Flashcard Info

Here you can learn everything about this flashcard

MedChem



Multiple choice cards
Normal cards
Cards total
Category
Language
From

Zeichnen Sie die Glucuronidierung einer Carbonsäure.

Was gibt es für Angriffsorte für Sulfonierung?

Wie kann man die Permeabilität verbessern? Nennen Sie 5 Möglichkeiten und zeichnen Sie dazu jeweils ein Beispiel.

  • Lipophilie erhöhen
    • logP erhöhen
    • vorsicht mit Löslichkeit, Toxizität, Metabolische Stabilität
  • Ladungen entfernen
  • HBD/HBA entfernen oder maskieren
  • Flexibilität senken 
  • PSA senken
  • Molekulargewicht senken (Lipinski Rule of 5)

Wie wichtig ist die Löslichkeit eines Compounds?

Geben Sie eine Übersicht, wo sich die in der Vorlesung behandelten metabolischen Enzyme in der Zelle befinden, wie Sie den durch sie verursachten metabolischen Turnover experimentell bestimmen können und welche Co-Faktoren Sie gegebenfalls benötigen.

Erklären Sie den Unterschied zwischen Protacs und Molecular Glues.

=innovative Ansätze in der Arzneistoffentwicklung beschrieben, um Proteine gezielt abzubauen, anstatt sie nur zu inhibieren.

  • Protac

=hetero-bifunktionelle Moleküle, die gezielt für den Abbau eines bestimmten Proteins entworfen werden

  • Für bestimmtes Target designed
  • Definierte Bindetasche im Target notwendig➜ druggable Proteine
  • Linker notwendig
  • Größere Moleküle
  • Beyond Rule of 5

 

  • Molecular Glues

=kleine Moleküle, die zwei Proteine in räumliche Nähe bringen und so den Abbau eines „Neo-Substrats“ ermöglichen.

  • Target oft zufällig entdeckt
  • Bindetasche im Target nicht notwendig ➜ undruggable Proteine
  • Kein Linker 
  • Kleine Moleküle
  • Rule of 5

Welche Grundstruktur muss für Aldehyd-Oxidasen gegeben sein und welche Grundstruktur muss für Xanthin-Oxidase gegeben sein?

  • Aldehyd-Oxidase
    • Aldehyde
    • Nitro-/Nitrosoverbindungen
    • N-Heteroaromaten
  • Xanthinoxidase
    • von Hypoxanthin zur Harnsäure
      • Pyrimidine
      • Purine

Welche Aspekte sollten Sie miteinbeziehen, wenn Sie die Ergebnisse eines High-Throughput Screenings analysieren?

  • Evidenz für True Positives
    • Ähnliche Moleküle sind aktiv
  • Evidenz für False Positives
    • Problematische Strukturen
      • Mutagenität und reaktive Gruppen
    • PAINS (Pan Assay Interference Compounds)
      • Strukturen mir einem hohen Risiko mit dem Assay zu interferieren
    • Phantom PAINS
      • PAINS alerts in zugelassenen Arzneimitteln
    • Aggregatoren
  • Gewünschte Struktureigenschaften
    • Verschiedene physikochemische Eigenschaften
  • Viele verschiedene Substanzklassen
    • Verschiedene Auswahlmöglichkeiten

 

  • Chemoinformative Analyse

R-Group Analyse und Matched Molekular Pair Analyse: Was versteht man darunter und in welchem Zusammenhang werden sie eingesetzt?

