Back to overview

Verschreibungspflichtige AM

Beratungshinweise für Rezepte

Subject
Sciences / Medical science
Language of creation
German
149 flashcards No ratings yet 0 views
Add to my sets

Sign in to add this set to your collection. You will return here afterwards.

Cards in this set

Card 81

Question

Flecainid

Answer

Klasse-IC-Antiarrhythmikum gegen supraventrikuläre Tachyarrythmien

Dosisanpassung unter EKG-Kontrolle. Einschränkung des Reaktionsvermögens!

UAW: Angstzustände, Schlaflosigkeit, Schwindel, Kopfschmeren, visuelle Störungen -> Alkohol einschränken, verstärkt UAW

Zahnarzt: Verstärkung der lokalanästhesierenden Wirkung

Card 82

Question

Bisoprolol

Answer

Betablocker gg. Hypertonie und Tachykardie

UAW Einstellungsphase: Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen

Wirkungsabschwächung durch regelmäßige NSAR (-> Paracetamol). Höheres Hypoglykämierisiko mit Antidiabetika sowie Verschleierung der Hypoglykämie)

Keine Sympathomimetika bei Schnupfen (Pseudoephedrin / Nasensprays). Alkoholhaltige Getränke einschränken (Schwindel, Kreislaufzusammenbruch)

Vorzugsweise morgens -> Nachtruhe (aktivierend, vermindert Melatoninproduktion)

Card 83

Question

Valproat

Answer

Primär oder sekundär generalisierte Epilepsie, Phasenprophylaxe Manie, akute Manie

Einschleichende Dosierung 2x300 -> 3x1200 bis zur Anfalssfreiheit oder Auftreten von UAW. Regelmäßig einnehmen

UAW Einstellungsphase: Gewichtszunahme, Tremor, Haarausfall

UAW dosisunabhängig: Verschlechterung Leber bis zu Leberversagen. -> Toxizität erhöht durch Alkohol, Paracetamol

UAW dosisabhängig: Tremor, Unruhe, Schwindel, GIT -> Cave Straßenverkehr, zentraldämpfende UAW verstärkt durch Antidepressiva und Neuroleptika

Regelmäßige Blutspiegelkontrollen, da Valproat seinen eigenen Abbau induziert. Schrittweises Absetzen möglich nach 2-3-jähriger Anfallsfreiheit

Verstärkte Blutungsneigung durch orale Antikoagulantien und ASS

Card 84

Question

Cotrimoxazol

Answer

Trimethoprim und Sulfomethoxazol: synergistischer Folsäuresyntheseantagonismus

Heutzutage nicht 1. Wahl bei HWI wegen höherer Resistenzbildung und UAW -> Pivmecillinam 1. Wahl, Fosfomycin lieber für Chirurgie aufbewahren

UAW: häufig Hautausschlag, Magen-Darm-Beschwerden, Gingivitis, Geschmacksveränderungen, Wirkung Kontrazeptiva herabgesetzt

Basischer pH begünstigt das Keimwachstum in der Blase (kein Basica) -> Rezidivprophylaxe durch Ansäuerung des Harn-pHs mit Methionin (Acimol), Cranberrysaft

Ausreichende Trinkmenge, regelmäßige vollständige Blasenentleerung, geeignete Intimhygiene, Stärkung der Vaginalflora, lokale Wärme erhöht lokale Abwehr und lindert krampfartige Schmerzen

Evtl. zusätzlich Ibu/Paracetamol/Buscopan

Spermizide als Verhütungsmethode meiden

Card 85

Question

Darifenacin

Answer

Selektiver M3-Muscarinantagonist (M3 v.a. in der Blase -> weniger zentrale UAW) bei Dranginkontinenz: Setzt die Toleranzschwelle für unkontrollierte Kontraktionen herab.

Anticholinerge UAW: Mundtrockenheit, trockene Augen, trockene Nase, Übelkeit, Obstipation -> UAW werden nach längerer Einnahme meist besser

Dranginkontinenz möglichst früh im Krankheitsverlauf therapieren, da so noch eine Stabilisierung der Blase möglich ist.

WW: Hoher First-Pass-Effekt (15-20% -> Solifenacin weniger) Nicht mit starken CYP3A4-Hemmern (Grapefruitsaft meiden). Auch Substrat von CYP2D6 -> Cave bei Comedikation von CYP2D6-Substraten mit geringer therap. Breite wie Flecainid und Tricyclika

KI: obstruktive GIT-Erkrankungen (schwere CU, tox. Megacolon), Engwinkelglaukom

Kann Symptome von Gallenbeschwerden maskieren

 

Card 86

Question

Betahistin

Answer

Histamin-Analogon bei Schwindelzuständen bei Morbus Menière

Lange Krankheitsdauer, möglichst sofortige Behandlung bei Krankheitseintritt, um ein Fortschreiten zu verhindern

Akutbehandlung oft Antihistaminikum (z.B. Dimenhydrinat), als Langzeittherapie dann Betahistin. Antihistam. ausschleichen über ein paar Tage

Bessere Verträglichkeit: Einnahme zum oder nach dem Essen

Rauchen, Stress, Lärm meiden. Pflanzlich: Zintona als Zusatzmedikation

WM: antagonistisch an H3-Rezeptoren des Gleichgewichtsorgans im Bereich des Innenohres -> Rezeptoren können nicht mehr durch Histamin aktiviert werden. Zudem bindet Betahistin agonistisch an H1Rez -> Blutgefäße im Innenohr entspannen sich und der schwindelauslösende Druck sinkt.

