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Uni Kassel FB11 SS24 G04 Tierethologie

Discover Uni Kassel FB11 SS24 G04 Tierethologie: 50 flashcards with questions and answers.

Subject
Sciences / Biology
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Nenne bitte 3 Beispiele für Unterschiede im Sehvermögen zwischen verschiedenen Tieren und Menschen. Welche für den Umgang mit den Tieren und deren Haltung? .

Answer

Rezeptorenzellen Farbspektrum:

Mensch hat 3 Zapfen, Rot Grün Blau--Huhn hat 4-5 Zapfen, sieht also UV Licht. Im Langwelligen Spektrum, Unterschiedliche Farbsicht könnte der Erkennung untereinander dienen oder der Futteraufnahme dienen. 

Haltung:

Natürliches Licht mit UV Anteil wahrscheinlich wichtig um Rangordnung und Erkennen von Artgenossen und Futterquellen, deswegen Naturlicht wichtig, Fenster Filtern UV. Ungefiltertes Licht oder Beleuchtungsquellen mit UV Anteil

 

Flicker-Auflösevermögen:

Mensch schafft 50Hertz, Vögel ca. 100Hertz, Bilder pro Sekunde

Haltung:

Leuchtstoffröhren verursachen Lichtblitze mit ca. 60Hertz, Geflügel nimmt das als An-Aus wahr und könnte stress verursachen, deswegen sind nur Hochfrequente Leuchtstoffröhren zulässig (nutztierhaltungsvo)

 

Sehschärfe und Objektwahrnehmung:

Mensch sieht auf dutzende Meter scharf, Kühe nur auf wenige Meter

Haltung:

Um stress zu vermeiden sollten objekte nicht plötzlich in den sichtbereich der tiere fallen und technische mittel sollten sich langsam bewegen, menschen auch. Sonst stress und fluchtreflex

 

Sichtbereiche:

Binokularer Bereich und Monookularer Bereich. Predatoren haben eher binokulare Bereich (Menschen) herdentiere haben einen monokularen Bereich und damit sog. Blinde Stellen. Kühe und Pferde

Haltung:

Schnelles annähern von hinten löst panik aus, langsames annähern wichtig um keinen stress auszulösen

 

Card 2

Question

Was sind Pheromone und welche 2 Typen gibt es? Nennen Sie bitte ein Beispiel, welche Wirkung von Pheromonen in der Tierhaltung Bedeutung haben kann.

Answer

- Pheromone sind Stoffe die der (meist) innerartlichen chemischen Kommunikation dienen

- Primer-Pheromone lösen physiologische Reaktione aus-->Eisprung des Schweins und syncronisation von Sauen durch Pheromone oder Ebergang

-Releaser Pheromone lösen Verhaltens-Reaktionen aus--> Torbogenhaltung und Anzeichen von Sexualverhlten (Bildung von Gruppen oder Brunftverhalten), GEfahren-Pheromone lösen Aufmerksameres Verhalten, Furchtverhalten (nervosität), längeres Beriechen aus

- Ebergeruch löst Eisprung bei Sauen aus-->Pheromone erregen den Eber-->Eber Zeigt Kieferpatschen und lässt pheromone frei-->diese pheromone führen zu einer duldung des aufspringens des Ebers Seitens der Sau

Card 3

Question

Was ist "Flehmen" und in welchen Situationen wird es vor allem gezeigt?

Answer

- Hochziehen der Lippe und Einsaugen des Luftstroms in das Vomeronasale Organ

- Halten der Luft dort, diese enthält Primer und Releaser Pheromone und damit wichtige Informationen

- Fortpflanzungsstatus von weiblichen Tieren kann erkannt werden (Hormone und Pheromone im Harn)

- Harn wird gekostet oder berochen

- Tritt vor allem in Situationen auf in denen weibliche Tiere auf männliche Tiere treffen, in Sozialen Situationen und bei Paarungsbereitschaft

- "Erfahrene Böcke decken ausschließlich Tiere im Östrus. Der Zykluszustand wird über das flehmen Erkannt. Pheromone die freigesetzt werden wenn das weibliche Tier Deckbereit ist befinden sich im Harn"

Card 4

Question

Erklären Sie bitte drei Lernformen und geben Beispiele, wo sie in der Nutztierhaltung eine Rolle spielen. Wann kommt es zu Fehlprägungen?