= Methoden, um Struktur-Wirkungs-Beziehung zu entschlüsseln

  • Methoden helfen zu verstehen, wie kleine Änderungen am Molekül dessen biologische Aktivität oder physikochemische Eigenschaften beeinflusst
  • Werden im Hypothesen-getriebenen Design eingesetzt
  • R-Group Analyse:
    • Diese Methode wird angewendet, wenn man eine Serie von chemisch verwandten Substanzen (eine sogenannte kongenere Serie) vorliegen hat, die alle denselben strukturellen Kern (Scaffold) teilen.
      • Einfluss der Substituenten (Struktur-Aktivitätsbeziehungen anleiten)
  • Matched Molekular Pair:
    • besteht aus zwei Molekülen, die sich nur durch eine einzigartige, kleine strukturelle Transformation unterscheiden (z. B. der Austausch eines Wasserstoffatoms durch eine Fluor-Gruppe).
      • Einfluss einer bestimmten Transformation (zwei Moleküle unterscheiden sich nur an einer strukturellen Veränderung)

Stellen Sie sich ein Molekül wie ein Gerüst (Scaffold) vor – zum Beispiel ein Haus. Die R-Gruppen sind die Anbauteile wie Fensterläden, Türen oder Blumenkästen. In der Chemie nennt man diese variablen Seitenketten "R-Reste".

  • Was wird gemacht? Man behält das Grundgerüst des Moleküls bei und tauscht systematisch nur die Seitenketten (R1, R2, R3...) an bestimmten Positionen aus.

  • Das Ziel: Man möchte herausfinden, welche Kombination von Restgruppen die beste Wirkung erzielt (z. B. "Wenn an Position 1 ein Chlor-Atom sitzt, bindet das Medikament besser").

 

Zeichnen Sie die Reaktionskoordinate für die Liganden-Bindung und zeichnen Sie dort die Energiedifferenz für Affinität, kon und koff ein.

Nenne Sie Modifikationsmöglichkeiten für Keton im Liganden-basierten Design.

Entropic Penalty erklären und 2 Beispiele nennen, wie man es umgehen kann.

  • =Strafe, die man zahlt, wenn der Ligand durch die Bindung an den Rezeptor an Flexibilität verliert.
  • Lösung:
    • Moleküle starrer machen (Rigidifikation)
    • Ringschluss

Erklären Sie das phänotypische Screening und was ist hier mit der Rule of Three gemeint? Wo haben Sie noch die Rule of Three kennengelernt und wie lautet sie?

=Methode zur HIT-Identifizierung

Biologie-fokussiertes Screening:

  • Pharmakologischer Angriffspunkt nicht bekannt➜ Target agonistisch
  • phänotypischer Outcome entscheidend
  • Gemessen wird ein Krankheits-relevanter Endpunkt
  • Testsysteme:
    • Zellulärer Assay
    • Organoide
    • Modellorganismen
  • Aufklärung des Wirkmechanismus

Rule of Three:

  • Biologisches System ➜ klarer Link zur Erkrankung
  • Stimulus ➜ wie wird das Ergebnis vom Stimulus beeinflusst? Am besten kein Stimulus
  • Readout ➜ so nahe wie möglich am klinischen Endpunkt
  • Rule of Three kommt noch beim Fragment based Screening vor
    • MW ≤ 300 g/mol
    • clogP ≤ 3
    • HBD ≤ 3
    • HBA ≤ 3

Design-Strategien, um hERG-Blockade zu verhindern + Beispiel.

=Es handelt sich dabei um einen spannungsaktivierten Kaliumkanal. Seine wichtigste Aufgabe ist die Repolarisation während eines Aktionspotenzials am Herzen. 

  • Lipophilie senken
  • Ersetzen/Modifizieren von basischen Gruppen

  • Säurefunktion hinzufügen

  • Hinzufügen/Modifizieren von (Hetero)aromatischen Substituenten (z.B. F/-CH2OH)
  • Aromatische Ringe entfernen

  • Aromatische Ringe durch nicht-aromatische Substrukturen ersetzen

  • Phenylringe durch Heteroaromaten ersetzen
  • Modifizieren von Heteroaromaten
  • Chiralität

Welche molekularen Ursachen für Genotoxizität kennen Sie?

Erklären Sie anhand jeweils eines Beispiels wie Sie ein Molekül verändern können, um Genotoxizität zu verhindern. 

  • = Genotoxizität beschreibt die Eigenschaft chemischer Stoffe, das genetische Material (DNA) zu schädigen, was zu Mutationen oder Krebs führen kann.
  • Ursachen:
    • Planarität
    • Basizität
    • Positive Ladung
  • Lösungsansätze:
    • Alkylierende Metabolite verhindern
    • Planarität reduzieren
    • Positive Ladung entfernen
    • Sterische Blockade

Welche CYP-mediierte Phase 1 Reaktionen gibt es?

