Dokumentation
Lernstatus von Schülern und Mitarbeitenden
Lernaktivität, bearbeitete Karten, Antworterfolg und Wiederholungsbedarf richtig lesen – von der Organisation bis zur einzelnen Lernkarte.
1. Wo finde ich den Lernstatus?
Öffne als Tenant-Administrator die „Lernübersicht“ deiner Organisation. Sie ist online verfügbar und enthält die Bereiche „Lernaktivität“ und „Fortschritt je Person“. In der App findest du die Bereichsauswahl unten auf dem Bildschirm.
- Beginne mit „Lernaktivität“, um die Organisation insgesamt zu betrachten.
- Wechsle zu „Fortschritt je Person“ und suche nach Name oder E-Mail-Adresse.
- Öffne „Lerndetails anzeigen“, um eine Person genauer anzusehen. Alternativ führt das Diagramm-Symbol in der Benutzerverwaltung dorthin.
- In den Lerndetails wechselst du zwischen „Lernentwicklung“ und „Kartenergebnisse“.
Die Organisationsauswertung bezieht sich auf zugeteilte Organisations-Kartensets. Sie ist keine vollständige Übersicht über alle privaten Lernaktivitäten einer Person. Beachte deshalb immer den angezeigten Geltungsbereich.
2. Lernaktivität: Was passiert im gewählten Zeitraum?
Wähle die letzten 7, 30 oder 90 Tage. Die Aktivitätsauswertung betrachtet Lernende ohne Eigentümer auf aktuell zugeteilten Organisations-Kartensets; pausierte und gelöschte Karten sind ausgeschlossen.
- Aktive Lernende
- Eine Person zählt als aktiv, wenn mindestens eine Antwort im Zeitraum erfasst wurde. Das sagt noch nichts über die Lerndauer oder die Qualität der Antworten aus.
- Abgegebene Antworten
- Gezählt werden Lernversuche einschliesslich Wiederholungen. Eine Karte, die fünfmal beantwortet wurde, kann fünf Antworten beitragen. Antworten sind deshalb nicht gleichbedeutend mit unterschiedlichen Karten.
- Antworterfolg
- Der Anteil richtiger Antworten an allen erfassten Antworten. Beispiel: 80 richtige von 100 Antworten ergeben 80 %. Die Anzeige bewertet Antworten, nicht den Anteil dauerhaft beherrschter Karten.
- Vergleich zum Vorzeitraum
- Verglichen wird mit dem gleich langen Zeitraum davor. Von 60 % auf 75 % sind es 15 Prozentpunkte. Fehlen Antworten in einem der Zeiträume, ist kein Vergleich möglich.
Schwierige Themen erkennen
Die Übersicht zeigt bis zu fünf Kartensets mit hoher Fehlerquote. Ein Set muss mindestens 10 Antworten und mindestens 30 % Fehlerquote im Zeitraum aufweisen. Beim Aufklappen siehst du schwierige Karten. Berücksichtige die Zahl der Antworten und beteiligten Lernenden: Wenige Versuche erlauben noch keine belastbare Aussage.
Wenn kein Set diese Kriterien erfüllt, bedeutet das nicht automatisch, dass alle Themen sicher beherrscht werden. Vielleicht liegen noch zu wenige Antworten vor.
3. Fortschritt je Person: Wie viel wurde bereits bearbeitet?
Diese Übersicht zeigt den Gesamtstand über die zugeteilten Kartensets, unabhängig vom Aktivitätszeitraum. Vergleiche Personen nur bei vergleichbaren Zuteilungen und Lernbedingungen.
- Kartensets
- Ordnet den Lernstand den zugeteilten Lerninhalten zu. Unterschiedliche Zuteilungen können unterschiedliche Gesamtzahlen ergeben.
- Lernfortschritt / bearbeitete Karten
- „30 von 50 Karten bearbeitet“ bedeutet 60 % Abdeckung: Diese Karten wurden mindestens einmal gelernt, nicht zwingend richtig beantwortet. Auch 100 % Bearbeitung ist kein Nachweis für Prüfungssicherheit.
- Antworterfolg
- Zeigt, wie erfolgreich die erfassten Antworten waren. Lies diesen Wert zusammen mit der Bearbeitungsmenge und der letzten Aktivität.
- Letzte Aktivität
- Hilft zu erkennen, wann zuletzt im betrachteten Bereich gelernt wurde. „Noch keine Lernaktivität“ bezieht sich auf die erfassten Daten dieses Bereichs.
In den persönlichen Lerndetails gilt eine wichtige Unterscheidung: „Bearbeitete Lernkarten“ bleibt der Gesamtstand. Antworterfolg, schwierige Karten und die letzte Antwort der „Lernentwicklung“ beziehen sich auf den dort gewählten Zeitraum.
Tägliche Erfolgsquote
Die Balkenhöhe zeigt den Anteil richtiger Antworten eines Tages. Ein Tag ohne Antworten erscheint als Lücke, nicht als 0 % Erfolg. Über „Tageswerte als Tabelle“ kannst du Datum, Antwortzahl und Erfolgsquote gemeinsam lesen. 100 % bei einer Antwort sind weniger aussagekräftig als 90 % bei vielen Antworten.