Answer

Prägung:

Bei der Prägung wird Reizen (auch vorher neutralen) irreversibel und dauerhaft, innerhalb sensibler Phasen der Entwicklung, eine Bedeutung zugewiesen. es führt zu einem sehr stabilen Lernergebnis (geringe Modifikation). Prägungsphasen können sich verlängern wenn kein passender Reiz vorhanden ist.

Nachlaufprägung (reizmodell oder nächstbester Reiz) genetisch gesetzte erwartungen müssen erfüllt sein und Sexuelle Prägung (wer oder was wird als potentieller Geschlechtspartner erkannt), Prägung von Mutterschafen auf bereits geborene Lämmer und nichtannahme des eigenen geborenen, Futterprägung 

 

Habituation:

Das Tier unterlässt (typischerweise angeborene) Reaktionen auf einen wiederkehrenden Reiz der keine Konsequenzen hat.

Zb. Reinigung und Pflege der Hufe bei Pferden, der reiz wird egaler. Ist allerdings reversibel und kann bei unangenehmen Erfahrungen und Konditionierungen übergehen.

Hunde haben keine Angst vor Autos bis sie überfahren werden.

 

Sensibilisierung:

Reaktionsbereitschaft wird bei wiederholter Reizdarbietung erhöht

 

 

Generalisierung:

Reaktion auf ähnliche Reize mit gleichen Reaktionsmustern

Ein Tier wird mit einem Stock geschlagen und greift Kinder an die mit Stöckern fechten üben, positive Behandlung seitens einer Person wird auf weitere Personen übertragen-->zutraulichkeit durch menschl. Kontakt in der Nutztierhaltung

Angst und gewöhnungsreaktionen werden übertragen

 

Desensibilisierung:

Ein Angst verursachender Reiz wird mit geringerer Intensität präsentiert und dann langsam wieder verstärkt

Zureiten von Pferden

 

Konditionierung (klassisch/operant)

 

Lernen durch Beobachten und Nachahmen

 

Lernen durch Einsicht

 

Lernen durch Versuch und Irrtum (in verbindung mit operanter Konditionierung)

Card 5

Question

Was ist der Unterschied zwischen angeborenem und erlerntem Verhalten? Nennen Sie bitte zwei Beispiele. Welche Tierschutzprobleme können bei Tierarten mit hoher Lernfähigkeit entstehen und welche bei solchen mit einer niedrigen?

Answer

Angeborenes Verhalten, das sich ohne offensichtlichen Umwelteinfluss entwickelt (Hormonpulse in der Gebärmutter beeinflusst späteres Verhalten auch wenn Geschlechttsverhalten schon festgelegt) beginnt mit der Reifung der Zygote und endet mit dem Tod des Organismus. Es wird Genetisch weitergegeben und die Anlage kann durch Selektion oder Domestikation weitergegeben werden. Dieser Reifungsprozess läuft unabhängig ab (Geburt, Kindheitsphase, Jugendphase, Reife mit den dazugehörigen Verhaltensmustern). Es muss keine Zeit aufgewendet werden damit angeborenes Verhalten die Fitness einer Art beeinflusst.

