Card 41
Question
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
Stressstabilitätstest und warum
Answer
MHS-Test (Malignes-Hyperthermie-Syndrom-Test)
o Vermeiden von Tierverlusten, verminderter Fleischbeschaffenheit und Tropfsaftverlusten
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Schweinezucht
Selektionsmerkmale
Stressstabilitätstest und warum
MHS-Test (Malignes-Hyperthermie-Syndrom-Test)
o Vermeiden von Tierverlusten, verminderter Fleischbeschaffenheit und Tropfsaftverlusten
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
Stressauslöser und Vorraussetzungen
▪ Belastungen (Stressoren)durch Transport, Schlachtung und Umwelt
▪ Vermehrte anaerobe Glycolyse: lactatbildung
▪ Metabolische Acidose, Hypertermie
▪ Ungünstige anatomisch-pysiologische Vorraussetzungen:
• Kleines Herz
• Kreislaufverhältnisse ungünstig
• Muskelhypertrophie:
o Zunehmend weiße Muskelzellen (aerobe Glykolyse ungünstiger, Glycolyse durch Stress intensiver)
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
Folgen von MHS
▪ Lokal: Gewebszerstörung (vor allem in Rückemmuskeln)
▪ Herzkreislauf: Herzinsuffizienz, Lungenödem, Exitus
▪ Schlachtung: pH-Wert Abfall
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
MHS/ pH-Wert Abfall
Einteilung bei Schlachtung
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
MHS/ pH-Wert Abfall
PSE
pale, soft, exudativ
o Rascher pH-Abfall (unter 5,8 in nur 45 min)
o Wärmefreisetzung und niedriger pH-Wert: denaturierung der Proteine und Membranzerstprung
-> Flüssigkeitsaustritt, Aufhellung
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
MHS/ pH-Wert Abfall
RSE
reddish, soft, exudative
o Saures Fleisch (Hampshire Faktor)
o Langsamer aber stetiger pH-Abfall mit sehr nidrigen pH (unter 5,4)
o Erhöhte Glycogenreserven bei normalem Abbau: verrigertes Wasserbindungsvermögen
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
MHS/ pH-Wert Abfall
RSE
Erbgang
autosomal dominanter Gendefekt bei Hampshire und deren Kreuzungen
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
MHS/ pH-Wert Abfall
RFN
reddish, firm, non exudative
o Allmähliche pH-Senkung innerhlb 24h auf 5,6-6,0
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
MHS/ pH-Wert Abfall
DFD
dark, firm, dry
o Geringe pH-Senkung auf höher denn 6,3
o Fehlende Glycogenvorräte führen zu verminderter Milchsäurebildung
o Quellung der Muskelfibrillen: erhöhte Wasserbindung, höhere Festigkeit, Mehr O2 an Myoglobin gebunden
o Fader Geschmack, leimig, verminderte Haltbarkeit
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
MHS/ pH-Wert Abfall
normaler pH-Wert
• Lebendig: 7,0
• Schlachtkörper 5,6-6,0
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
MHS
Krankheitsbild
▪ schwere Komplikation beim Mensch bei Halothannarkose
▪ Erscheinung: Muskelspasmen, Hypertermie, Acidose, Herzstillstand
▪ Vorkommen: Mensch Schwein
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
MHS
Ursache
▪ C>T Missense-Mutation verursacht Mutation im Ryanodin-Rezeptor (mehr Ca-Freisetzung)
▪ Ryanodin-Rezeptor steuert Ca-Kanäle im sarkoplasmatischen Retikulum
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
MHS
Erbgang
monogen autosomal rezessiv
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
MHS
Genotypen
• NN: CC (stressresistent)
• NP: CT (stressresistent)
• PP: TT (stresslabil)
Schweinezucht
Selektionsmerkmale
Angeborene Anomalien
warum Selektion
o Vermindern von Ferkelverluste
o Anomalien Prüfung im Feld
Anforderungen an Zuchtsauen und Mastschweine
Je nach Verwendung sind die angestrebten Zuchtziele gegensätzlich
Zuchtsauen: viele Ferkel (geboren und aufgezogen), gute Milchleistung, lange Nutzungsdauer
Mastschweine: große tägliche Zunahmen, gute Futterverwertung, hoher Fleischanteil, gute Fleischbeschaffenheit
Zuchtmethoden
Einteilung
Zuchtmethoden
Kreuzungszucht
Vorteil
Erzeugung von Rassen und Zuchtlinienpositionseffekte und spezielle Kombinationseffekte von nicht-additiven Genwirkungen
Zuchtmethoden
Kreuzungszucht
Heterosis-effekt
▪ Der Hybride (F1-Tier) ist besser als der Durchschnitt aus beiden Eltern oder sogar besser als der bessere Elter
▪ Additive Zuchtlinienpositionseffekte: F1-Tier erreicht mittlere Leistung der Elter
▪ Additiver Rassenpositionseffet: zum ausgleichen von gegensätzlichen Merkmalen
Zuchtmethoden
Kreuzungszucht
Beispiele
o Pietrain (Eberrasse) x deutsche Landrasse (Sauenrasse)
▪ Man kombiniert hervorragender Schinken und hoher Magerfleischanteil mit hoher Fruchtbarkeit, sehr gute Mastleistung und beste Fleischbeschaffenheit
▪ Dadurch entsteht ein Mastschwein mit gutem Magerfleischanteil, guter Mastleistung und guter Fleischqualität
o Drei-Rassenkreuzung:
▪ (Edelschwein (Eberasse 1) x Deutsche Landrasse (Sauenrasse 1)) x Pietrain (Eberrasse 2)
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