Besamungserlaubnis
Schweinezucht
Zuchtunternehmen
Aufgaben
o Kreuzungszuchtprogramme
o Zuchttiere für Zuchtlinienkreuzung
o Ausnutzen von additiven Zuchtlinienpositionseffekten und Heterosiseffekten im Endprodukt und bei den Eltern
Schweinezucht
Zuchtpyramide
o Erst Zucht: in Herdbuch- /Basiszucht
▪ durch Züchtervereinigungen und Zuchtunternehmen
o dann Vermehrung: in Vermehrungsorganisation
o danach Produktion: Erzeugerringe/Erzeugergemeinschaften
▪ Ferkelerzeugung
▪ Schweinemast
o zum Schluss Vermarktung: Schlachtung, Vermarktung, Verarbeitung
o Kauf durch Konsument
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Einteilung
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Muskuläre /neuromuskuläre Defekte
Krankheiten
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Muskuläre /neuromuskuläre Defekte
Grätschen oder Spreizen der Saugferkel
Krankheitsbild
▪ angeborene Hypoplasie der Muskelfibrillen v. a. an Hintergliedmaße
▪ schwere Fälle: auch Vordergliedmaßen
▪ typische sitzende Haltung mit seitlich abgespreizten Gliedmaßen
▪ Selbstheilung möglich, Verluste durch Erdrücken und Kümmern
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Muskuläre /neuromuskuläre Defekte
Grätschen oder Spreizen der Saugferkel
Ursache
• Stress setzt Auslöseschwelle herab
• experimentell: Dexamethason oder Mykotoxine im Mais
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Muskuläre /neuromuskuläre Defekte
Grätschen oder Spreizen der Saugferkel
Genetik
• familiär, mehrere Genorte beteiligt
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Muskuläre /neuromuskuläre Defekte
Grätschen oder Spreizen der Saugferkel
Ähnliche Krankheiten
monogen autosomal rezessiv:
• Hinterhandparalyse: Kleinhirndegeneration, Missbildungen im Lumbosakralbereich, letal
• Progressive Myopathie: Abbau der Muskulatur in der Hinterhand
• Atrophie der kaudalen Oberschenkelmuskulatur meist einseitig, > 30 kg, keine Veränderungen in Muskulatur
• Arthrogryposen: Verkrümmung der Gliedmaßen, letal oder totgeboren
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Muskuläre /neuromuskuläre Defekte
Kongenitaler Tremor (Ferkelzittern)
Krankheitsbild
▪ Anzeichen: den ganzen Körper erfassendes Zittern, abgeschwächt beim Schlafen, Gliedmaßenzuckungen, Schütteln von Kopf und Rumpf, Myelindefekte im ZNS
▪ Symptome von Geburt an, spätestens 1-2 Tage pp
▪ Selbstheilung in 2-3 Wochen
▪ Komplikationen: Kümmern, Verluste durch Erdrücken
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