Erlerntes Verhalten ist Zeitaufwendiger. Erlerntes Verhalten tritt immer in Wechselwirkung mit der Umwelt auf, zwar beeinflusst es über Epigenetik auch das angeborene Verhalten aber niht sämtliche Verhaltensmerkmale manifestieren sich wieder in Angeborenem Verhalten. Adaptive Veränderung des Individualverhaltens aufgrund von Erfahrung

 

Angeborenes Verhalten:

Suche nach weichem und warmen Objekten eines Ferkels, was dort normalerweise eine Zitze findet um zu überleben

Erlerntes Verhalten:

Ältere Ferkel, die schon Kontakt mit Schweinezitzen hatten und gelernt haben, das mehr als wärme und ein weiches Gefühl dazugehört um eine Zitze auszumachen (geruch z.b.) beschäftigen sich nicht lange mit einer warmen wärmflasche und suchen statdessen die Muttersau

 

Hohe Lernfähigkeit:

Langes Leben mit einer hohen Lernnotwendigkeit-->Höhere Ansprüche an sich verändernde Reize und eine Interessante Reizvolle umgebung-->höhere chance auf Verhaltensstörungen. Höhere Brutführsorge und viel Lernen in Jugendphase (kann schwer aufgeholt werden-->Gruppenhaltung notwendig)

 

Niedrige Lernfähigkeit:

Begrenzte Möglichkeiten sich auf Veränderte Umweltbedingungen mit adaptiven Verhalten zu reagieren-->stressanfälligkeit und Tierwohlverletzung in unangepassten Haltungsbedingungen bis hin zum vorzeitigen Tod. Änderungen der Umwelt kann dazu führen das Tiere sterben (Truthähne finden neue Wasserquellen nicht und müssen hingeführt werden)

Card 6

Question

Was ist der Unterschied zwischen klassischer und operanter Konditionierung? Nennen Sie bitte jeweils ein Beispiel aus der Nutztierhaltung.

Answer

Klassische Konditionierung:

Lernform, bei der eine zufällige Verknüpfung zwischen einem bedingten und einem unbedingten Reiz hergestellt wird.

 

Operante Konditionierung:

Das Versuchstier lernt, eine bestimmte Verhaltensweise auszuführen, die bei entsprechend positiver Verstärkung die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten des erlernten Verhaltens erhöht.

 

- Der Unterschied besteht darin, das bei der klassischen Konditionierung festgesetzte Reaktionen auf festgesetzte Umweltreize fremdgekoppelt werden. Das funktioniert neutral. Bei der Operanten Konditionierung ist eine Bewertung des Individuums enthalten,denn es wird die Wahrscheinlichkeit eines gezeigten Verhaltens erhöht oder vermindert.

-->Klassische Konditionierung funktioniert solange unbedingte Reize zwingend eine unbedingte Reaktion auslösen

-->Für Operante Konditionierung ist eine Lernfähigkeit erforderlich

 

1. Beispiel für klassische Konditionierung

 

viel Futter auf dem Boden------------->vermehrten Scharren und Futtersuchen

unbedingter Reiz------------------------->unbedingte Reaktion

 

Wurfgeste o. Mensch------------------->Keine Reaktion (ev. vorher Habituation)

Neutraler Reiz

 

Mensch wirft Futter auf den Boden-->vermehrtes Scharren und Futtersuchverhalten

Neutraler Reiz+unbedingter Reiz----->unbedingten Reaktion

Verstärkung

 

Wurfgeste oder Mensch im Stall------>vermehrtes Scharren und Futtersuchverhalten

bedingter Reiz löst bedingte Reaktion aus

 

Operante Konditionierung:

Kraftfuttervergabe bei Betreten des Melkstandes erhöht, da Kraftfutter = Belohnung die Wahrscheinlichkeit das eine Kuh den Melkstand betritt. Das gewünschte Verhalten eigenständiges Betreten des Melkstandes wurde verstärkt

Card 7

Question

Welche Lernformen müssen und können auftreten, wenn eine Kuh lernt, an einem Futterautomaten zu fressen. Bitte erläutern Sie kurz die Lernvorgänge.