Torsionswinkel von Biphenyl. Mit welchen Substituenten kommt 90° Winkel, Co-Planarität und leichte Drehung zustande? 

Nennen Sie 3 Design-Strategien, mit denen Sie UGT-mediierten metabolischen Abbau verhindern können. Erklären Sie, warum diese Strategien zu einem verminderten metabolischen Abbau führen sollen und zeichnen Sie für jede Design-Strategie ein Beispiel.

  • Angriffsort entfernen
    • Erniedrigt das Ausmaß der Glucuronidierung oder verhindert diese ganz
  • Sterische Blockade
    • Molekül kann nicht mehr in der Bindetasche binden
  • Lipophilie senken
    • Wahrscheinlichkeit für die Metabolisierung sinkt
  • Angriffsort austauschen
  • Angriffspunkt blockieren

Wie kann man tR berechnen sowie verbessern?

Nenne 5 Methoden zur Löslichkeitsverbesserung (+ Zeichnen)


 

Amid in Liganden-basierter Optimierung testen, zeichnen Sie 3 mögliche Strukturen.

Welche Arten von Toxizität gibt es?

  • On-target Toxizität
  • Off-Target Toxizität
  • Lebertoxizität
  • Toxische Substrukturen
  • Genotoxizität
  • Intrinsische Toxizität
  • Idiosynkratische Toxizität

Nenne 5 Strategien, um den metabolischen Abbau zu minimieren

  • Lipophilie senken
    • zB. Morphilin-Ring oder Schwefelsäure-Funktion einführen
  • Regioisomere
    • Anordnung der Ringatome verändern
  • Blockade am Angriffsort
    • Bestimmte Position am Aromaten durch Halogen blockieren
    • Cyclopropan-Ring oder 2 Methylgruppen an potenziellen Angriffsort positionieren
    • Deuterierte Moleküle verwenden➜ Deuterium besitzt andere physiologische Eigenschaften als H-Atom, wodurch Wasserstoffabsorption viel langsamer passiert
  • Sterische Blockade
  • Entfernen, Austauschen, Verschieben anfälliger Substrukturen
    • Halogene oder Nitrile einfügen
    • Entfernen, Austauschen oder Verschieben oft nicht möglich, ohne dabei Aktivität des Moleküls zu verändern➜ Suche nach einer Strukturmodifikation, bei der Target-Liganden-Interaktion intakt bleibt
  • Ringmodifikationen
    • Ringgröße
    • Ringschluss
  • Chiralität
  • Konformationen

Welche Arten von Löslichkeit gibt es?

Beschreiben Sie den Unterschied zwischen einem chemischen Tool und einem Arzneistoff.

  • Arzneistoff: Das Ziel ist die Heilung oder Linderung einer Krankheit im Menschen. Er muss sicher, wirksam und stabil genug sein, um den Weg durch den Körper zum Zielort zu überstehen.
    • Sicher
    • Wirksam
    • Polypharmakologie okay
    • Gute pharmakokinetische Eigenschaften

 

  • Chemical Tool: Das Ziel ist die Beantwortung einer wissenschaftlichen Frage. Es dient als "molekulares Skalpell", um die Funktion eines Proteins in einer Zelle oder einem Organismus zu untersuchen (Target-Validierung).
    • Potent
    • Selektiv
    • Keine Polypharmakologie
    • Gute pharmakokinetische Eigenschaften

 

Polypharmakologie= ein einzelner Wirkstoff wirkt auf viele biologische Ziele im Körper

Welche Fragment follow Ups kennen Sie und erklären Sie kurz, was das ist.

Growing: Fragment wird in Bindetasche eingebaut

Merging: Strukturelemente von zwei Fragmenten, die an die selbe Stelle in der Bindetasche binden, werden kombiniert um ein neues Molekül zu erhalten

Linking: Zwei Fragmente, die an unterschiedlichen Stellen in der Bindetaschen binden, werden mittels eines Linkers zu einem Molekül verbunden

Was sind targeted covalent Inhibitors?

