BtM: Starkes Opioid
Pflaster auf ein saubere, trockene, unbehaarte, gesunde Haut kleben -> Nicht mit Seife/Alkohol reinigen (Reizung der Haut -> stärkere Durchblutung -> verstärkte Aufnahme). Nach der Anwendung Hände waschen.
UAW: Kopfschmerz, Müdigkeit (EtOH meiden), Übelkeit, Erbrechen, Obstipation
- Bei Fieber/Wärmeeinwirkung (Sauna) höhere Wirkstoffaufnahme durch die Haut: Cave Überdosierung -> keine wärmenden Salben/Pflaster
- Bei starker Müdigkeit, Nausea, Emesis: keine Selbstmedikation, Arzt kontaktieren (evtl. Überdosierung)
- Bei eingeschränkter Atemtätigkeit Pflaster entfernen, Patienten wach halten, Notarzt rufen
Zum Entsorgen: Klebeflächen aufeinander kleben, Hautkontakt meiden. Hoher Restgehalt im Pflaster
Auf Grapefruitsaft verzichten: verstärkte Wirkung
Bei nicht klebenden Pflastern: am Besten neues Pflaster. Wenn fixiert, dann mit Fixierflies -> atmungsaktiv, keine Okklusion (erhöhte Temperatur und Feuchte -> verbesserte Penetration)
Klebestellen rotieren, 7d warten bevor auf dieselbe Stelle ein neues Pflaster geklebt wird. Mögliche Stellen: meist Oberkörper, z.B. Rücken, Oberarm, Brust. Auf systemische Wirkung hinweisen, nicht als lokales Schmerzpflaster verwenden! (Bei Rückenschmerzen nicht mehrere Pflaster auf den Rücken kleben).
Kindersicher aufbewahren. Meist in kindersicheren Verpackungen, müssen teilw. mit der Schere aufgeschnitten werden -> Pflaster nicht verletzen. Auch sonst Pflaster nicht zerschneiden (kleben schlechter, evtl. Dose dumping bei Membranpflastern)
Schutzfolie vorher entfernen: erst erste Hälfte entfernen, ankleben, zweite Schutzfolienhälfte entfernen, 30s andrücken. -> Bei älteren Patienten teilweise ein Problem: erkennen Schutzfolie nicht
Bei Membranpflastern: teilw. metallische Bestandteile. Vor MRT entfernen, da sonst Verbrennungen möglich.