Answer

Habituation: Die Kuh muss lernen, auf die zunächst Furcht erregenden Eigenschaften des Futterautomaten (Geruch, Geräusche, Anblick), die aber keine negativen Konsequenzen für die Kuh haben, nicht mehr mit Furchtreaktionen zu reagieren.

Lernen durch Versuch und Irrtum (=operante Konditionierung, instrumentelle Konditionierung): Die Kuh muss die Futterstation spontan betreten und betätigen. Nachdem sie eine Belohnung erhalten hat (Futtergabe), wird sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie dieses Verhalten erneut zeigt, erhöhen. Zu vermeiden ist, dass sie dort eine Bestrafung erfährt (z.B. Stoß durch eine andere Kuh), dies würde die Wahrscheinlichkeit erniedrigen, dass sie die Station wieder betritt. Dieser Lernprozess kann durch den Halter, in kleinere Schritte unterteilt, aktiv unterstützt werden.

Klassische Konditionierung: Die Geräusche des Automaten bei der Futterzuteilung können mit dem unbedingten Reiz der Futterpräsentation zu einem bedingten Reiz verknüpft werden und so allein Speichelfluss bei der Kuh auslösen. So kann das Betätigen des Futterautomaten durch eine andere Kuh, genauer, die Geräusche, die dabei entstehen, die Kuh stimulieren, den Automaten aufzusuchen und zu betätigen.

Lernen durch Beobachten (soziales Lernen): Das Beobachten, dass andere Kühe die Futterstation betreten, kann die Kuh zur Nachahmung anregen, dort ebenfalls hinein zu gehen.

Card 8

Question

Was bedeutet Epigenese?

Answer

Ein breites Spektrum von Verhaltensweisen ist genetisch fixiert, aber es kommt im Verlaufe des LEbens des Individuums nicht zu einem Vollständigen ausleben aller Verhaltensweisen.

Card 9

Question

Was ist Habitation und wovon muss sie unterschieden werden?

Answer

Das Tier unterlässt (typisch angeborene) Reaktionen wenn der Reiz keine verstärkenden Konsequenzen hat.

(Nähe zu ruhigen MEnschen löst kein Fluchtreflex mehr aus-->Gehen negative Reize von dem MEnschen aus wird der Fluchtreflex wieder aktiviert-->Tier flieht)

 

Muss unterschieen werden von der sensorischen Adaption und Ermüdung

Card 10

Question

Wodurch wird unter natürlichen Bedingungen bedingt, ob sich bestimmte Merkmale in Populationen ausbreiten oder nicht?

Answer

- Unter den Individuuen einer bestimmten Art herrscht eine hohe genetische Variabilität

- Die genetische Variabilität+Umwelt bildet den Phenotyp (bestimmte Merkmale)

- Nicht alle Individuuen einer Art erreichen das Fortpflanzungsalter um Ihre Merkmale weiterzugeben

- Merkmale die zum Fortpflanzungserfolg beitragen erhöhen den Überlebenswert dieses Merkmals (logisch, da Weitergegeben wird was keinen Einfluss auf den Erfolg hat und das was Einfluss hat)

- Das Maß der Weitergabe von diesen Merkmalen hängt davon ab wieviel Sie zum Fortpflanzungserfolg beigetragen haben (könnte man auch Prozentual sehen; 30% Eckzähne und 7ß% Backenzähne z.b. weil viel gerissen wurde)

- der Überlebenswert eines MErkmals hängt auch von dem in der Umwelt gegebenen Selektionsdruck ab (vielleicht war ein zuvor erfolgreiches merkmal auf einmal hinderlich und die tröger verstarben)

 

- Alle Erbmerkmale zusammen mit ihrem Überlebenswert (Abhängig von Umwelteinflüssen) bestimmen dann die Fitness eines Individuums und folglich einer Population

- natürliche Selektion

Card 11

Question

Was ist Domestikation? Welche genetisch bedingten Unterschiede im Verhalten zwischen Haustieren und den Wildtiervorfahren sind zu erwarten? Nennen Sie außerdem bitte drei spezifische Beispiele für domestikationsbedingte Verhaltensänderungen.