= „Ein Inhibitor, der eine funktionelle Gruppe mit geringer Reaktivität trägt, die nach der Bindung an das Zielprotein so positioniert ist, dass sie schnell mit einem spezifischen Rest (Aminosäureseitenkette) der Zielstelle reagiert.“

  • Zuerst reversible Bindung, dann wird kovalente Bindung aufgebaut
  • Acrylamide häufig verwendet, aber viele verschiedene Warheads (Teil eines bifunktionellen Moleküls, der spezifisch an das Zielprotein (Target) bindet) verfügbar
    • Maßgeschneiderte reaktive Gruppen, die mit der Target-Aminosäure und deren Umgebung reagiern
    • Target-Aminosäuren: Cystein, Serin und Leucin
  • Steigendes Interesse in den letzten Jahren

Nennen Sie 5 mögliche Ursachen für Assay-Interferenzen im High-Throughput Screening. Wie können Sie das jeweils testen oder umgehen?

  • Quenching/Lichtabsorption/Eigenfluoreszenz
    • Ist die Verbindung gefärbt? ➜Anderer Assay Readout oder andere Wellenlänge
  • Redox-aktive Moleküle
    • Oxidierende Compounds oder redox-cycling Compounds
  • Aggregation
    • Zugabe von Detergenzien verhindert Bildung von Kolloiden
  • Kovalente Reaktivität
  • Zytotoxische Verbindungen
    • Niedrigere Konzentrationen verwenden und kurze Inkubationszeiten
  • Verunreinigungen
    • Substanzen mehrfach bestellen, aufreinigen oder selbst herstellen

Erklären Sie Scaffold Hopping und zählen Sie 5 Vorteile auf.

  • man geht von einem bekannten Molekül aus und verändert die Zusammensetzung dieses Moleküls
    • Austausch einzelner Atome bis hin zu Ersetzen mit völlig anderen 2D-Substrukturen
  • Computer-unterstützte Methode
  • Verwandte Methode zur Bioisosterie

Vorteile:

  • Verbesserung der physikochemischen Eigenschaften
  • Verbesserung der metabolischen Stabilität
  • Verbesserung der Aktivität
  • Bessere synthetische Zugänglichkeit
  • Verminderung der Toxizität

Erklären Sie den Einfluss von Lipophilie auf Permeabilität, Löslichkeit, Toxizität und Stabilität!

  • Permeabilität ↑ : lipophile Moleküle passieren die Lipidmembran besser
  • Löslichkeit ↓ : Moleküle sind schlechter löslich in polaren Lösungsmittel
  • Metabolische Stabilität ↓ : Lipophilie erhöht die Wahrscheinlichkeit für metabolischen Abbau
  • Toxizität ↑ : Moleküle gehen mit erhöhter Lipophilie unspezifische Interaktionen ein

Was für Toxiphore Gruppen gibt es?

Wie kann die ZNS Gängigkeit minimiert werden?

= Efflux maximieren

  • ideale Physikochemische Eigenschaften:
    • MW > 400
    • PSA > 60-80
    • Anzahl HBD ≥ 3

PSA= Polar surface Area

Welcher Mechanismus tritt bei einer generellen CYP-Inhibition auf?

N-Heteroaromaten koordinieren Eisen in Häm-Gruppe und blockieren damit das Enzym

Was für reaktive Metabolite gibt es?

Wie kann man die PXR-Aktivierung verringern? Nennen Sie 5 Beispiele und zeichnen Sie diese auch. Welcher Einfluss hat die PXR-Aktivierung auf den Metabolismus sowie auf den Efflux?

