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Uni Kassel FB11 SS24 G04 Tierethologie

Discover Uni Kassel FB11 SS24 G04 Tierethologie: 50 flashcards with questions and answers.

Subject
Sciences / Biology
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 41

Question

Beispiele für Diskrepanzen zwischen Bedürfnis und BEdarf

Answer

Bedürfnis ohne Bedarf:

Suchtverhalten, Aufnahme zu hoher Einergiemengen

 

Bedarf aber eingeschränktes Bedürfnis:

Bedarf an Fortbewegung aber Im Stall sind alle releanten Ressourcen nahe beieinander, deswegen kommt bedürfnis kaum auf oder wird schnell befriedigt

Card 42

Question

Geben Sie Beispiele für Verhaltensstörung in der Kategorie Umorientiertes Verhalten.

Was sind Stereotypien?

Answer

An sich selbst:

Federupfen, Exesives Lecken

An Artgenossen:

Gegenseitiges besaugen, Wolle fressen, federpicken, Kannibalismus, Schwanzbeißen, Analmassage

An unbelebter Umgebung:

Holz fressen, Exessives belecken von Gegenständen, Übertrinken

 

Stereotypien:

Formkonstantes, wiederholt ausgeführtes Verhalten ohne offensichtlichen Zweck

- Laufstereotypien

- weben

- Kopfschütteln

- Augenrollen

- Zungenrollen

- Stangenbeißen

- Leerkauen

- Koppen

Card 43

Question

Wie entsteht Schwanzbeißen und welches Phasen zeichnen sich aus?

Welche Gründe gibt es?

Answer

two-stage tail biting“:

-Pre-injury state

-->Empfänger duldet moderates Bekauen des Schwanzes

-Post-injury state

-->Verletzung, Blut tritt aus ⇨ intensives Bekauen trotz Abwehr, weitere Schweine werden angezogen

„sudden forceful tail biting“:

-vor allem bei begrenzten Ressourcen

„obsessive tail biting“:

-einzelne Tiere (evtl. genetische Komponente)

Generell: Ausbrüche sporadisch und unvorhersagbar Prävalenzen (mit gekürzten Schwänzen) zwischen 2 und 5 % Korrelation zu Ohrbeißen, Bauch-, Analmassage

Card 44

Question

Was besagt das Modell zur Verhaltenssteuerung nach Hughes?

Welche Ausnahmen haben diese Erklärungsmodelle?

Answer

-Der Relative Beitrag zur Motivation ein bestimmtes Verhalten auszuführen wird durch externe und interne Faktoren beeinflusst

-Es gibt Verhaltensweisen die nur durch Externe Faktoren ausgelöst werden (Flucht, Agression) und solche bei denen der Anteil Interner Faktoren Überwiegt (Schlafverhalten)

-Nur weil ein Verhalten zum Repertoire eines Tieres gehört muss es nicht ausgelöst werden wenn Externe Faktoren es nicht Reizen-->KEin LEiden wenn Fluchtverhalten durch BEutegreifer ausbleibt

 

Ausnahmen:

Manche Verhaltensweisen werden auch ohne Externe Faktoren ausgeübt, eine gesteigerte Motivation und BEdürfniss kann zu Leerlaufhandlungen führehn-->Psychohydraulisches Modell

- Anders herum kann der LEidensdruck (Verhaltensstörung oder Adaption) steigen wenn Verhaltensweisen mit starker interner Motivation nicht ausgeübt werden können

 

Card 45

Question

Nennen Sie bitte zwei unterschiedliche Definitionen für Stress und erläutern Sie die Unterschiede.

Answer

Das was auf den Org. einwirkt-Stressor

gezeigte Reaktion- Stressreaktion

gesamtsituation- Stress

 

1. Stress ist die physiologische Reaktion (neutral; Erhöhung des Hormonspiegels; nur Physiologie)

Auschüttung von Stresshormonen wie z.b. Cortisol ergo mehr oder weniger Cortisol (aber Cortisol ist ein Spiegel der erst bei der überschreitung eines Grenzwertes als Stress definiert werden kann)

- Eustress (im positiven Zusammenhang) 

- Disstress (wirkt sich negativ aus)

Wenn anpassungfähigkeit bedroht ist dann negativer Stress (dauerhafter und unveränderbar)

 

2.Stress ist Bedrohung und Versuch des Ausgleichs der homöostate (Verhalten+Physiologie) (neutrale sichtweise; Verhaltensreaktion)

- findet beständig statt (auch hormonspiegeltheroie)

- ist leben

 

3. Stress ist die Störung der Homöostase und hat stets negative Konsequenzen 

---> Mobergs Chain of Events

normal biological function/altered biological function/pre-pathologic state/Phathologic State

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------->

Stressoren lösen unterschiedliche Graduelle Entwicklung aus, decreasing lvl of welfare

Card 46

Question

Welche Rolle spielen Vorhersagbarkeit und Kontrollierbarkeit im Stressgeschehen? Welche Schlussfolgerungen für die Tierhaltung sollten daraus gezogen werden?

