MO spalten aufgenommene/endogene Proteine
-> dabei Entstehung von Stickstoff
Stickstoff wird zur mikrobiellen Proteinsynthese benutzt
Wdk verdauen MO mit gebildeten mikrobiellen Protein in Labmagen & Dünndarm
-> Resorption von Peptiden & AS über Dünndarmepithel
Card 22
Question
Resorption Ammoniak
Answer
Ammoniakkonzentration abhängig von Protein/NPN Versorgung über Futter + intraruminalen Proteinumsatz
grds Konzentrationsgefälle von Lumen zu Blut, da wegen Toxizität Konzentration im Blut deutlich geringer
-> eigentlich Möglichkeit passive Resorption durch Diffusion
ABER bei pH 5,5-7,0 hauptsächlich NH4+ statt NH3
-> NH3 = lipidlöslich, kann diffundieren (bei pH>7,0)
-> NH4+ = geringe Lipidlöslichkeit, daher keine Diffusion möglich
Resorption über Kaliumkanäle
Card 23
Question
Resorption Harnstoff
Answer
über Konzentrationsgradient passive Resorption (Diffusion) mithilfe von Transportproteinen (Urea-Transport) aus Blut in Lumen
in Lumen direkt Spaltung durch Urease
-> hält Konzentrationsgradienten aufrecht
Transportrate mit hoher Varianz
-> hohe Ammoniumkonzentrationen hemmen Diffusion von Harnstoff
-> bei hoher A.Konz weitere Zufuhr von Harnstoff nicht nötig
bei proteinarmer Ernährung bis 90% des rezirkulierenden Harnstoffs in Vormägen (Rest mit Harn ausgeschieden)
bei proteinreicher Ernährung Ausscheidung des Großteils an Harnstoff
Card 24
Question
Resorption Fette
Answer
Hydrolyse von Fetten durch mikrobielle Enzyme
-> Lipasen & Phospholipasen: vollständige Spaltung von Triacylglyceriden
im Futterfett v.a. Glycerin und Galactose
-> von MO zu SCFA umgesetzt
Resorption von langkettigen FS v.a. im Dünndarm
Card 25
Question
Transportmechanismen Psalter
Answer
wichtiges Resorptionsorgan für Wasser, Natrium, Kalium, HCO3- und SCFA
40-50% der Flüssigkeit werden beim Rind resorbiert
-> pro Tag bis zu 200l Zufluss bei Kühen
Na+
- Resorption über elektrogenen Transport (NHE)
- Na+-Cl--Cotransport
K+
- wie in Vormagen
Mg2+
- geringe Bedeutung
SCFA
- ausschließlich in undissoziierter Form
-> Dissoziation in Epithelzelle führt zu Freisetzung H+ -> aktiviert NHE
Cl- und HCO3-
-> Sekretion Cl
-> Resorption HCO3: damit nicht in Labmagen, dort sonst erhöhte HCl Sekretion nötig (durch Pufferwirkung) + CO2 Freisetzung aus HCO3 durch niedrigen pH Wert (Co2 müsste sofort aus Labmagen entfernt werden)
-> vermutlich über Cl- /HCO3- Austauscher
Card 26
Question
Pansenacidose: Mechanismus
Answer
pH der Vormagenflüssigkeit = 5,5, - 7,0
ergibt sich aus Wechselwirkungen von
- SCFA-Produktion
- Pufferwirkung des Speichels
- HCO3- Sekretion des Pansenepithels
- SCFA Elimination
bei großen Mengen an leicht verdaulichen KH im Futter übermäßige Produktion SCFA + Abnahme Pufferung durch verringerte Speichelbildung
deutlicher Anstieg der SCFA -> Absinken pH Wert < 5,5,
kohlenhydratreiches Futter meist strukturarm, dadurch verminderte Wiederkauaktivität = reduzierte Speichelbildung
-> Fehlen einer effektiven Pufferung
bei Absinken pH -> Anstieg des undissoziierten Anteils der SCFA (sonst 50/50)
-> können durch Membran diffundieren, da lipophil
in Zelle pH 7,0 -> Dissoziation der SCFA
Anhäufung von H+ in Zelle
-> Ausschleusen über Na/H Austauscher, Carboanhydrase
Card 27
Question
Pansenacidose: Folgen
Answer
übersteigt intrazellulärer Protonenanstieg (durch Dissoziation der vermehrten SCFA) Puffersysteme & H+ Austauscher kommt es zur intrazellulären Acidose
= Absinken pH Wert
niedriger pH Wert hemmt N/K Atpase
-> vermehrte Ansammlung von Na in Zelle: Zellschwellung
-> Abnahme Na/H Austauscher + NaHCo3 Cotransporter
--> verringerter Protonenabtransport
----> weitere Verstärkung der Acidose
Acidose führt zu Zellschädigungen und Lysiserscheinungen
Verdrängung der MO
- übliche Fermentationsmuster (Acetat, Propionat, Butyrat) ändert sich
mit steigendem pH Wert sinkt Resorptionsrate Ca2+ & Mg2+
Card 29
Question
Pansentympanie
Answer
= schäumige Gärung durch bestimmte Pflanzen
bei Fermentation gebildete Gase verfangen sich in Dispersionen kleiner Futterpartikel
können daher nicht zu Gasblase gelangen und über Ructus abgegeben werden
gebildete Gas verbleibt in Vormägen
schnell lebensbedrohliches Aufblähen des Pansens
Card 30
Question
Störung Mg2+ Resorption
Answer
geht zurück auf Störung der Mg2+ Resorption
-> Mg2+ fast nur in Vormägen resorbiert
bei Störungen der Resorption keine Kompensation im Darm möglich
-> dadurch erhöhte Ausscheidung von Mg2+ mit Kot
Anstieg Kaliumkonzentration verursacht Herabsetzung Mg2+ Resorption (bspw durch erhöhte Zufuhr über Futter)
Hypomagnesiämische Weidetetanie
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