=PXR fungiert als ein nukleärer Rezeptor, der die Genexpression von metabolisierenden Enzymen steuert 

=Pregnan-X-Rezeptor

  • Polare Substituenten in hydrophobe Bereiche
  • Hydrophobe Gruppen ersetzen
  • Sterische Blockade
  • Flexibilität einschränken
  • HBA entfernen

 

  • Es kommt zu einer Efflux-Aktivierung sowie zu einem erhöhten Metabolismus

Erkläre Prinzip von DNA Encoded Library

Dies ist eine revolutionäre Methode, um große Substanzmengen gleichzeitig zu testen.

Das Prinzip: Jedes chemische Molekül ist fest mit einem kurzen DNA-Strang verbunden, der wie ein "Barcode" funktioniert.

Vorteil: Man kann Milliarden von verschiedenen Molekülen in einem einzigen Reagenzglas mischen und gegen ein Protein testen. Die Moleküle, die fest binden, werden durch Waschen isoliert.

Identifizierung: Da die Menge des gebundenen Wirkstoffs winzig ist, nutzt man die DNA-Tags: Diese werden mittels PCR vervielfältigt und anschließend sequenziert. So weiß man anhand des DNA-Codes genau, welches Molekül erfolgreich gebunden hat.

Synthese: Die Bibliotheken werden oft nach dem Split-and-Pool-Prinzip hergestellt, wodurch in wenigen Schritten eine enorme Vielfalt entsteht (z. B. 1000 x 1000 Bausteine).

Vorgang: 

  • Aufbau der Bibliothek:
    • Synthese erfolgt nach dem Split and Pool Prinzip
    • Man lässt unterschiedliche Bausteine miteinander reagieren, teilt (split) die entstandenen Produkte auf und lässt sie in der nächsten Runde wieder mit anderen Komponenten reagieren (pool).
    • Dadurch ist eine gemeinsame Testung und Lagerung der gesamten Bibliothek möglich.
    • Building Blocks: Die Synthese geht von sogenannten building blocks (Bausteinen) aus. Beispielsweise können durch die Kombination von 1000 x 1000 Bausteinen bereits Millionen verschiedener Moleküle entstehen
  • Arten von libraries:
    • DNA-kodierte Bibliotheken (DEL): Jedes Molekül ist fest mit einem DNA-Strang verknüpft, der als Barcode dient.
      • DNA-recorded DELs: Die DNA protokolliert lediglich, welche Bausteine miteinander reagiert haben.
      • DNA-templated DELs: Die DNA-Sequenz dient aktiv als „Wegweiser“ und bestimmt die chemische Reaktion der Bausteine.
      • Fragment-like Methode (Dual Pharmacophores DELs): Hierbei sind die Fragmente nicht fest miteinander verknüpft, befinden sich aber in räumlicher Nähe zueinander auf dem DNA-Strang und können gemeinsam am Zielprotein binden.
    • Focused Libraries (Fokussierte Bibliotheken): Diese enthalten deutlich weniger Moleküle (typischerweise 1.000 bis 10.000) und sind auf eine bestimmte Zielklasse (z. B. Kinasen oder GPCRs) zugeschnitten. Sie enthalten Strukturen, von denen bereits bekannt ist, dass sie eine hohe Bindungswahrscheinlichkeit haben.
    • Fragment Libraries: Diese bestehen aus sehr kleinen, einfachen Molekülen (Fragmenten). Hier reichen oft 100 bis 10.000 Moleküle aus, da kleine Strukturen eine statistisch höhere Wahrscheinlichkeit haben, in eine Bindungstasche zu passen, wenn auch mit geringerer Affinität.
  • Affinitätstest: 
    • Die gesamte Bibliothek wird auf ein Target inkubiert
    • Proteine werden dabei häufig an der Oberfläche immobilisiert
    • Moleküle, die Affinität zum Target haben, binden an diese Proteine
    • Nicht-bindende Moleküle werden durch Waschen entfernt
  • Identifizierung der Hits:
    • Die DNA der verbliebenen gebundenen Moleküle wird mittels PCR amplifiziert
    • Die DNA-Sequenzen werden dann anhand ihres Barcodes identifiziert

Was muss bei Target Validierung/Assessment berücksichtigt werden?

Was gibt es für Angriffsorte für Glucuronidierung beim O?

