Card 21
Question
Was ist eine Chromosomale Aneuploidie ?
Answer
Bezeichnet das fehlen oder hinzuaddieren von Chromosomen; Risiko steigt mit dem Alter der Mutter
—> XX; 0
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Was ist eine Chromosomale Aneuploidie ?
Bezeichnet das fehlen oder hinzuaddieren von Chromosomen; Risiko steigt mit dem Alter der Mutter
—> XX; 0
Was ist die Hardy-Weinberg-Formel (Regel) ?
1 = p + q
1 = p^2 + 2pq + q^2
Wobei gilt:
q = Homozygotenhäufigkeit (Merkmalsausprägung)
p = Homoygotenhäufigkeit (Keine rezessiven Merkmale)
pq = Heterozygotenhäufigkeit (Merkmalsträger ohne Ausprägung)
Was ist ein Wiederholungswahrscheinlichkeit von multifaktoriellen Krankheiten, wie hoch ist diese bei verschiedenen Verwandschaftsgraden ? Welche Ausnahmen gibt es z.b.?
Wiederholungswahrscheinlichkeit bezeichnet das entstehen multifaktorieller Erkrankungen die nicht monogen vererbt werden.
Statistisch gilt:
— Verwandte 1. Grades haben ein ca. 3% über dem Basisrisiko liegende Häufigkeit, was Erkrankungen angeht.
Ausnahmen sind:
— Diabetes Typ II und Schizophrenie; dort sind die Raten teils deutlich höher
Benennen sie die wichtigsten Faktoren bei einem Autosomal-Dominanten Erbgang (nach den Mendel´schen Regeln) !

- häufig sichtbare Fehlbildungen
- ursächliches Gen liegt auf einem Autosom —> Jungen/Mädchen gleich häufig betroffen
- bereits bei Heterozygotie Phänoypische Ausprägung
- NICHT bei Nachkommen gesunder Eltern —> (WHW ca. 1-6%)
Abweichungen
—> Neumutation; verminderte Penetranz; geringe Expressivität; Altersabhänig
Beispiele
—> Chorea Huntington; erblicher Darmkrebs
Benennen Sie die wichtigsten Merkmale des monogenen Autosomal-Rezessiven Ergangs und die Wahrscheinlichkeiten für verschiedene Elternkonstellationen (Hetero+Hetero; Homo+Hetero) !

Typischerweise Elterngeneration beide Heterozygot —> Eltern gesund, Mädchen und Jungen gleich betroffen
Heuristik
—> schwere Kinder/Jugenderkrankungen (PKU; GalakÄmie) Autosomal-Rezessiv
— ebenfalls Hämochromatosen; spinale Muskelatrophien
Wahrscheinlichkeit für die Kinder:
— Hetero + Hetero = 1/4 = 25%
— Homo + Hetero = 1/2 = 50%
Was gibt der Verwandschaftsgrad „r“ an bei einer Konsanguität ?
Konsanguität = Verwandtenehe
r = Anteil des gleichen ererbten Allele
— maximal r = 1/2 = Geschwister (Inzest)
— Cousin/Cousine 1. Grades = 1/8 = 12,5%
Benennen Sie die wichtigsten Merkmale des X-Chromosomal-rezessiven Erbganges (XLR) !

Merkmalsträger = meist männlich
Alle Töchter (bei erkranktem Mann) = Konduktorinnen
—> Söhne von Konduktorinnen = 50% betroffen
—> Töchter von Konduktorinnen = 50% wieder Konduktorin
Konduktorinnen können diskrete Symptome haben
—> X-Inaktivierung
Nennen Sie für die für die Herstellung einer Metaphasenplatte benötigten Schritte grob und die dafür benötigten Substanzen !
Schritte
1. Ansatz von Lymphozytenkultur (aus heparinisiertem Blut)
2. Kultivierung in Nährmedium (mit PHA; Phytohämagglutinin —> Proliferisation der T-Lymphozyten)
3. Aufarbeitung (Colchizin-Zugabe, Zentrifugation)
4. Präparate-Herstellung (Hypotone Lösung, Auftragen)
Nennen Sie die wichtigsten Merkmale eines X-Chromosomal-dominanten Erbgangs !

Betroffene Männer = NUR betroffene Töchter, Söhne gesund (X von der Frau)
—> Lethalitätsfaktor bei Hemizyotie für Männer
Betroffene Frauen = Sohn und Tochter 50% WHW für die Erkrankung
—> mildere Symptomatik bei Frauen = 2 X-Chromosom
Beispiele:
— Fragiles X-Syndrom (partielle X-Inaktivierung)
— Rett-Syndrom
Nennen Sie die wichtigsten Merkmale eines X-Chromosomal-rezessiven Erbganges !