Card 87

Question

Mometason Creme

Answer

Lokales GC, zur Kurzzeittherapie gedacht (max. 3 Wochen, Cave bei großflächigem Auftragen über lange Zeit)

UAW: Jucken, Kribbeln an der Auftragungsstelle

Keine Okklusivverbände

Tandemtherapie v.a. bei längerfristiger Gabe: Abwechslung mit wirkstofffreier Salbe, entweder 1x täglich GC, dann 12h später wirkstofffreie Salbe oder wöchentlicher Abtausch

Card 88

Question

Piracetam

Answer

Nootropikum zur Verbesserung des Gehirnstoffwechsels. Prophylaktisch evtl. auch gg. postoperatives Delir wirksam.

Regelmäßig Einnehmen, möglichst zur Mahlzeit

UAW: gesteigerte Erregbarkeit, Schlaflosigkeit (v.a. wenn nach 16 Uhr eingenommen) -> Verstärkung durch weitere zentralerregende AM (Sympathomimetika)

WW mit Neuroleptika (Hyperkinesien), SD-Hormonen (verstärkte P.-UAW), orale Antikoagulantien wie VKA (verstärkte Blutung)

Card 89

Question

Oxybutynin

Answer

Unselektives Anticholinergikum bei Harninkontinenz mit zentralen UAW

Anticholinerge UAW: Mundtrockenheit, trockene Augen, trockene Nase, Übelkeit, Obstipation -> UAW werden nach längerer Einnahme meist besser

Cave: Liquorgängigkeit und Affinität der unselektiven Anticholinergika zu zentralen M1-Rezeptoren: zentralnervöse Störungen wie Müdigkeit, Schwindel, Tremor und kognitive Beeinträchtigungen

 

Card 90

Question

Levothyroxin

Answer

Bei benignem, euthyreotem Struma, Rezidivstrumaprophylaxe, Hypothyreose

Regelmäßig nüchtern 30 min vor dem Frühstück mit einem Glas Leitungswasser. Einnahmeabstand zu allen anderen AM, v.a. Antazida und Mineralstoffen -> mehrwertige Kationen

UAW bei Überdosierung: Hyperthyreosesymptome wie Tachykardie, Unruhe, Gewichtsabnahme, Durchfall, Erbrechen, Muskelkrämpfe, Fieber 

WW: Kann Wirkung von Antidiabetika mindern, Verstärkte Blutgerinnung unter VKA (Verdrängung aus Plasmaeiweißbindung), viele WW mit anderen AM (allgemein immer schauen bei neuen AM)

Bei Schmerzmitteln: Salicylate führen zu einer Wirkverstärkung von Levothyroxin (Verdrängung aus Plasmaeiweißbindung), lieber Paracetamol

Sojaprodukte können die intestinale Aufnahme vermindern. V.a. zu Beginn oder nach Beendigung einer sojahaltigen Ernährung kann eine Dosisanpassung von Euthyrox notwendig werden.

Card 91

Question

Doxepin

Answer

Therapie von Angstzuständen, Depressionen, Unruhe, Entzugssyndrome nach EtOH-/AM-/Drogenabhängigkeit

Abends verabreichen

UAW: v.a. Anfangs Müdigkeit, Obstipation, Hypotonie, Tremor, Gewichtszunahme, Verminderte Aufmerksamkeit (Cave Straßenverkehr!)

Verstärkt Zentraldämpfende AM (Antitussiva, Antihistaminika), Auf Alkohol verzichten

Card 92

Question

Cromoglicinsäure

Answer

Nicht verschreibungspflichtig

Mastzellstabilisator: 4x tgl. 1 Tr. ins Auge, Keine akute Therapie, Wirkeintritt nach 3-4d. Während der Behandlung keine Kontaktlinsen.