Wie können Sie überprüfen, ob eine Verunreinigung bei Ihrem Assay interferiert?

  • Wie sensitiv ist der Assay gegenüber Metallen?
    • Metalle im Assay testen
  • Qualität der Probe überprüfen
    • Abbauprodukte, Verunreinigungen der Synthese
  • Substanzen neu bestellen
    • Eventuell von einem anderen Anbieter
  • Substanzen aufreinigen
  • Substanzen selbst synthetisieren statt kaufen

Welche Eigenschaften besitzen hERG-Blocker? Nennen Sie 5 Strategien, um die hERG-Blockade zu verhindern, sowie jeweils ein Beispiel dazu!

  • =lipophile, basische und aromatische Moleküle
  • Strategien:
    • Lipophilie senken
    • Ersetzen/Modifikation von basischen Gruppen
    • Säurefunktion hinzufügen
    • Aromatische Ringe entfernen
    • Chiralität

Welche Informationen erhalten Sie von einer Wasser-Analyse im Strukturbasierten Liganden-Design und wie können Sie das für die Optimierung von Molekülen verwenden?

  • Happy Wasser
    • Viele Interaktionen mit dem Protein
    • Interagiert mit Wasser
    • Immer an der gleichen Stelle im Molekül
    • Negativer Wert
    • lässt sich nicht leicht verdrängen und es muss Energie aufgewendet werden, um den Strukturteil des designten Moleküls in diesen Teil der Bindetasche hineinzubauen und dabei das Wasser zu entfernen
  • Unhappy Wasser
    • Weniger Interaktionen mit dem Protein
    • Kann durch hydrophobe Substrukturen ersetzt werden
    • Positiver Wert
    • stellt kein Problem dar, Arzneistoff kann in die Bindetasche hineingebaut werden, Bindungstasche ist prinzipiell hydrophober
  • Kleine Strukturveränderungen können große Auswirkungen auf das Wassernetzwerk und die Enthalpie haben
  • Wasseranalyse kann bei der Aktivitätsverbesserung von Compounds helfen

Häufige Phase 2 Reaktionen

  • Einführung von:
    • Methylruppen
    • Acetylgruppen
    • Glucuronsäure
    • Sulfat
    • Glutathion

Virtuelles Screening und welche 3 Methoden gibt es.

  • teil der HIT-Identifizierung
  • Computer-unterstützte Identifizierung von Molekülen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit am Target aktiv sind
  • Screenen virtueller Compound Libraries – einige wenige Moleküle bis zu vielen Millionen, oft einige hunderttausend (105)
  • Unterschiedliche Methoden – werden oft kombiniert:
    • 2D –Ähnlichkeitssuche
      • Jedes Molekül wird in einen digitalen FIngerprint umgewandelt, womit der Computer nun die einzelnen Strukturmerkmale filtern kann und einen Code erstellen
      • Diese Codes der unterschiedlichen Moleküle werden dann verglichen
      • Der Tanimoto-Koeffizient (0-1) zeigt dann an, wie ähnlich sich zwei Moleküle sind
    • 3D – Ähnlichkeitssuche (shape- oder pharmacophore-basiert)
      • repräsentiert den Bindemodus eines Moleküls an einen Liganden
    • Docking
      • Schlüssel-Schloss-Prinzip
      • 3D-Struktur des Zielproteins benötigt
      • Der Computer versucht, ein kleines Molekül (den Liganden) in die Bindungstasche des Proteins hineinzudrehen und zu falten, bis es perfekt sitzt.

Welche Experimente werden im High Throughput Screening durchgeführt, um Hits zu validieren?

