Card 41
Question
Rinderzucht
Kontrollverband
Answer
LKV:
Landeskontrollverband (Landeskuratorium für tierische Veredelung)
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Rinderzucht
Kontrollverband
LKV:
Landeskontrollverband (Landeskuratorium für tierische Veredelung)
Rinderzucht
Milchleistungsprüfung (MLP)
Einteilung
A-Kontrolle: Standardkontrolle (A4-Kontrolle)
B-Kontrolle: (B4- oder BTM-Methode)
Rinderzucht
Milchleistungsprüfung (MLP)
Allgemeines
Kontrolle der Milchleistung 11 mal pro Jahr
zufällige Auswahl der Testtage für A- und B-Kontrolle
Alle MLP-Betriebe geben ihre Leistungsdaten an das LKV weiter
Bestandsmanagement
Fütterung
Qualität der Lebensmittel
Kennzahlen für Vermarktung/Auktion
Datenbasis für ZWS
Tierärztliche Herdenbetreuung
Rinderzucht
Milchleistungsprüfung (MLP)
A-Kontrolle
Standardkontrolle (A4-Kontrolle)
LKV-Personal führt MLP durch
Gemelkmenge von Abend- und Morgengemelk
Bestimmung der Inhaltsstoffe: Fett, Eiweiß, somat. Zellgehalt und Harnstoff aus aliquoten Milchproben
Rinderzucht
Milchleistungsprüfung (MLP)
B-Kontrolle
eigenes Betriebspersonal führt MLP durch
automatische Milchmengenerfassung und Einzeltiererkennung
B4- oder BTM-Methode (Abend- und Morgen-Gemelk, Inhaltsstoffe alternierend einmal abends oder morgens)
Rinderzucht
Milchleistungsprüfung (MLP)
Leistungsabschnitte
Einsatzleistung:
▪ erste 100 Laktationstage nach der ersten Kalbung;
▪ Tagesmilchmenge (kg), Fett (%), Eiweiß (%)
Referenzlaktation:
▪ Laktationsdauer mindestens bis Tag 250 und maximal bis Tag 305
▪ Milchmenge, Fettmenge und Eiweißmenge in kg; Fett (%) und Eiweiß (%)
Rinderzucht
Rinderkennzeichnung
Grund und Ziel
Gesetzliche Grundlage: Viehverkehrsverordnung und EU-Verordnung
Ziel: Stabilisierung des Rindfleischmarktes durch bessere Transparenz der Herkunft der Produkte
Rinderzucht
Rinderkennzeichnung
Allgemeines
o Kennzeichnung der Rinder mit zwei Ohrmarken
o Meldung von Geburt, Tod, Verbringung innerhalb von 7 Tagen
o Rinderpass (erst nach Geburtsmeldung) und Bestandsregister
o Zentrale Datenbank ab dem Jahr 2000 in München
Rinderzucht
Rinderkennzeichnung
Identitässicherung
o HIT (Herkunfts- und Informationssystem für Tiere): zentrale Datenbank für alle Tierbewegungen
o LKV: Organisation, Überwachung, EDV-Unterstützung
Rinderzucht
Rinderkennzeichnung
Ablauf
o Geburt des Kalbes
o Anbringen der Ohrmarke
o Geburtsmeldung an LKV (Geburtsmeldekarte)
o Rinderpass kommt an den Betrieb
Rinderzucht
Zucht von Milch- und Zweinutzungsrassen
Relativzuchtwerte
Summieren sich zum Gesamtzuchtwert (GZW)
o RZM: Milchleistung (Fett- und Eiweißmenge, Fleischleistung (Nur bei Zweinutzung))
o RZS: Somatische Zellzahlen (Eutergesundheit)
o RZE: Exterieur o RZN: funktionale Nutzungsdauer
o RZR/RZZ: Zuchtleistung (Fruchtbarkeit/Abkalbung)
Rinderzucht
Zucht von Milch- und Zweinutzungsrassen
Entwicklung der Milchleistung über die Jahre
o 2005: 6.760 kg pro Tier
o 2016: 7.660 kg pro Tier
o 2020: 8.000 kg pro Tier
Rinderzucht
Zucht von Milch- und Zweinutzungsrassen
Laktationspeak einer Milchkuh
o Die Milchleistung wird maßgeblich durch die Laktationsspitze bestimmt
o Um den 60. Laktationstag
Rinderzucht
Zucht von Milch- und Zweinutzungsrassen
Fruchtbarkeit bei der Befruchtung
o Männliche und weibliche Fruchtbarkeit
o Non-Return-Rate:
▪ 56 Tage (NRR56) oder 90 Tage (NRR90) nach Erstbesamung
▪ Prozentualer Anteil wie viele Kühe nicht nochmal besamt werden müssen
und dann trächtig sind
▪ Soll zwischen 1 und 3% liegen
o Rastzeit: Tag von der Kalbung bis zu Konzeption