Answer

- Vom MEnschen ausgeübte gesteuerte Selektion auf bestimmte MErkmale über mehrere Generationen hinweg. Der MEnsch selektiert dabei direkt durch Zuchtwahl und indirekt durch vorgabe der Umweltbedingungen. Führt zu morphologischen, physiologischen und ethologischen Veränderungen mit breiter Varianz einer Population

 

Genetische Unterschiede:

- quantitative Veränderungen von Intensität oder Häufigkeit bestimmtes Verhaltens oder physiologischer Vorgänge (Hyper-, Hypo-, Atrotrophe veränderungen)

- Verminderung der Selektivität bei der Reizerkennung

- Beibehaltung von Verhaltensmerkmalen der Jugendphase

-Verzögerung der Verhaltensentwicklung

- morphologisch bedingte Verhaltensänderungen

 

3 Beispiele:

Reduktion des Fluchtverhaltens und Abwehrverhaltens bei Rindern

Wechsel von Saisonalem zu Asaisonalem Brunftverhalten bei Rindern

Abnahme von Erkundungsverhalten und Intensität von Spiel oder Sozialverhalten bei hochleistenden Milchkühen durch erhöhung des Metabolismus und Eutergröße

Card 12

Question

Bitte erklären Sie, warum wir bei domestizierten Tieren weniger Tierschutzprobleme in der landwirtschaftlichen Haltung erwarten als bei Wildtieren.

Answer

Im Laufe der Domestikation haben aufgrund der direkten Selektion durch den Menschen und der indirekten Selektion aufgrund der Gefangenschaftsbedingungen nur die Tiere überlebt und sich erfolgreich fortgepflanzt, die mit diesen Bedingungen (große Nähe zu Menschen, zu Artgenossen, eingeschränkte oder geänderte Futterwahl usw.) zurechtkamen, so dass domestizierte Tiere im Schnitt eine angeboren größere Toleranz gegenüber Menschen, Artgenossen und potentiellen Stressoren besitzen.

Card 13

Question

Nennen Sie bitte fünf Funktionskreise des Verhaltens. Wozu wird die Einteilung in Funktionskreise vorgenommen und welche Probleme verbinden sich damit?

Answer

1. Ruheverhalten

2. Fortbewegungsverhalten

3. Mutter-Kind Verhalten

4. Fortpflanzungsverhalten

5. Sozialverhalten

6. Erkundungsverhalten

7. Eliminationsverhalten

8. Futteraufnahmeverhalten

9. Spielverhalten

10. Komfortverhalten

 

Dient der systematisierung des Verhaltens, gibt Auskunft über "natürliches" Verhaltensrepertoire sowie Intensität und Quantität. Dadurch werden Rückschlüsse auf Bedürfnisse und Haltungsempfehlungen gezogen und formuliert. Erkenntnisgewinn.

 

Eine Verhaltensweise  kann in unterschiedlichen Kontexten und Funktionskreisen gezeigt werden, eine klare Differenzierung ist daher Kontext und Zielabhängig

Wühlverhalten-->Nahrungssuche, Erkundungsverhalten, Sexualverhalten (Nestbau), Spielverhalten, Komfortverhalten (Suhle bauen), Ruheverhalten (Ruhenestbau)

Card 14

Question

Ordnen Sie bitte Rind, Schaf, Schwein, Huhn und Hund den Kategorien „Herbivoren, Carnivoren, Omnivoren“ zu. Wie spiegelt sich die Nahrungsgrundlage im Verhalten der Tiere?