  • Konformations-Assay
    • Primär-Assay wird mit ausgewählten Molekülen nochmals durchgeführt unter gleichen Bedingungen➜ HIT muss dabei erneut Aktivität zeigen
  • Dosis-Wirkungs-Kurve
    • Bestimmung von IC50/EC50
      • Folgt Substanz dem Wirkungsprofil?
      • Was passiert in hohen Dosen?
      • Kommt es zur Aggregation?
  • Assay-Interferenzen
    • Ist Compound wirklich aktiv oder kommt es zu Interaktionen mit dem Assay?
      • Lichtabsorption/Eigenfluoreszenz/Quenching
      • Redox-aktive Moleküle
      • Verunreinigungen
      • Interaktionen mit Luciferase
      • Zytotoxische Verbindungen
  • Orthogonale Assays
    • Andere Messmethode verweden, wobei die Aktivität gleich bleiben muss
  • Selektivität bestimmen
  • Analogue by Catalogue
    • Bereits charakterisierte Analoga testen und dadurch Aktivitätsbeziehung ableiten

Welche Design-Strategie kennen Sie, um die Konformation eines Moleküls zu beeinflussen?

  • Ringschluss
  • Ringsubstitution mit Rest
  • Ortho-Substitution an einen Ring anbringen
  • Substituenten zwischen zwei drehbare Bindungen anbringen
  • Intramolekulare Interaktionen
    • H-Brücken-Bind.
    • Sigma-Loch
    • S-O-Bind.
    • S-N-Bind.


Was versteht man primär unter Scaffold hopping?

  • Austausch von Strukturelementen bzw. dem gesamten Backbone eines Moleküls, wobei die Funktionalität erhalten werden soll
  • Z.B. Austausch einzelner Atome bis hin zu ganzen 2D-Substrukturen
  • Austausch erfolgt mit Isosteren
    • =Atome, die sich in Größe oder elektronischen Eigenschaften ähneln
  • Uns interessiert vor allem Biologische Aktivität, also verwenden wir Bioisostere
    • =Atome, die ähnliche Bioaktivität aufweisen

Welche Ziele verfolgen wir beim Scaffold hopping?

  • Verbesserung der Physikochemischen Eigenschaften
    • Löslichkeit
    • Thermische Stabilität
  • Metabolische Stabilität
  • Aktivität
  • Synthetische Zugänglichkeit
  • Patentschutz
  • Selektivität
  • Toxizität vermeiden

Wie kann ZNS Gängigkeit maximiert werden?

= Efflux-Ratio senken

  • erwünschte Physikochemische Eigenschaften:
    • MW < 400
    • logP = 2-5
    • PSA < 70-90
    • Anzahl HBD < 2
  • Modifikationen:
    • Anzahl HBD senken
    • PSA senken
    • Basizität von Aminen senken
    • Anzahl der drehbaren Bindungen senken (Bild 2)

Welche Ligand Efficiency Metrics kennen Sie?

Ligand Efficiency (LE): Setzt die Wirksamkeit eines Moleküls in Relation zu seiner Größe —> Anzahl der heavy atoms (nicht Wasserstoff-Atome)

  • 0,3 ist akzeptabel
  • Meisten oral verfügbaren zugelassenen Arzneistoffe haben LE > 0,45
  • Wenn zB Methylgruppe ins Molekül eingebaut wird, muss die Aktivität um 2x steigen, um die gleiche LE beizubehalten
  • Beispiele 1-10: Halogene, Amin, Hydroxy, Methyl, Nitril, Amid, Isopropyl, Carbonsäure

Lipophilic Ligand Efficiency (LLE): setzt Wirksamkeit in Relation mit Lipophilie

  • ≥ 5

 

Erklären Sie die Entropie-Enthalpie-Compensation sowie die Cooperativity.

  • Entropie-Enthalpie-Compensation
    • Gewinn an freier Binde-Energie durch zusätzliche Interaktion
    • Wird durch Verlust von Flexibilität eingeschränkt/aufgehoben
  • Cooperativity
    • Mehrere Liganden-Target Interaktionen können dem Liganden eine Bindungsaffinität verleihen, die entweder größer (positive C.) oder kleiner (negative C.) als die Summe der Einzelinteraktionen ist

Zeichnen Sie die Modifikationsvorschläge für die Untersuchung einer Hydroxy-Gruppe im Ligande-basierten Design.

Was gibt es für Angriffsorte für Glucuronidierung beim N?

© 2026 MemoCard