o Kalbeverhalten: Geburtsverlauf in Klassen, Anteil Totgeburt (5%)
o Nutzungsdauer:
▪ Anzahl der Tage von erster Kalbung bis zum Abgang
▪ 2015: durchschnittliche 4,7 Jahre bei Nutzungsdauer von 2,37 Jahren und 2,13 Laktationen
Rinderzucht
Zucht von Milch- und Zweinutzungsrassen
Mastitis
o Eindringen von Erregern (Bakterien) über den Zitzenkanal in das Euter
o Zelluläre Abwehr der Erreger - polymorphkernige neutrophile Granulozyten (90-95%) - Lymphozyten - Makrophagen humorale Abwehr durch Immunglobuline Enzyme
o Mastitisindikatoren: Anstieg der somatischen Zellzahl (> 100.000/ml) und Anstieg von Enzymen infolge Zellschädigung
o Zuchtziel: niedrige somatische Zellzahl
o Zuchtwert: über 100 erwünscht
o Somatic cell score (SCS): SCS = log (somat. Zellzahl /105 )+3
Rinderzucht
Zucht von Milch- und Zweinutzungsrassen
Zuchtwertschätzung
o ZW= ½ ZW (Vater) + ½ ZW (Mutter) + ZW (EL) + ½ ZW (NK)
o Zuchtwert für Milchleistung: Milch-kg, Fett-kg, Eiweiß-kg, Fett-% und Eiweiß-%
o Auf der Basis von 305-Tagesleistungen der 1.-3. Lakationsnummer
o Für Besamungsbullen:
▪ Werte von etwa 50-150 Töchtern in Betrieben mit Milchleistungsprüfung
▪ Genomischer Zuchtwert auf bovinem Illumina Beadchip durch Referenzwerte von über 50.000 Bullen
Rinderzucht
Zucht von Milch- und Zweinutzungsrassen
Zuchtprogramm für Milchrinder
Einteilung
Rinderzucht
Zucht von Milch- und Zweinutzungsrassen
Zuchtprogramm für Milchrinder
für Zuchtbullen
Auswahl von Herdbuchtieren (reinrasig) nach gRZW: Bullenmutter und Bullenvater
▪ Diese zeugen ein Bullenkalb von dem wiederum ein genomischer Zuchtwert und genetische Besonderheiten ermittelt werden sowie ein Exterieur
▪ Daraufhin folgt eine Körung und damit dann die Selektion für Zucht
▪ Der Bulle kann dann als geprüfter Bulle eingesetzt werden muss aber 3-mal jährlich ein gRZW-Update bekommen und Erbfehler ausgeschlossen werden
▪ Dieser Bulle erzeugt Söhne und Töchter welche genau geprüft werden (Mastund Schlachtleistung sowie die Eigenschaften der Milchlinie)
▪ Dadurch wird der gRZW immer genauer und er kann als positiv geprüfter KB-Bulle arbeiten. Er bekommt eine Besamungserlaubnis und kann zu den TopBullen werden
Rinderzucht
Zucht von Milch- und Zweinutzungsrassen
Zuchtprogramm für Milchrinder
für Herdbuchtiere
▪ Eltern im Herdbuch (reinrassig)
▪ Erzeugen ein weibliches Zuchtkalb und es werden freiwillig genomische Zuchtwerte ermittelt
▪ Es kommt dann zur Herdbucheintragung und sie wird dadurch zur Herdbuchkuh
▪ Diese wird dann eingestuft nur durch Milchleistung-gRZW oder zusätzlich durch freiwillige Herdengenotypisierung
Rinderzucht
Zucht von Milch- und Zweinutzungsrassen
spezielle Zuchtwerte
▪ gRZFit: Fitness-Zuchtwert
• RZG wird durch RZ(Totgeburten), RZ(Fundament), RZ(Euter) ergänzt
▪ gRZD: relativzuchtwert Melkbarkeit
• Datengrundlage: durchschnittliches Minutengemelk (kg/min) und Besitzerbefragung zu Melkbarkeit und Melkverhalten (1-5)
▪ gRZRobot: Relativzuchtwert für automatische Melksysteme (AMS)
• setzt sich aus gRZD und Zitzenmerkmalen, Euter, Fundament und gRZS zusammen
▪ gRZKälberfit: Relativzuchtwert für Überleben weib. Kälber von Tag 3 bis 458
• Unterscheidung von 5 Alterstufen
▪ RZEuterfit (EFit): Eutergesundheit (Mastitis)
▪ RZKlaue (KLG): Klauengesundheit (6 Diagnosen)
▪ RZRepro (REP): Reproduktionsstörungen (3 Diagnosen)
▪ RZMetabol (META): Stoffwechselstörungen (3 Diagnosen)
▪ RZGesund (GES): Gesamtzuchtwert Gesundheit
▪ DDcontrol (DDc): Mortellaro’sche Krankheit (Klauen)
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