Answer

- Be Herbivoren nimmt die Aufnahme von Futter aufgrund des geringen Energiegehalts von Pflanzen einen Großteil des Tages ein

- Relativ einförmiges Nahrungsverhalten (Pflanzen laufen nicht weg)

- Carnivoren nehmen viel Futter innerhalb von kurzer ZEit auf, die reine Aufnahme macht einen eher geringen Teil der Gesamtaktivität aus, die Beutesuche und Erkundungsverhalten nehmen einen größeren Teil ein und haben eine breite variabilität in ihrer ausprägung

- Omnivoren haben ein Vielfältiges Verhaltensrepertoire für Nahrungssuche, Manipulation und Aufnahme

- Eine zu kurze Nahrungsaufnahme kann zu gesundheitlichen Problemen führen

- Nahrungsgrundlage muss teils erlent werden und berührt damit auch sozialverhalten oder mutter-kind-Verhalten, je breiter das NAhrungsrepertoire ist umso mehr Zeit wird mit erlernen/beibringen von Nahrungsquellen verbracht

Card 15

Question

Welche Bedeutung hat das Erkundungsverhalten für unsere Nutztiere? Welche Probleme können entstehen, wenn es nicht angemessen ausgeführt werden kann?

Answer

- Explorationsverhalten dient dem Informationsgewinn über die Umwelt und sich selbst

Unterteilungen bzw. Motivationen:

1. Suchverhalten=Apetenzverhalten, zielgerichtete Suche nach geeigneten Stoffen, Reizen oder Strukturen welche der Stillung des entsprechenden BEdürfniss dienen. Motivation Hunger, Durst

2. Allgemeine Exploration

Spontane Erkundung von Neuem- dient dem Erhalt der Vorhersagbarkeit und kontrollierbarkeit sowie einem bestimmten sensorischen Input (belecken oder beriechen, betasten). Motivation ist die Erkundungsbereitschaft (Neugier) gegenteil ist Furcht 

 

Probleme:

- Verhaltensprobleme: umorientiertes exessives Verhalten in Reizarmer Umgebung mit Teils schwerwiegenden Verletzungen (SChwanzbeißen, Analmassage, kannibalismus, exessives Belecken und wund zufügung)

- Ist das Erkundungsverhalten oder Fortbewegungsverhalten eingeschränkt können Arttypische Verhaltensweisen teils garnicht gezeigt und ausgeübt werden

Card 16

Question

Wodurch wird das Ausscheidungsverhalten des Schweins beeinflusst?

Answer

- nähe zu Ecken oder Wänden

Schutzfnktion bei einnahme der sägebockhaltung

- weit entfernt vom Fressplatz

Hygienemanegement

- nähe zu Artgenossen

Dominanz und Abgrenzungsverhalten, Sozialverhalten

- Nähe zu Feuchtigkeit und plätschernden Wasser/Urin von Artgenossen

Feuchte Stellen taugen nicht zum liegen, deswegen kotstelle

- Auf bereits bekotete Stellen wird aufgekotet

Card 17

Question

Welche Argumente sprechen dafür oder dagegen, Fortbewegungsverhalten als eigenen Funktionskreis anzusehen?

Answer

Pro: Werden Tiere länger an Fortbewegung gehindert, zeigen sie, sobald wieder die Gelegenheit besteht, stark gesteigerte Fortbewegung, was dafür spricht, dass sich eine entsprechende Motivation „angestaut“ hat; sie also unter diesen Bedingungen ein Bedürfnis für Bewegung entwickeln.

Contra: Unter den übrigen Bedingungen ist es fraglich, ob das Fortbewegungsverhalten als ein eigener Funktionskreis angesehen werden kann, da das Verhalten in der Regel eben nicht primär der Fortbewegung dient, sondern die Motivation dahinter auf andere Funktionen zielt, z.B. auf Spiel, Nahrungsaufnahme, Erkundung oder Paarungsbereitschaft. Der Selektionsdruck im Laufe der Evolution bestand zu einem großen Teil darin, mit knappen Energieressourcen umzugehen. Die Tiere haben überlebt und sich fortgepflanzt, die sparsam mit der verfügbaren Energie umgehen konnten. Für die Haltung im Stall bedeutet das, dass Tiere sich möglichst energiesparend verhalten. Es muss ihnen ein Bewegungsanreiz (aus einem der anderen Funktionskreise) gegeben werden, um eine ausreichende körperliche Konditionierung zu erreichen.