4. Wissensstand und Leitner-Wiederholung
„Wissensstand & Wiederholung“ zeigt den aktuellen Stand aktiver, nicht persönlich pausierter Karten, unabhängig vom Zeitraum der Aktivitätsauswertung.
- Nicht gelernt
- Für diese Karten liegt noch keine gewertete Antwort vor.
- In Wiederholung
- Die Karten wurden bereits gelernt und liegen unter Leitner-Stufe 5.
- Fortgeschritten
- Die Karten haben Leitner-Stufe 5 erreicht. Das ist ein Hinweis auf den Wiederholungsstand, keine Garantie für dauerhaftes Wissen oder Prüfungserfolg.
- Zur Leitner-Wiederholung
- Bereits eingeführte Karten mit gesetztem und erreichtem Wiederholungstermin. Pausierte Karten und Karten ohne Termin zählen nicht dazu. Diese Karten sind eine Teilmenge der Zustände oben und dürfen nicht zusätzlich zur Gesamtzahl addiert werden.
- Nächster Leitner-Termin
- Zeigt den nächsten anstehenden Wiederholungstermin, sofern einer vorhanden ist.
Im Beispiel wurden 30 von 50 Karten bereits bearbeitet, also 60 %. Nur 5 Karten sind fortgeschritten. Die 8 fälligen Karten werden nicht zu den 50 hinzugezählt.
5. Bis zur einzelnen Karte nachsehen
Unter „Kartenergebnisse“ kannst du ein Kartenset öffnen, nach Lernkarten suchen und zwischen „Alle Lernkarten“, „Gelernt“ und „Nicht gelernt“ filtern. Die Einträge zeigen Status, Antworterfolg und letzte Aktivität. Der Filter „Gelernt“ beschreibt die Bearbeitung, nicht zwingend eine richtige Antwort.
Im Bereich „Diese Karten nochmals üben“ der Lernentwicklung werden bis zu fünf Karten mit mindestens zwei Fehlversuchen im gewählten Zeitraum nach Fehlerquote angezeigt. Frühere Fehler können dort weiter erscheinen, obwohl die letzte Antwort richtig war. Nutze die Anzeige, um passende Wiederholungen oder Erklärungen auszuwählen.
6. Eine Klasse oder ein Team betrachten
Öffne in der Organisations-Lerngruppe den Bereich „Lernfortschritt“. Wähle den Zeitraum und öffne ein Kartenset, um dessen Ergebnisse genauer anzusehen. Die Detailansicht zeigt unter anderem Antworterfolg, Antwortzahl, letzte Aktivität und fällige Leitner-Wiederholungen je Person.
Der Wiederholungsbedarf ist auch hier ein aktueller Leitner-Stand; die Antwortkennzahlen beziehen sich auf den gewählten Zeitraum. „3 von 12 Lernenden mit fälligen Wiederholungen“ zählt Personen, nicht Karten. Die persönliche Detailanzeige nennt dagegen die Anzahl fälliger Karten.
7. So nutzt du die Werte im Alltag
- Überblick schaffen: Prüfe wöchentlich die letzten 7 Tage. Wie viele Lernende waren aktiv und welche Themen fallen auf?
- Ursache eingrenzen: Öffne bei Auffälligkeiten die Person oder das Kartenset. Unterscheide zwischen wenig Bearbeitung, vielen Fehlversuchen und fälligen Wiederholungen.
- Unterstützung auswählen: Noch nicht bearbeitet? Den Einstieg und die Zuteilung klären. Wiederholt falsch? Inhalt und Fragestellung gemeinsam besprechen. Leitner fällig? Eine Wiederholungsrunde einplanen.
- Entwicklung beobachten: Prüfe nach weiteren Lernrunden denselben Bereich und vergleichbare Zeiträume erneut. Beziehe Antwortmenge und geänderte Zuteilungen mit ein.
Warum fehlen aktuelle Ergebnisse?
Offline abgegebene Antworten der App müssen zuerst synchronisiert werden, bevor sie in der Organisationsauswertung erscheinen können. Prüfe ausserdem Zeitraum, Filter und Kartenset-Zuteilung. Ein leeres Ergebnis allein beweist nicht, dass die Person nicht gelernt hat.
Warum ändern sich Gesamtzahlen?
Neue oder entfernte Zuteilungen und Änderungen an aktiven Lernkarten können die betrachtete Menge verändern. Ein Fortschrittswert kann dadurch sinken, ohne dass bereits geleistete Lernarbeit verloren gegangen ist.
Ist der Antworterfolg eine Prüfungsnote?
Nein. Die Kennzahlen beschreiben die Lernaktivität und Antworten in MemoCard. Wiederholungen, Aufgabenart und Lernmodus beeinflussen sie. Bei klassischen Textkarten kann die Bewertung auf der Selbsteinschätzung beruhen. Nutze die Werte als Gesprächs- und Fördergrundlage, nicht allein als Leistungsbeurteilung.
Alle Bilder und Zahlen auf dieser Seite sind vereinfachte Beispiele, keine echten Schüler- oder Mitarbeiterdaten.