Allgemein Augentropfen: möglichst äußerer Augenwinkel, nach dem Tropfen Augen für wenige Minuten schließen, evtl. leichten Druck auf den Tränenkanal ausüben

Regelmäßige Anwendung zur Vermeidung einer Verschlechterung der Erkrankung (Etagenwechsel, allergisches Asthma). Reduktion der Allergenbelastung versuchen. Bei starker Belastung: Hyposensibilisierung

Card 93

Question

Salmeterol + Fluticason

Answer

Asthma Reliever Stufe 3-4: Wirkeintritt verzögert, Wirkdauer bis zu 12h

langwirksames ß2-Sympathomimetikum + GC

Dosierung: 2x1 Sprühstoß vor den Mahlzeiten (zur Vermeidung von oraler Candidose und Heiserkeit) -> Bei oraler Candidose: Nystatinsuspension empfehlen.

Selbstmedikation: Paracetamol gg. Schmerzen, NSAR KI.

UAW: Herzklopfen und innere Unruhe bei Überdosierung

Card 94

Question

Quietapin

Answer

atypisches Neuroleptikum bzw.Antipsychotikum, das hauptsächlich Dopamin-D2-Rezeptoren und Serotonin-5HT-2-Rezeptoren blockiert 

Indikation: Schizophrenie, manisch-depressive Episoden

Zu Beginn einschleichend, individuelle Dosierung, 2x tgl. Einnahme

Anfangs UAW: Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Schläfrigkeit, Blutdruckabfall

WW: CYP3A4-Hemmer KI, Spiegel erhöht durch Carbamazepin/Phenytoin.

Card 95

Question

Etilefrin

Answer

Sympathomimetikum: Agonist an a- und ß-Rezeptoren -> Steigerung der Kontraktilität des Herzens und der Herzfrequenz, Zunahme des peripheren Widerstands

Bei Einnahme nach 16h Einschlafstörungen mgl.

UAW: Palpitazione, Unruhe, Angst, Schwindel, GIT

Card 96

Question

Tramadol

Answer

Analgetikum bei mittelschweren bis schweren Schmerzen

Regelmäßige Einnahme: z.B. bei Herpes Zoster zur Vermeidung von Zoster-Neuralgie

UAW: Schwindel, Obstipation, Mundtrockenheit, Schwitzen, Kopfschmerzen

Auf alkoholhaltige Pharmaka (Tropfen) und sezierende AM (Dextrometorphan, Antihistaminika) verzichten --> Verstärkung der Sedierung

Eingeschränkte Reaktionsfähigkeit -> Cave Auto

Card 97

Question

Aciclovir

Answer

In hohen Dosierungen gegen Herpes zoster

Therapie bei ersten Anzeichen beginnen, möglichst früh behandeln (Lagerartikel vor Rabattartikeln bevorzugen). Ansteckung nur durch direkten Kontakt mit den Bläschen

5x tgl. alle 4h für 7d (Nachtruhe kann eingehalten werden)

UAW: Schwindel (Cave Auto), Verwirrtheitszustände, Schläfrigkeit

Zur Unterstützung der Neuroregeneration evtl. Vit. B Komplex

Card 98

Question

Amitryptilin + Bisoprolol zur Migräneprophylaxe

Answer

Bisoprolol Off-Label Migräneprophylaxe, in-Label: Metoprolol, Propranolol

Selbstmedikation Migräneprophylaxe: Magnesium 2x300mg, Auftragen von Minzöl auf die Schläfen

Auslöser meiden (Schlaf-Wach-Rhythmus, Nahrungsmittel), Stress reduzieren, Entspannungsmethoden (Yoga, Autogenes Training)

Konsum von alkoholhaltigen Getränken einschränken: Beeinträchtigung der Gefäßweite  -> Auslösen von Kopfschmerzen

Card 99

Question

Hydromorphon

Answer

Starkes Opioid bei starken Schmerzen zur Basisbehandlung

UAW: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit (Rx: MCP), Verstopfung (Flohsamen, Macrogole -> Lactulose führt oft zu Blähungen)

Auf Alkohol verzichten -> Verstärkung der Sedierung

Kein CYP Metabolismus

Card 100

Question

Metronidazol Zäpfchen

Answer

Antibiotikum zur Therapie von bakteriellen Vaginosen mit anaeroben Keimen

Erstinfektion: 1x1 Zäpfchen abends tief in die Scheide einführen, bei Rezidiv an zwei aufeinanderfolgenden Abenden je 1 Zpf.

UAW (Auch vaginal): Alkoholunverträglichkeit, dunkler Urin, metallischer Geschmack, Stomatitis, Appetitlosigkeit, selten Schwindel (Cave Auto)

Verhütung: nicht parallel mit Barrieremethoden wie Kondomen. Verringerte Wirkung von Kontrazeptiva

Geeignete Intimhygiene und Aufbau der Intimflora

How to use this set

Read the preview and check whether the content and answers suit your learning goal. You can add the public set to your sets to study it. Your account shows the available actions.

Rejoining the server...

Rejoin failed... trying again in seconds.

Failed to rejoin.
Please retry or reload the page.

The session has been paused by the server.

Failed to resume the session.
Please reload the page.