Card 18

Question

Was ist Komfortverhalten? Nennen Sie bitte drei verschiedene Beispiele sowie einige Faktoren, die die Ausübung von Komfortverhalten beeinflussen können. (Einige wenige Aspekte habe ich in dieser Einheit noch nicht angesprochen; sie kommen noch. Aber im Wesentlichen müssten Sie die Frage beantworten können.)

Answer

- Vielzahl unterschiedlicher Verhaltensweisen, die dem Erhalt der körperlichen Homöostase und Schadensvermeidung dienen

- unmittelbar zu einer Steigerung des Wohlbefindens beitragen

-keinem anderen Funktionskreis zugeordnet werden können

- Stressregulation

 

Körperpflege, Gähnen und Räkeln, Verhalten zur Thermoregulation

 

Beeinflussende Faktoren:

- Sichere Umgebung, genügend Bewegungsfreiraum  (Belecken der Flanken)

Rückszug an Sichere Orte (Hühner Erhöht)

- Vorhandensein von natürlichen/angebotenen Strukturen und Ressourcen die genutzt werden können

- Klima und Umweltfaktoren sind Auslösende Faktoren für Regulierendes Verhalten

 

Card 19

Question

Was ist Spielverhalten? Nennen Sie bitte drei Formen des Spielverhaltens und die wichtigsten Faktoren, die die Ausübung von Spielverhalten beeinflussen. Welche Information gibt Spiel über das Befinden des Tieres?

Answer

- Verhalten ohne Ernstbezug (Eventueller Übergang in einen Sozialen-dominanz Ernstbezug, Spielabbruch)

 

Kategorien:

-Objektspiel, Bewegungsspiel, Sozialspiel

 

Kriterien (mehr als 1 sollte erfüllt sein):

- Spielbereitschaft wird kommuniziert über Methakommunikation (bestimmtes Verhalten oder Haltung)

- Soziale Hemmung, kein schädigendes Verhalten (Unabsichtlich kann was passieren)

- Wechselnde Rollen (jagen und gejagter)

- Übertriebenes Verhalten

- Große Variabilität in Ausführung

- Keine Vollständigen Verhaltensabläufe

- Soziale Stimulierung (Gruppenevent) (Objekte Stimulieren auch)

 

Einfluss auf die Spielbereitschaft:

- Tierart

- Alter

- Bedarfsdeckung (Hungrig, Frieren)

 

Informationen:

- mögl. Verletzungen

- mög. Gemütszustand

- Mangel oder BEdürfnissdeckung

- Sozialer Status innerhalb der Gruppe

Card 20

Question

Welche Probleme können im Zusammenhang mit dem Ruheverhalten beim Rind auftreten? Erläutern Sie bitte kurz drei Problembereiche.

Answer

- Aufwendiger Abliege und Aufstehprozess benötigt Platz nach Vorne und nach hinten

Aufstehen: Schwung nach Vorne 

Abliegen: Abrutschen und unnatürliche Belastungen

- Rinder liegen nicht ab aufgrund ungünstiger Stallbauplanung oder stehen nicht auf oder zeigen artwiedriges Verhalten (Pferdeartiges aufstehen)

- Liegeboxen sind meist kleiner geplant damit Flächen nicht verkotet werden

- Lange Prüfphasen und Verunsicherung

- Technopathien durch rutschige Flächen, gelenkverletzungen durch abrutschen

- verminderte liegezeiten vermindern wiederkäuzeiten-->Acidose und Krankheitsgefahr

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