Träger mit Phänotyp meist Männer
Betroffene Männer = ALLE Töchter sind Konduktorinnen; Söhne NICHT Betroffen
Betroffene Frauen = Söhne 50% betroffen und Töchter 50% Konduktorinnen
Konduktorinnen können eine abgeschwächte Symptomatik entwickeln
Beispiele:
— X-Inaktivierung, (Keimzellen)Mosaik
Nennen Sie die wichtigsten Merkmale und Inhalt der GTG-Bandenfärbung beim Chromosomenbänderungsverfahren !
Behandlung der Chromosomen mit Giemsa
AT-reiche Regionen färben sich stärker (dunkler) GC weniger (hell)
Mehrzahl der Gene, insb. „Housekeeping-Genes“ liegen in der hellen Region (GC) (z.b. Zellphysiologische Prozesse; Energiestoffwechsel)
Entwicklungs-/Gewebsspezifische liegen eher in den dunkleren Regionen (AT)
Merke: Veränderungen in den hellen Banden sind deutlich Gravierender!
Nennen Sie Merkmale und Beispiele für NICHT-Mendelsche Erbgänge!
Mitochodriale Vererbung = Maternal (Cave: neuerdings auch paternal gering möglich, siehe Unterlagen) —> Töchter und Söhne gleichermaßen betroffen!
— Oxidation Phosphorylierung gestört (Citratzyklus) = Herz, Leber, Niere, Gehirn
Multifaktorielle Vererbung
Epigenetische Vererbung (Imprinting-Störungen)
Nennen Sie kurz Merkmale für die folgenden Färbemethoden:
QFQ; CBG; NOR-Bandenfärbungen
QFQ = Fluoreszensfärbung des distalen Segments des langen Arms des Y-Chromosoms
CBG = Färbung der heterochromatischen Retion (Satelliten-DNA); Zentromer
NOR = Färbung des Nucleolus-organisierenden Zentrums
Beschreiben Sie das Schwellenwertmodell der Multifaktoriellen/komplexen Vererbung und dessen Inhalt / Bedeutung !
(Polygen / Multifaktoriell = Synonym)
Beschreibt das nicht einer, sonder das Zusammentreffen von mehreren Genen (Einzelfaktoren) zu einer Erkrankungsmanifestation führen
Grenze bildet der „Schwellenwert“ ab dem eine Pathologie auftritt
Beispiel = Arteriosklerose; Intelligenz
Es gibt einen Carter-Effekt = Geschlechtsbevorzugung (paradoxes Wiederholungsrisiko)
Beschreiben sie die Ungefähren Zeiträume für die Anfälligkeit bei Embry-/Fetopathien !
Blastogenese = Präimplantation = Alles oder Nichts
1+2 EW = Präimplantation
3-7 EW = Größere Missbildungen an Systemen möglich
ab 8 EW = Funktionseinschränkungen bei ausgebildeten aber unausgereiften Systemen
Nennen Sie wichtige Teratogene Medikamente und deren Wirkung auf den Embryo/Fetus!
Cumarine (Gerinnungshemmer) = 6 - 9 SSW = Warfarin-Syndrom; Wachstums und geistige Entwicklungsstörungen
Lithium (Schwermetall) = Herzfehler
ACE-Hemmer (RR-Senker) = Oligohydramnion; Nierenversagen Neonatal
Beschreiben Sie die Pränatal-Diagnostischen Methoden des Ersttrimester-Screenings und der NIPD !
Ersttrimester-Screening = IGEL; Nackenfaltenmessung + Serumuntersuchung der Mutter 11 - 14 SSW
— 80-90% der Trisomien (13,18,21) erkannt aber auch hoch falsch positiv
NIPD (Non-Invasion-prenatal-diagnosis)
— Blutanalyse der Schwangeren ab 9 SSW
— Trisomie 21, 18 und Monosomie X werden erkannt
Nennen Sie die Besonderheiten der Ultraschalldiagnostik !
Pränatal möglich, Trisomieerkennung möglich aber erst spät bei sichtbarer Fehlbildung
— Domäne = Rechtzeitiges Erkennen von Fehlbildungen
Nennen Sie Merkmale der Amniozentese und Chorionzottenbiopsie und deren Anwendungsgebiet/Nutzen !
Invasive Fruchtwasserentnahme durch die Bauchdecke
Test auf Alpha-Fetoprotein und Acetylcholinesterase
— Fehlgeburtrisiko von 0,5 - 1 % (Beide)
Chorionzottenbiopsie
— ab 11 SSW; bei allen autosomal-rezessiv und familiär-erblichen Erkrankungen (besonders sicheres, frühes Ergebnis)
Nennen Sie Indikationen für eine Prä- und Postnatale Chromosomenanalyse !
Pränatal:
— Chorion/Amnionbiopsie oder Nabelschnurblut
— Mutter >35 LJ. / pathologischer US-Befund oder Serumscreening / Abort
Postnatal
— peripheres Blut / Hautfibroblasten, Tumorgewebe, Knochenmark
— Verdacht von Autosomen/Gonadosomen; Fertilitätsprobleme; Leukämie
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