Answer

Stressoren (belastende Umwelteinwirkungen) werden durch erhöhte Vorhersagbarkeit (die Tiere können von bestimmten Reizen ableiten, was gleich geschehen wird) und Kontrollierbarkeit (die Tiere können Stressoren beeinflussen oder abwenden) bezüglich der Belastung gemindert. Im Allmeinen wirkt sich das positiv auf das Wohlbefinden der Tiere aus. In sehr reizarmen Umgebungen kann jedoch auch eine Unterforderung auftreten.

In der Tierhaltung sollten den Tieren immer ausreichend Möglichkeiten zur Verfügung stehen, potentielle Stressoren zu beeinflussen oder abzuwenden, entweder durch die Nutzung von Wahlmöglichkeiten (sich z.B. zum Beispiel vom Schatten in die Sonne bewegen, auf weichen oder auf harten Boden liegen oder Artgenossen ausweichen) oder durch Veränderung (z.B. Anlegen einer Suhle oder eines Nestes). Vorhersagbarkeit wird durch Lernprozesse gesteigert, bei denen Habituation und klassische Konditionierung in Bezug auf immer wiederkehrende ähnliche Betriebsabläufe eine Rolle spielen. Dazu können ein akustisches Signal vor Betreten des Stalles oder die Vorbereitungen vor dem Melken zählen.

Card 47

Question

Was ist „Environmental Enrichment“ und welche Funktion soll es erfüllen? Nennen Sie bitte zwei Beispiele für ein artgemäßes Environmental Enrichment.

Answer

-Environmental enrichment= Anreicherung der Tierumwelt mit Verhaltensrelevanten Stoffen und Reizen

-->Vollständige Ausübung des Normalverhaltens

-->Artgemäße kognitive Herausforderung

-->Reduktion von Verhaltensstörungen

-->Steigerung des Wohlbefindens des Tieres durch Selbstbelohnung

 

1. Ziegen liegen in natürlicher Umgebung auf harten verschieden erhöhten Oberflächen während des Ruheverhaltens, außerdem Fressen Sie auf unterschiedlichen Ebenen, welche dann auch in die Rangordung einspielen

--> Anbieten von unterschiedlichen erhöhten harten Schlafflächen und Futtertrögen

 

2. Bereits Junghennen und Kücken Baumen auf und nutzen die 3. Dimension als Aktivitäts und Ruhefläche, entziehen sich Sozialen Situationen.

-->Anbieten von erreichbaren erhöhten Stalleinrichtungen (da Ranghöhere Tiere sich auf die höchsten Flächen zurückziehen entlastet dies auch Dominanzbeziehungen auf dem Boden)

Card 48

Question

Erläutern Sie bitte, welche Anforderungen Reize und Stoffe erfüllen müssen, damit mit ihnen in einem Environmental Enrichment positive Effekte auf das Tierwohl erreicht werden.

Answer

- Ausgangspunkt ist Normalverhalten und Umgebung der Tiere

- Die angebotenen Stoffe sollten der ausübung des Normalverhaltens gemäß beschaffen sein

- nicht unbedingt naturalistische Form

 

Kriterien:

- Verhaltensgerecht

- mögl. dauerhaft interessant

- nicht gesundheitsschädlich

Card 49

Question

Was bedeutet es, dass ein Environmental Enrichment nicht notwendigerweise in naturalistischer Form angeboten werden muss? Nennen Sie bitte ein Beispiel.

Answer

1. Schweine bevorzugen in Wahlversuchen Erdboden um ihrem Wühlverhalten nachzugehen, das Verhalten wird aber auch in Stroh gezeigt. Die naturalistische Form wird abgewandelt und erfüllt dennoch denselben Zweck, führt zum selben Effekt (Darüber hinaus noch NEstbauverhalten)

2. Ziegen belecken in der Natur Steinwände mit Salzablagerungen, nun muss keine Solche Steinwand angebracht werden, ein Salzleckstein bewirkt dieselben postitiven Effekte.

Bsp: verschieden große Steine und 3 Dimensionale Flächen

Card 50

Question

Wann beginnt LEiden?

Answer

1. Überförderung der Anpassungsfähigkeit

-physische Schäden

- Verhaltensstörungen

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